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Ford Streetka

Als Designstudie von Ghia war der Ford Streetka der Star des Turiner Automobilsalons 2000. Er verfolgte ein cleveres und doch einfaches Konzept. Basierend auf einem der innovativsten Modelle des Kleinstwagen-Segments interpretierte die Studie die Einfachheit klassischer zweisitziger Roadster und kombinierte sie mit dem zeitlosen Design-Flair des Ford Ka.Der Streetka passt perfekt zum Charakter des Ford Ka. Er fügt sich zudem in die produktorientierte Europäische Transformationsstrategie ein, in der nach der Erneuerung der Volumenmodelle emotionale Nischenfahrzeuge eine wichtige Rolle spielen.

 

Fords neuer Roadster kommt im Frühjahr 2003 auf den Markt. Der Zweisitzer bietet den klassischen Open-Air-Spaß in einem verführerischen, modernen Styling, mit hoher Qualität und zu einem erschwinglichen Preis. Optisch ist er dem Konzeptfahrzeug des Turiner Automobilsalons 2000 treu geblieben, und dazu passen die Spritzigkeit des neuen 70 kW (95 PS) starken 1,6 Liter Duratec 8V-Motors und seine dynamischen Fahreigenschaften.

Obgleich der Streetka klar ersichtlich auf dem Ka basiert, besitzt er eine eigenständige Karosseriestruktur, die speziell für die Anforderungen des kleinen Roadsters konzipiert wurde.

Ein Design-Team unter Leitung von Chris Bird entwickelte das Konzeptfahrzeug Streetka zur Serienreife. Von Grund auf entstand das Fahrzeug im Rahmen einer neuen Verbindung zwischen Ford und Pininfarina S.p.A., bei der beide Partner einvernehmlich zusammenarbeiteten. So wurde das Projekt in einem engen Zeitrahmen von nur 24 Monaten realisiert.

Der Streetka bringt gleich mehrere Premieren:

 

  • Er ist der erste Ford Roadster im Kleinstwagen-Segment
  • Er ist der erste Ford, der in Kooperation mit Pininfarina S.p.A. gebaut wird

 

Das Karosseriedesign nah am Konzept
Der Streetka ist ein Zwillingsbruder des Konzeptfahrzeugs vom Turiner Automobilsalon. Ausdrückliche Aufgabe des Ford Design-Teams war, dass äußere Design des Show-Car zu erhalten und nur den gesetzlichen Vorschriften zur Erlangung der allgemeinen Betriebserlaubnis gemäß zu modifizieren.

Der Streetka besitzt ein markantes, ausdrucksstarkes Gesicht. Seine in Wagenfarbe lackierten Stoßfänger reichen um die akzentuiert ausgeschnittenen Radhäuser herum und rahmen die gegenüber dem Ka dynamischer gestalteten Scheinwerfer ein. Integrierte Nebelscheinwerfer flankieren den Ausschnitt im unteren Teil des Stoßfängers. Die Stoßfänger selbst sind weniger wuchtig als die des Konzeptfahrzeugs und lassen das Serienfahrzeug auf der Straße schlanker wirken.

Von der Seite führen die Stoßfänger den Blick des Betrachters zur Frontscheibe, die verkürzt wurde, um den optischen Eindruck eines Roadsters augenfälliger zu machen. Die Türen des Streetka sind mit rahmenlosen Fenstern bestückt. Die in Wagenfarbe lackierten, elektrisch verstellbaren und beheizbaren Außenspiegel befinden sich an der unteren Basis der A-Säule.

Mit geöffnetem Dach überzeugt der Streetka mit einer klaren Linienführung. Das Stoffdach verbirgt sich unter einer flachen Klappe, so dass im hinteren Bereich nur noch die Überrollbügel zu sehen sind.

Die Heckpartie des Streetka spiegelt sein Frontdesign wider. Die aufwendig gestaltete Gepäckraumklappe, in der sich auch die dritte Bremsleuchte befindet, zieht sich um die Heckpartie herum und schließt mit dem integrierten Spoiler bündig ab. Dieser Spoiler fehlte im Showcar und wurde zur Verbesserung von Fahrdynamik und Fahrstabilität hinzugefügt. Der markante hintere Stoßfänger mit den zweiteiligen eckigen Rückleuchten, die im Vergleich zum Showcar zurückversetzt sind, um das Risiko von Beschädigungen bei kleineren Parkremplern zu verringern, umschließt das bullige Heck des Streetka. In der Heckschürze befindet sich mittig der Rückfahrscheinwerfer.

Das Streetka-Logo ist vor den hinteren Radhäusern angebracht. Die Einstiegszierleisten tragen den Schriftzug Pininfarina, um zu verdeutlichen, dass der italienische Cabrio-Spezialist dieses Auto produziert.

Streetka das Interieur
Das Interieur des Streetka vervollkommnet das ursprüngliche Ka-Design. Es vermittelt gleichzeitig Atmosphäre und Einfachheit mit einzigartigen Designelementen, die den Status des Streetka als Star der Ka-Baureihe unterstreichen und sich an die frühen Roadster anlehnen, von denen das Konzept inspiriert wurde.

Die dominierende Farbe im Innenraum ist schwarz, mit alufarbigen Applikationen akzentuiert. Das eigenständige Cockpit enthält Tachometer, Drehzahlmesser und Kraftstoffanzeiger. Die ovale Analoguhr mit weißen Ziffern und Zeigern ist schwarz hinterlegt. Der Schaltknauf in Aluminium-Look, die Belüftungsdüsen, das schwarze Zweispeichen-Lederlenkrad und die Uhrumrandung erinnern an den Ford Puma.

In zwei Ausstattungslinien wird der Streetka auf den Markt kommen. Die Basisversion verfügt über Sitze und Türverkleidungen mit schwarzen Stoffbezügen. Die Sportsitze bieten guten Seitenhalt und sind tiefer positioniert als beim Ka, um den sportlichen Charakter zu unterstreichen. Die umfangreiche Serienausstattung des Streetka enthält neben Nebelscheinwerfern, ABS und vier Airbags mit Beifahrer-Deaktivierung zudem Fahrersitz-Höhenverstellung, elektrische Fensterheber und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Ergänzt wird der sportliche Auftritt durch Leichtmetallräder der Dimension 6J x 16 Zoll mit 195/45 R16-Bereifung.

Die höherwertige Ausstattungslinie Elegance des Streetka verfügt zusätzlich über Beifahrersitz-Höhenverstellung, eine serienmäßige Klimaanlage sowie über beheizbare und höhenverstellbare Ledersitze. Bei der Lederausstattung kann der Kunde zwischen den Farbtönen Schwarz, Beige, Braun und Rot wählen.

Offen-Fahren wird erst mit der richtigen Musik zum vollkommenen Genuss. Optional ist in der Basisversion das Audiosystem 6000 mit integriertem CD-Spieler lieferbar, das in der höherwertigen Ausstattung serienmäßig ist. Für beide Ausstattungsvarianten ist zudem das Audiosystem 6006 mit integrierten 6-fach CD-Spieler erhältlich.

Der Streetka lässt sich dank des einfachen manuellen Verdeck-Mechanismus schnell und problemlos öffnen. Die Konstruktion des Softtops entspricht der des Konzeptfahrzeugs und wurde einer elektrischen Lösung beziehungsweise einem versenkbaren Hardtop vorgezogen, da es sich durch einfache Bedienbarkeit auszeichnet und außerdem eine preiswerte Lösung darstellt.

In sieben Schritten und weniger als 30 Sekunden kann eine einzelne Person das Verdeck öffnen eingeschlossen die Zeit, die man braucht, um die plan aufliegende Verdeckklappe mit Gasdruckfedern zu öffnen und zu schließen. Spontanes Verlangen nach grenzenloser Kopffreiheit kein Problem.

Unterhalb der Dachmechanik (dort, wo im Ka die Rücksitze sind) befindet sich ein zusätzliches Staufach. Eine verschließbare Box im Innenraum nimmt CDs und andere Kleinigkeiten auf. Der eigentliche Kofferraum im Heck fasst insgesamt 214 Liter.

Der neue 70 kW (95 PS) starke 1,6l Duratec 8V-Motor
Der Streetka wird von einem neu entwickelten 1,6 Liter Duratec 8V-Motor angetrieben. Der reibungsarme Vierzylinder ist sparsam, wartungsarm und vermittelt mit seiner Leistung von 70 kW (95 PS) eine Menge Fahrspaß.

Der Motor ist ein hervorragendes Beispiel für intelligente Einfachheit. Die Lösung verbindet kräftiges Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten, gute Beschleunigung, ökonomischen Kraftstoffverbrauch und Zuverlässigkeit. Das Aggregat wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt und erfüllt die Anforderungen der Euro4 Abgasnorm.

Der Streetka und sein 1,6 Liter Duratec 8V-Motor sind eine perfekte Kombination, lobt Frank Casimir, Manager Entwicklung Benzin-Reihenmotoren im Entwicklungszentrum Merkenich.Das Aggregat bietet hohe Elastizität, ein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und geringe Verbrauchswerte. So wird das Erlebnis sportlicher Roadster erschwinglich.

Eine reibungsarme Ventilsteuerung sorgt für niedrige Verbrauchswerte nicht nur im offiziellen europäischen Testzyklus, sondern auch im Alltagsbetrieb. Einem sportlichen Roadster angemessen, wurde die Optimierung der Oberflächenkompatibilität und der Materialhärte aller Reibung ausgesetzten beweglichen Teile von Technologien beeinflusst, die auch in der Formel-1 zum Einsatz kommen.

Rollenschlepphebel eliminieren nahezu alle lateral auftretenden Kräfte auf die Ventilschäfte während des Motorlaufs. Die Nockenwelle des 1,6 Liter Duratec 8V-Motors im neuen Streetka steuert die Ventile über Exzenterrollen, was wesentlich geringere Reibungsverluste zur Folge hat.

Der sparsame 1,6 Liter Duratec-Motor verfügt über eine obenliegende Nockenwelle, die je zwei Ventile steuert, die in einem Winkel von 16 Grad zueinander stehen. Die Gemischaufbereitung obliegt einer elektronisch gesteuerten sequentiellen Multi-Point-Benzineinspritzung.

Der Motor wurde sorgfältig auf hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und damit auf Elastizität und Durchzugskraft ausgelegt. Das maximale Drehmoment von 135 Nm liegt bei 4.250/min an. Nahezu 90 Prozent des maximalen Drehmoments stehen zwischen 1.500/min und 4.500/min zur Verfügung.

Eine neue Hochleistungswasserpumpe sorgt dafür, dass die Betriebstemperatur jederzeit im optimalen Bereich bleibt. Der 1,6 Liter Duratec 8V-Motor ist so ausgelegt, dass sein Verbrauch bei 7,9 Liter pro 100 Kilometer liegt und die CO2-Emissionen durchschnittlich 189 Gramm pro Kilometer betragen.

Ford bietet für den Streetka ausschließlich den 70 kW (95 PS) starken Motor an, der seine Nennleistung bei 5.500/min entwickelt.

Das Triebwerk beschleunigt den Roadster in 12,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 173 km/h .

Streetka: Fahrvergnügen serienmäßig
Der Streetka liefert Fahrspaß pur. Mit gezielter Entwicklungsarbeit an Karosserie, Fahrwerk und Lenksystem haben die Ingenieure den Roadster optimal für Open-Air-Fahrvergnügen ausgelegt .

Die Eckdaten des Streetka reflektieren Agilität, Stabilität und Zuverlässigkeit:

 

  • Der Fahrzeugschwerpunkt liegt 30 Millimeter tiefer als beim Ka

 

  • Präzise Lenkung, die perfekten Kontakt zur Straße vermittelt

 

  • Größere Spurweite für besseres Fahrverhalten und agiles Handling

 

  • Um 25 Prozent höhere Verwindungssteifigkeit der Karosserie für höhere Kurvenstabilität und agiles Handling

 

  • Standfeste Bremsanlage mit ABS für schnelle, spurtreue Verzögerung

 

  • Exzellenter Fahrkomfort für einen Roadster dieser Größe

 

Der Streetka wurde sorgfältig auf ein Niveau von Karosseriesteifigkeit hin entwickelt, das für Roadster neu ist. Ein wesentlicher Vorteil dieser äußerst steifen Struktur sind die extrem stabilen Verankerungspunkte für Fahrwerk und Lenksystem. Dies trägt signifikant zum exakten Handling und hohen Fahrkomfort des Streetka bei.

Die Karosserie des Streetka wurde Computer-optimiert und durch den Einsatz von hochfesten Stählen auf Festigkeit getrimmt. An vorausberechneten Stellen der Karosserie kommen zusätzliche Versteifungen aus lasergeschweißten Stählen zum Einsatz, die zur hohen Stabilität beitragen. Ein Querträger im hinteren Teil, an dem auch die Überrollbügel ansetzen, erhöht die Torsionssteifigkeit weiter.

Die Ingenieure von Ford waren nicht bereit, bei der Entwicklung der fahrdynamischen Qualitäten des Streetka irgendwelche Kompromisse einzugehen. Der Streetka ist ein Roadster wie kein Zweiter. Wolfgang Herbert, Teamleiter Fahrdynamik bei Ford, ist von seinem Produkt überzeugt. Sein sportliches Handling, die speziell entwickelten Stoßdämpfer, die größer dimensionierte Verbundlenkerachse und die straffe Abstimmung des Fahrwerks geben dem Streetka ein exzellentes Fahrverhalten und hervorragenden Fahrkomfort.

Die Vorderradaufhängung
Die Ford Fahrdynamiker haben die vordere Spur um 22 Millimeter auf 1.417 Millimeter im Vergleich zum Ka verbreitert. Die Frontpartie wurde tiefer gelegt und die Vorderradaufhängung wurde versteift.

Eine neue strukturelle Querstrebe verbindet die Befestigungspunkte der Längslenker. Dies erhöht sowohl die laterale als auch die generelle Torsionssteifigkeit und verbessert den Fahrkomfort und die Lenkcharakteristik.

McPherson-Federbeine mit versetzten Federn sorgen für einen kompletten Ausgleich der Seitenkräfte und gleichzeitig für weniger Reibung in der Aufhängung und höheren Fahrkomfort. Zwei getrennt geführte, obenliegende Befestigungen trennen die Kräfte von Dämpfern und Federn. Dank dieser Technologie konnten die Karosserieingenieure die Vibrationen verringern und die Fahrgeräusche optimieren.

Verglichen mit dem Ka sind die Federn um 12,5 Prozent härter statt 16 jetzt 18 N/mm. Der Stabilisator ist 13 Prozent steifer, sein Durchmesser wuchs von 15 auf 17 Millimeter. Durch diese Maßnahmen neigt die Vorderradaufhängung des Streetka weniger zum Rollen, und vermindert so die Karosserieneigungen bei Kurvenfahrten. Besseres Handling und größere Kurvenstabilität belegen diese Verbesserungen eindrucksvoll.

Die vorderen Dämpfer des Streetka wurden komplett neu entwickelt. Das Innenleben der Dämpfer ist durch eine hydro-mechanische Rückstoßsperre gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche innere Feder mit einem Hydraulikelement, das die Aufhängungsbewegung abfedert, wenn die Rückstoßgrenze erreicht ist. Dadurch liegt der Fahrkomfort des Streetka auf einem für einen Roadster dieser Klasse außerordentlich guten Niveau.

Die Lenkung
Das Lenksystem des Streetka wurde auf direktes Ansprechverhalten und hohe Lenkpräzision ausgelegt, um den Fähigkeiten des Chassis gerecht zu werden.

Die hydraulische Zahnstangenlenkung arbeitet jetzt noch reibungsärmer. Alle Teile dieses Lenksystems wurden optimiert, um dem Fahrer ein präzises Lenkgefühl zu vermitteln. Die Lenkübersetzung wurde exakt den Charakteristika des neuen Chassis angepasst. Wegen der breiteren Spur kommen beim Streetka längere Spurstangen zum Einsatz.

Die Verbundlenker-Hinterachse
Die hohe Lenkpräzision des Streetka wird ergänzt durch die Seitenführungseigenschaften der neuen Hinterachse. Die Spurweite des Streetka beträgt hinten 1.452 Millimeter und ist damit 35 Millimeter breiter als vorn. Das erlaubte den Konstrukteuren den Einsatz einer längeren und steiferen Verbundlenker-Hinterachse, die für mehr Stabilität sowie Zug- und Biegesteifigkeit und damit für besseres Lenk- und Kurvenverhalten sorgt.

Die steife Verbundlenker-Hinterachse verbindet gute Seitenführung mit entsprechender Längs-Elastizität, was sich in guten Handlingeigenschaften und hohem Fahrkomfort niederschlägt. Gute laterale Stabilität ist wichtig, damit das Fahrwerk den in Kurven auftretenden Kräften entgegen wirken kann. Die Elastizität in Längsrichtung sorgt beim Streetka dafür, dass Bodenunebenheiten souverän abgefedert werden.

Der Streetka ist serienmäßig mit 16 Zoll-Leichtmetall-Rädern und Reifen der Dimension 195/45 R16 bestückt. Ford arbeitete sehr eng mit seinen Zulieferern zusammen, um Reifen zu entwickeln, die den dynamischen Qualitäten dieses aufregenden Roadsters gerecht werden.

Die Reifen sind exakt auf die neuen Stoßdämpfer und das straffere Fahrwerk abgestimmt und verbessern Kurven- und Lenkverhalten.

Der Streetka ist mit größeren Bremsscheiben und Bremsbelägen ausgestattet, die dem Roadster zu guten Verzögerungswerten verhelfen. Das Bremssystem besteht aus belüfteten Scheibenbremsen vorn 258 Millimeter im Durchmesser und 22 Millimeter dick .

Die hinteren Bremstrommeln haben einen Durchmesser von 203 Millimetern mit 36 Millimeter breiten Bremssätteln. Ein selbsttätiger mechanischer Nachstell-mechanismus gleicht den Verschleiß aus.

Das Bremssystem wird durch ein Vierkanal-ABS ergänzt. Standardmäßig ist das ABS mit der elektronischen Bremskraftverteilung EBD ausgerüstet, die noch vor dem Regelbereich des ABS reagiert und den Schlupf an den Hinterrädern minimiert, was bei einer Vollbremsung zusätzlich für Stabilität sorgt.

Die Geräuschoptimierung
Die Fahrqualitäten des neuen Ford Streetka bestehen aus mehr als großartigem Handling, präziser Lenkung, schneller Beschleunigung und exzellenter Bremsleistung. Auch den Themen Geräuschentwicklung und Vibrationen wurde bei der Entwicklung des Streetka höchste Aufmerksamkeit geschenkt.

Die Ford-Spezialisten aus dem Bereich NVH (Noise, Vibration, Harshness Geräusch, Vibration, Rauheit) haben bei der Entwicklung eng und ressortübergreifend mit dem Pininfarina-Team zusammengearbeitet, damit jedes System im Fahrzeug seinen Beitrag zu genau der Soundqualität leistet, die die Entwickler für den Streetka-Kunden erreichen wollten.

Das Ergebnis ist ein Antrieb mit präzise definiertem Auspuffsound sowie ein Chassis und eine steife Karosserie, die störende Einflüsse schlechter Straßen, Rütteln und Vibrationen vom Passagierraum abkoppeln.

Der Streetka bietet sowohl offen als auch geschlossen eine hohe Fahrkultur, die seinem aufregenden Äußeren und seiner dynamischen Leistungsfähigkeit entspricht.

Der 1,6 Liter Duratec 8V-Motor des Streetka verfügt über ein neues Hydrolager. Seine inneren Kanäle wurden auf die spezifische Trägheit und Masse des Motors abgestimmt. Durch diese Maßnahme wird ein Großteil der Motorvibrationen absorbiert, und es gelangen wesentlich weniger Geräusche bis in den Passagierraum. Motorenentwicklern und NVH-Ingenieuren ist bei den Vibrationen ein Feintuning gelungen, das für einen Roadster dieser Klasse außerordentlich ist.

Bedeutende Entwicklungsarbeit floss auch in die Optimierung der beiden verbleibenden Gummi-Motorlager. Sie mussten auf das Hydrolager abgestimmt werden, um Vibrationen sowohl im Leerlauf als auch beim Beschleunigen zu minimieren und die Haltbarkeit der Motorlager zu sichern. Dies gelang durch die exakte Berechnung des richtigen Winkels im Verhältnis zur Karosserie und eine Steigerung der Materialfestigkeit der Gummilager um 25 bis 30 Prozent.

Zwischen Motorraum und Passagierraum wurde zusätzliches Dämmmaterial eingesetzt, ebenso in die Radhäuser zur Abschirmung der Fahrgeräusche. Eine neue Schallbarriere wurde zwischen Gepäckraum und Verdeck-Staufach hinter den Sitzen eingezogen. Sie ist mit einem geräuschdämmenden Teppich überzogen, der die Abrollgeräusche der Hinterräder über den Gepäckraum in den Passagierraum hinein reduziert.

Die passive Sicherheit
Sicherheit war ein Schlüsselelement für die Entwicklungsteams des Streetka. Die Karosserieexperten von Pininfarina haben alles daran gesetzt, die Euro-NCAP-Vorgaben und die noch strengeren Ford-internen Sicherheitsstandards zu erfüllen.

Erste Aufgabe war die Verstärkung der Fahrzeugstruktur, um das Fehlen eines festen Daches zu kompensieren. Um zu vermeiden, dass sich die Bodengruppe bei einem Unfall wie eine Ziehharmonika zusammenfaltet, wurden die Seitenschweller verstärkt.

Die unteren Schweller bilden zusammen mit anderen Komponenten eine Art verstärkte Kastenstruktur. Die kombinierte Dicke dieser Teile beträgt 6,8 Millimeter und formt so eine solide Basis. Zudem profitiert der Streetka von einem niedrigen Schwerpunkt, was die Fahreigenschaften wesentlich beeinflusst.

Für erhöhte Sicherheit bei einem Überschlag verfügt der Streetka außerdem über stabile Überrollbügel hinter den Sitzen.

Fahrer-, Beifahrer- und Kopf-Schulter-Seitenairbags gehören zum Serienstandard des neuen Ford Streetka. Der Beifahrerairbag lässt sich deaktivieren, was durch ein optisches Signal angezeigt wird.

Streetka Ein Konzept geht in Serie
Durch das überwältigende Echo auf das Streetka-Konzept auf dem Turiner Automobilsalon 2000 gewann die Machbarkeitsstudie hohe Priorität.

„Die Motorpresse der Welt setzte uns unter Druck, dieses Fahrzeug zu bauen, und so haben wir hart gearbeitet und ein Geschäftsmodell dafür entwickelt, erklärt Andrew Pollitt, Programmleiter bei Ford. Wir kamen zu dem Schluss: Ja, wir können den Streetka bauen, aber nicht als normales Serienmodell. Also brauchten wir einen Partner, ein Unternehmen mit Spezialkenntnissen in der Entwicklung und dem Bau von Kleinserien.

Zusammenarbeit mit Pininfarina
Der legendäre Autobauer Pininfarina ist bekannt für seine Designleistungen, aber die Pininfarina S.p.A. ist eine Industriegruppe, die Fahrzeuge entwickelt und produziert ganz wie der Kunde es wünscht. Mit den fertigen Designplänen des Streetka wandte sich Ford an Pininfarina, um dort das Auto bauen zu lassen.

Ein Ingenieur-Team von Ford brachte gemeinsam mit Pininfarina das Konzept Streetka zur Serienreife. Neben dem Streetka entstand so auch eine Art Schablone für künftige Modelle, deren Fertigung in einem auf Massenproduktion ausgelegtem Werk wirtschaftlich keinen Sinn machen würde.

Als das Streetka-Konzept in Turin erschien, liefen schon länger Gespräche zwischen Ford und Pininfarina über die Produktion von Nischenmodellen. Ford war hochinteressiert an einer Zusammenarbeit mit Pininfarina, das neben dem großen Namen auch für seine Flexibilität und Schnelligkeit beim Bau von kleineren Serien bekannt ist. Pininfarina besitzt in Turin Fertigungsstätten zur Produktion des Streetka in relativ begrenzten Stückzahlen. Der Standort bietet die idealen ökonomischen Rahmenbedingungen, die für die wirtschaftliche Produktion des Streetka unverzichtbar waren.

Bereits in der frühen Phase der Zusammenarbeit von Pininfarina und Ford wurde eine weitreichende Infrastruktur aufgebaut, die von kurzen Kommunikationswegen über optimierten Fahrzeug- und Teilebestellung bis zur schlanken und effizienten Produktionsprozessen reicht. In der Partnerschaft trägt Pininfarina die Verantwortung für alle den Produktionsprozess betreffende Arbeitschritte, für den Einkauf und Logistik sowie für die Produktionseinrichtungen. Ford leitet seine Fahrzeugbestelldaten direkt an Pininfarina weiter, die diese Daten dann eins zu eins in ihre Produktion einfließen lassen. Dieses Netzwerk konnte schon erfolgreich bei der Produktion der Vorserienmodelle im Juli 2002 genutzt werden.

Neben der geschäftlichen Seite des Projektes gab es noch einen weiteren Grund, den Streetka bei Pininfarina bauen zu lassen: Bei Pininfarina war man vom Design des Streetka ebenso begeistert wie bei Ford, und dieser Enthusiasmus beflügelte die Realisierung des Projektes ganz beträchtlich.

Offiziell begann die Zusammenarbeit zwischen Ford und Pininfarina im Dezember 2000, als Produktinhalt und Kostenrahmen endgültig abgesteckt waren. Eine Absichtserklärung, die den rechtlichen Rahmen der Partnerschaft festlegte, wurde Anfang 2001 unterzeichnet.

Eine endgültige Übereinkunft erzielte man im Mai 2001, dann erst konnten die Ingenieure Produktionspläne festlegen und Teile für die ersten Prototypen bestellen. Ford legte von Anfang an höchsten Wert darauf, dass die Qualität des Streetka dem hohen Niveau der anderen Serienfahrzeuge entspricht.

Die Entwicklung des Streetka wurde beträchtlich erleichtert durch die Seriennähe, die bereits dem ursprünglichen Ghia-Konzept innewohnte. Dennoch war intensive Ingenieurarbeit nötig, um das Konzept zur Serienreife zu entwickeln.

Außer der Motorhaube und der Frontmaske wurde jedes äußere Teil modifiziert oder von Ford und Pininfarina neu gezeichnet. Die Karosseriestruktur wurde verstärkt, um das Fehlen des festen Daches zu kompensieren.

Die Realisierung des Streetka bedeutete auch die Verschmelzung der verschiedenen Unternehmenskulturen und Arbeitsprozesse von Ford einerseits und Pininfarina und Ghia, die beide weiterhin an der Designentwicklung beteiligt waren.

Die Zusammenarbeit war hervorragend, sagt Pollitt. Wir hatten das Vergnügen, in einer offenen und ehrlichen Partnerschaft zu arbeiten. Der Wille, dieses Fahrzeug zu bauen, hat uns alle Schwierigkeiten und Herausforderungen meistern lassen. Ich glaube, wir haben einen Rekord aufgestellt für eines der schnellsten Programme dieser Art.

David Wilkie, bei Ghia verantwortlich für das ursprüngliche Streetka Konzept, überwachte auch den Prozess Design-zur-Produktion und arbeitete direkt mit den Ingenieuren von Ford und Pininfarina zusammen. Ford definierte die Fahrzeugeigenschaften des Streetka, einschließlich Fahrkomfort und Handling. Pininfarina war für alle Elemente der Produktion für den Einkauf der Teile bei den Ford Zulieferern und die Abwicklung der gesamten Logistik verantwortlich.

Eine besondere Nische für den Bau eines besonderen Ford
Der neue Ford Streetka entsteht bei Pininfarina in einem zweistufigen Prozess in zwei Fertigungsstätten im Großraum Turin, wo sich auch die Zentrale von Pininfarina befindet. Der Streetka ist kein Cabrio, bei dem man einer Limousine das Dach abgeschnitten hat, sondern ein Ka-Derivat, das von Grund auf und spezifisch als Roadster konstruiert wurde-

Die Bauweise des Streetka verbindet die qualitativ besten Elemente der Großserienproduktion mit dem künstlerischen Touch von Handarbeit, die Pininfarinas Tradition im Design und Bau von Sportwagen reflektiert. Kleine Spezialistenteams widmen jedem Fahrzeug viel Zeit und Aufmerksamkeit, bevor das Ford Oval und die Streetka und Pininfarina-Logos mit dem letzten Handgriff auf den Autos angebracht werden.

Das engagierte Design des Streetka bringt das Optimum der Pininfarina-Mannschaft hervor, die vom Streetka genau so begeistert ist wie Ford. Es hat einen Nerv getroffen, sogar bei denen, deren Herz dem italienischen Sportwagen gehört.

Der Fertigungsprozeß des Streetka beginnt in Pininfarinas Karosseriewerk im Turiner Vorort Grugliasco. Hier werden die wesentlichen Karosserieelemente Motorraum, Motorhaube und Bodengruppe, die im spanischen Ford-Werk in Valencia gebaut werden zusammengefügt. Zu den in Valencia produzierten Pressteilen gehören die vorderen und hinteren Bodenbleche, der Motorraum und die Motorhaube. Die restlichen Karosserieteile baut und steuert Pininfarina gemäß den Ford-Qualitätsstandards bei. Pininfarina stellt in Grugliasco ebenfalls Fahrzeuge für Peugeot, Mitsubishi und Alfa Romeo.

Nach der Montage wird die Rohkarosse in der Lackierei in Grugliasco lackiert, die Türen, die Motorhaube und Heckklappe werden montiert. Dann geht es auf die erste Fahrt, eine 60 Kilometer lange Reise auf dem Lkw quer durch Turin nach Bairo, wo sich Pininfarinas Endmontage befindet.

In Bairo stellt Pininfarina neben dem Streetka auch den Mitsubishi Pajero Pinin her. Hier erhält der Streetka per Hand den letzten Feinschliff. Im ganzen Werk Bairo gibt es nur einen einzigen Roboter, und der unterstützt die Arbeiter beim Verkleben und dem Einbau der Windschutzscheibe.

Nach der Ankunft trennen sich Karosserie und Türen wieder. Die Türen bekommen ihr mechanisches Innenleben. Fenster, Griffe und Innenverkleidung werden getrennt von der Karosserie integriert und die Türen werden erst in der Endmontage wieder mit der Karosserie zusammengefügt. Diese Methode sichert die hohe Fertigungsqualität und schließt Beschädigungen bei der Montage aus. Genaue Kontrollen stellen sicher, dass jede Tür auch wieder zur richtigen Karosserien kommt.

Das Werk in Bairo ist weit und offen, und die Belegschaft arbeitet an langen Montagebändern, die die Rohkarossen auf ihrem Weg zum Endprodukt transportieren. Am Band wird in Zehnergruppen mit einem Gruppenleiter gearbeitet.

Die Gruppen führen folgende Arbeiten am Band durch:

 

  • Installation von Pedalen und Elektrik-Isolierungen

 

  • Vorbereitung und Einbau des Instrumententrägers

 

  • Einbau von Radiator und Chassiselementen

 

  • Einbau der Brems- und Benzinleitungen

 

  • Einbau von Motor und Getriebe


<li< Anpassung der Radaufhängung

  • Einbau von Türen, Rädern und Reifen

 

  • Einpassen von Türen, Fenstern und Spiegeln

 

  • Einpassen der Innenraumverkleidungen


<li< Einbau der Sportsitze und Sicherheitsgurte
Am Ende des Montageprozesses durchläuft jeder Streetka eine intensive Qualitätskontrolle. Auf einem Rollenprüfstand wird die Funktionsfähigkeit getestet, in einem Nassraum wird die Dichtigkeitsprüfung durchgeführt.

 

Vor der endgültigen Auslieferung muss der Streetka noch den Straßentest bestehen. Auf einer kleinen Teststrecke neben dem Werk muss jeder Streetka seine fahrdynamischen Qualitäten unter Beweis stellen. Jede Streetka absolviert eine Runde in jeder Richtung, wobei Fahrwerk, Lenkung, und Bremsen ebenso geprüft werden wird die Fahreigenschaften und das Verhalten bei plötzlichem Spurwechsel.

Die Produktion ist angelaufen Zeit für einen Rückblick auf die Serienentwicklung und Markteinführung eines ganz besonderen Fahrzeugs.

Franchitti: Das war eines dieser Programme, bei denen man sich wie beim Golf fühlt. Man geht zum Tee, trifft den Ball punktgenau und schlägt ihn 300 Meter weit. Von Anfang an wollte jeder Beteiligte, dass dieses Auto ein Erfolg werde, und der Teamgeist war geradezu ansteckend.

Pollitt: Dass wir die Produktion des Streetka schneller starten konnten als bei einem Großserienfahrzeug schien manchmal wie Mission Impossible. Aber der Geist der Zusammenarbeit zwischen Ford und Pininfarina war außergewöhnlich stark. Dass der Streetka jetzt Wirklichkeit geworden ist, fasst all das zusammen, was wir mit unserer produktgetriebenen Umwandlung des Konzerns erreichen wollen. Dieses Fahrzeug ist eine Erfüllung auf verschiedenen Ebenen. Es bringt einen neuen Stil und neues Temperament in die Ford Modellpalette. Es zeigt, wie Modellderivate die Gefühle ansprechen und das Interesse der Kunden wecken. Außerdem verdeutlicht der Streetka, wie man Derivate richtig macht vom Design über die Konstruktion bis zur Produktion. Wir hoffen, dass der Streetka jetzt, da er tatsächlich gebaut wird, für die Öffentlichkeit ebenso aufregend ist wie er es während der Entwicklung für das gesamte Team war.

 

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