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Genf/Sant'’Agata Bolognese, 04.03.2013 - Im Jahr seines 50-jährigen Firmenjubiläums präsentiert Automobili Lamborghini ein sehr exklusives Modell auf dem Genfer Automobilsalon 2013. Vom Lamborghini Veneno werden nur drei Exemplare gebaut und verkauft.

 

Zugleich ist der 515 kW / 700 PS starke Zweisitzer ein Technologieträger erster Güte. Mit innovativen Lösungen und neuartigen Materialien beweist er die enorme Kompetenz von Automobili Lamborghini in der Kohlefasertechnologie.

Der Lamborghini Aventador J ist ein radikal offenes Automobil, Exterieur und Interieur verschmelzen zu einer Einheit. Die Designer und Ingenieure in Sant’Agata Bolognese haben nicht nur auf das Dach vollständig verzichtet, sondern auch auf die klassische Frontscheibe. Das verlangt von den Piloten des Aventador J nicht nur die passende Ausrüstung, sie sollten bei einem Spitzentempo von mehr als 300 km/h in voller Offenheit auch gut trainiert sein.

Allerdings ist diese Art der Grenzerfahrung höchst exklusiv: Der Aventador J ist ein absolutes Einzelstück, ein einzigartiges Kunstwerk. Dabei ist er voll funktionsfähig und für die Straße zugelassen.

„Mit dem Lamborghini AventadorJ haben wir die DNA unserer Marke in ihrer bislang konsequentesten Form herausgearbeitet. Dieses Automobil ist so extrem, so kompromisslos, wie nur ein Lamborghini es sein kann“, sagt Stephan Winkelmann, Präsident und CEO von Automobili Lamborghini. „Der neue Lamborghini Aventador J ist der radikalste offene Lamborghini aller Zeiten. Der Name stammt aus der Lamborghini Tradition. Das Fahrzeug steht für unkonventionelles Design und technologische Innovation. Die heutige Zeit stellt uns vor vielfältige Herausforderungen, denen wir uns gerne stellen. Trotz aller Regeln und Vorgaben ist dieser Lamborghini Aventador J der Beweis dafür, dass Lamborghini auch in Zukunft Träume wahr werden lässt.“

Fortsetzung einer ruhmreichen Tradition

Mit dem Aventador J auf der technischen Basis des Aventador führt Automobili Lamborghini eine ruhmreiche Tradition der Marke in die Zukunft. Legendär ist etwa der Jota des Jahres 1970, ein in nahezu allen Details neu konstruierter und in der Leistung optimierter Lamborghini Miura. Er blieb ein Einzelstück, auch wenn manche Besitzer ihren Miura in der Folge optisch dem Jota anpassen ließen. Der Buchstabe J kommt übrigens aus dem Internationalen Sportgesetz des Weltautomobilverbandes FIA. Dort definiert der „Anhang J“ die technische Ausstattung von Rennfahrzeugen in den verschiedenen Klassen.

Der Aventador: Dramatisch offen, überwältigende Power

Der Lamborghini Aventador J ist ein Supersportwagen von geradezu dramatischer Konsequenz und Offenheit. Er kombiniert die überwältigende Leistungsfähigkeit des Lamborghini Aventador mit dem wohl intensivsten Erlebnis von Dynamik und Kraft, das man sich in einem Automobil nur vorstellen kann.

Die technische Basis für den Aventador J liefert der Aventador LP 700-4, das neue Zwölfzylinder Modell von Lamborghini. Im Jahr 2011 präsentiert, wurde der Aventador von Kunden und Journalisten begeistert aufgenommen. Einzigartig ist das Technologiepaket des Lamborghini Aventador LP 700-4: Seine Struktur bildet ein innovatives Monocoque aus Kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen, das konsequenten Leichtbau mit höchster Steifigkeit und Sicherheit verbindet. Der neue Zwölfzylinder mit 6,5 Liter Hubraum und 515 kW / 700 PS kombiniert exzellente Drehfreude mit gewaltiger Durchzugskraft. Sein superschnell schaltendes ISR-Getriebe, der permanente Allradantrieb und die Pushrod-Radaufhängungen verbinden die gewaltige Kraft mit äußerster Fahrpräzision.

Konsequenter Leichtbau – deutliche Gewichtsreduzierung

Von diesem einzigartigen Technologiepaket profitiert der Aventador J natürlich enorm, dennoch handelt es sich im Vergleich zum Aventadpr Coupé um eine deutlich andere Interpretation: So ist das Monocoque in seiner offenen Version eine weitgehende Neukonstruktion, inklusive der beiden Sicherheitsbügel hinter den Sitzen. Der Verzicht auf das Dach, auf die großen Glasscheiben, auf die Klimaanlage und auf das Navigationssystem schlägt sich zudem in einem weiter reduzierten Gewicht nieder: Schon der serienmäßige Aventador LP 700-4 ist dank der Kohlefaserbauweise mit einem Trockengewicht von nur 1.575 Kilogramm für seine Leistungsklasse extrem leicht.

CarbonSkin, ein brandneues Kohlefasermaterial

Die einzigartige Kompetenz von Automobili Lamborghini bei den kohlenstoffaserverstärkten Kunststoffen zeigt sich nicht nur im Hightech- Monocoque, sondern in weiteren innovativen Lösungen: So sind die beiden Sitzschalen aus Forged COMPOSITE® mit Teilen aus einem neuartigen, flexiblen Kohlefaser-Material gefertigt worden.

Die Spezialisten bei Lamborghini haben für den Aventador J eine noch erstaunlichere Version des Werkstoffs Kohlefaser entwickelt: Zum ersten Mal wurde im Automobilsektor gewebte Kohlefaser, „CarbonSkin“, verwendet, die mit einem ganz speziellen Harz getränkt wurde. Dies macht die Faserstruktur stabil und lässt das Material dennoch weich bleiben. Wie ein Hightech-Stoff passen sich diese Kohlefasermatten jeder Form perfekt an. Im Aventador J sind das komplette Cockpit und Teile der Sitze damit bezogen und schimmern im matten Kohlefaser-Schwarz. Für die Zukunft sind für dieses frisch patentierte und extrem edel erscheinende Material vielfältige Einsatzbereiche vorstellbar, etwa auch bei hochwertiger Bekleidung.

Das Design: Kompromisslos Lamborghini

Ein derart extremer Aventador braucht natürlich ein ebenso konsequentes Design. Wie im Centro Stile Lamborghini üblich, trägt jedes Modell aus Sant’Agata Bolognese das einzigartige Design der Marke. Klare, präzise Flächen, sowie scharfe, oft gebrochene Linien zählen zu den unverwechselbaren Stilmitteln – stets verdeutlichen sie die Kraft und enorme Präsenz dieser italienischen Supersportwagen. Nie ist eine Linie zufällig, als oberster Grundsatz folgt die Form stets der Funktion. Und diese Funktion ist beim Aventador J ganz klar definiert: explosive Dynamik, extremer Fahrspaß, ein einzigartiges Erlebnis. Dass jeder Kilometer mit dem Aventador J extrem viel Spaß bereitet, macht schon der erste Blick auf sein Design deutlich.

Rückspiegel wie ein Periskop

Nahezu jedes Teil der äußeren Form wurde für den Aventador J neu entwickelt, dabei zeigt er den Spirit von Lamborghini in konzentriertester Form. Die Proportionen sind extrem: Einer Länge von 4890 mm und einer Breite von 2030 mm (ohne Außenspiegel) steht eine Höhe von gerade mal 1110mm gegenüber.

Die höchsten Punkte werden durch den wie ein Periskop auf einem Arm thronenden Rückspiegel sowie die beiden Sicherheitsbügel hinter den Sitzen markiert, während statt der klassischen Frontscheibe nur zwei kleine Winddeflektoren montiert sind. Mit dem Element Luft ist die Besatzung des Aventador J also ebenso konfrontiert wie der Fahrer eines Superbikes, ein perfekter Helm und optimale Kleidung sind Voraussetzungen für jede Ausfahrt.p> Frontflügel mit Winglets

Die Front des Aventador J ist gegenüber dem Aventador etwas schmaler. Dominiert wird die Front von dem sehr prägnanten Flügel aus Kohlefaser, mit dessen mittigen Befestigungsstegen und den seitlichen, nach oben geknickten „Winglets“. Von der Seite betrachtet, erscheint die Front des Concept J ähnlich der eines Formel 1-Rennwagens.

Rot mit Chrom-Effekt, Räder mit CFK-Turbine

Das Schwarz der sichtbaren Kohlefaserteile zieht sich rund ums Auto: Die deutlich breiteren Schwellerleisten und der mächtige Heckdiffusor bilden einen perfekten Kontrast zur satt-roten Lackierung der Karosserie. Der spezielle Rotton wurde extra für dieses Fahrzeug entwickelt, ein besonders intensives Rot mit einem leichten Chrom-Effekt.

Speziell entwickelt wurden natürlich auch die Räder, vorn im 20-Zoll-Format, hinten in der Größe 21-Zoll. Die Aluminiumräder im Fünfspeichen-Design haben ein Zentralverschluss und einen zusätzlichen Kohlefasereinsatz, der wie eine kleine Turbine für die optimale Belüftung der Bremsen sorgt.

Die Türen öffnen natürlich auch beim Aventador J nach oben. Sie sind deutlich flacher als beim Aventador und tragen eine winzige, fest stehende Seitenscheibe. Die muskulösen Seitenflanken rund um die Hinterräder sind typisch für Lamborghini und machen deutlich, woher die Kraft bei diesem Bullen kommt.

Heck dient der Aerodynamik und der Entlüftung

Dass von dieser Kraft mehr als genug vorhanden ist, zeigt der Blick auf das Heck: Es besteht im Prinzip aus nur drei Elementen: dem Kohlefaser- Heckdiffusor, den vier mächtigen Auspuffrohren und den Heckleuchten mit der Lamborghini typischen Lichtsignatur in Form eines Y. Die restliche Fläche dient der Wärmeabfuhr und ist von einem schwarzen Metallgitter verschlossen. Gekrönt wird das Heck von einem großflächigen Spoiler, der an zwei Armen befestigt wird und verstellbar ist. „Form follows function“ in Konsequenz. Zwei Stützen verbinden den Diffuser mit dem Heck, ein Merkmal, das vom Rennsport beeinflusst wurde.

Spezielle Stoßfänger

Im Vergleich zum Aventador LP 700-4, wurden beim exklusiven Aventador J spezielle Front- und Heckstoßfänger verwendet. Beide sind mit Kohlefaserlamellen ausgestattet, die den Luftfluss regeln und so den Anpressdruck des Fahrzeugs an Vorder- und Hinterachse deutlich verbessern.

Das Exterieur fließt nach innen

Äußere und innere Formen des Aventador J gehen fließend ineinander über; dieser Supersportwagen kehrt sein Inneres nach außen und ist so offen, wie er nur sein kann. Andererseits „fließt“ das Exterieur durch das Interieur: Von der Fronthaube verläuft ein Streifen in „Rosso J“ zwischen den beiden Winddeflektoren über die Cockpitoberseite und die Konsole zum Mitteltunnel hinunter und zwischen den Sitzlehnen wieder hinauf, bevor er das Interieur in Richtung Motorabdeckung verlässt.

Interieur ist minimalistisch und konsequent

Dieses Farbband verbindet Front und Heck des Wagens, schafft eine optisch Trennung zwischen dem Fahrer- und dem Beifahrerraum und wird allein durch eine kleine Bedienleiste unterbrochen, die den Starterknopf, die Schalter für das Licht sowie für das Getriebe beherbergt. Navigations- und Entertainmentanlage samt Bildschirm und Klimabedienung besitzt der Aventador J nicht, sie würden nur von seinem einzigen Wesenszweck ablenken. Was natürlich bleibt, sind die beiden programmierbaren TFT-Displays hinter dem Lenkrad.

Das Innere nach außen kehrt wiederum die Motorabdeckung. Genau genommen ist es keine Abdeckung, sondern allenfalls eine Umrahmung: Dieser x-förmige Part wurde aus Kohlefaser hergestellt. Zwei große Öffnungen legen die beiden Zylinderbänke des mächtigen V12-Triebwerks mit seinen 6,5 Liter Hubraum frei – für jeden Automobilästheten ein begeisternder Anblick.

Ein einzigartiges Kunstwerk mit Straßenzulassung Nach Ende des Genfer Salons wird dieser Anblick aber nur noch einem einzigen vorbehalten sein – dem künftigen Besitzer des Lamborghini Aventador J. Es gibt nur dieses eine Exemplar, keinen Prototypen, auch nicht für das Lamborghini Museum. So darf sich der Käufer auf ein einzigartiges, straßenzugelassenes Kunstwerk freuen. Er wird den extremsten Ausdruck der Lamborghini DNA und gleichzeitig ein Meisterwerk der Hochtechnologie besitzen. Doch die vielen weiteren Fans der Supersportwagen aus Sant’Agata Bolognese können sicher sein: Die Erfolgsstory des Aventador hat erst begonnen.

 

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