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Der MG Rover 45 ist zweifelsohne in die Jahre gekommen. Basiert er doch auf dem bereits 1995 vorgestellten Rover 400, der noch etliche Honda-Merkmale aus der seinerzeitigen Zusammenarbeit aufweist. Doch auch wenn das Auto trotz zweimaliger gründlicher Überarbeitung in 1999 und 2004 konstruktionstechnisch bedingt nicht mehr mit allen Fortschritten der Automobiltechnik aufwarten kann, hat es neben seinen guten Basis-Eigenschaften einen großen Vorteil: Es ist ausgereift und frei von jeglichen automobilen Kinderkrankheiten. auto-reporter.net machte die Probe aufs Exempel mit dem viertürigen Stufenheck.

 

Und der Rover 45, den wir mit dem 1,8-Liter-16Ventil-Benziner mit 86 kW/117 PS fuhren, enttäuschte die Erwartungen nicht. Denn das im letzten Sommer erfolgte Facelift bezieht sich keineswegs nur auf das Design, dass den Briten mit neuen Klarglas-Doppelscheinwerfern, einem flacher und stärker in die Front integrierten Kühlergrill sowie überarbeitetem Heck noch gestraffter, dynamischer und gleichzeitig eleganter wirken lässt. Auch beim Fahrwerk mit Doppelquerlenker-Einzelrad-Aufhängung vorne und Multilink-Einzelrad-Aufhängung hinten wurde Feinschliff betrieben. In Verbindung mit der direkt ausgelegten Servolenkung und einem exakt schaltenden Fünfgang-Getriebe verdient sich der Rover nicht nur als bequemes Langstrecken-Auto Pluspunkte, sondern zeigt sich durch sein unproblematisches, stabiles Kurvenverhalten auch auf schnell gefahrenen kurvigen Bundes- und Landstraßen nicht als Spielverderber. Und der erlebte Fahrspaß wird auch später an der Zapfsäule nicht übermäßig bestraft. Mit realistischen 8 bis 9 Litern Super ist das nicht mehr ganz neue Triebwerk, das eine Höchstgeschwindigkeit von 199 km/h ermöglicht und das Fahrzeug von 0 auf 100 in 9,9 Sekunden beschleunigt, zwar kein Sparmeister, aber auch alles andere als ein Schluckspecht.

Im gut verarbeiteten Innenraum geht es zwar nach wie vor britisch-gediegen zu, doch die neu gestaltete Armaturentafel mit griffgünstigen Bedienelementen und Anzeige-Instrumenten beweist, dass man auch ohne allzu großen finanziellen Aufwand ein modernes Interieur schaffen kann. Die Sitze sind straff gepolstert und bieten guten Seitenhalt. Durch das höhenverstellbare Lenkrad sowie den ebenfalls in der Höhe zu verstellenden Fahrersitz kann man sich darüber hinaus in eine optimale Lenk-Position bringen. Vorsintflutlich ist dagegen der Drehknopf für die Verstellung der Rückenlehne, den die Designer im letzten Jahr wohl übersehen haben. Auch wenn man es gewollt hätte - nicht verändern konnte man dagegen die Abmessungen im Innenraum. Ist das Raumgefühl für Fahrer und Beifahrer noch befriedigend, dürften sich im Fond groß gewachsene Menschen vor allem in puncto Kopffreiheit auf langen Strecken nicht allzu wohl fühlen. Da konstruiert man heute eben ganz anders. Ein dickes Plus gibt es dagegen wieder für den Kofferraum, der mit 465 Litern in der Klasse seinesgleichen sucht.

Ein Plus verdient sich auch die ab Basisversion serienmäßige Komfort-Ausstattung, die u. a. Klimaanlage, elektrische Fensterheber (vorn), die Wärmeschutzverglasung "Optikool" und ein Audiosystem mit CD-Player und sechs Lautsprechern umfasst. Beim Sicherheitspaket mit ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, Fahrer- und Beifahrer- sowie Seitenairbags vorne vermisst man zumindest ein optionales ESP oder Kopf-Airbags, was im Budget des letzten eingeständigen britischen Auto-Herstellers offensichtlich nicht mehr drin war. Dennoch ist der Rover 45 dank seiner Ausgereiftheit, sicherem Fahrverhalten und relativ günstigen Unterhaltskosten nicht nur für Anhänger britischer Autos immer noch eine Kauf-Alternative. Zumal er auch in der 1,8-Liter-Version ab 17 950 Euro ein mehr als faires Preis-Leistungsverhältnis bietet.

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