NOTE! This site uses cookies and similar technologies.

If you not change browser settings, you agree to it. Learn more

I understand

Mitsubishi Colt CZT

Neue Organisationsstrukturen und der Fortgang der Marken-Revitalisierung – 2004 war ein intensives Jahr für die Mitsubishi Motors Corporation (MMC) und ihre internationale Tochtergesellschaft Mitsubishi Motors Europe (MME).

 

Unter der Führung von Tim Tozer, seit dem 1. September 2004 neuer Präsident und CEO von MME, soll das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Regeneration des Konzerns leisten. Als strategische Schnittstelle zwischen MMC und den europäischen Distributoren hat MME die Funktion eines Service-Providers und Koordinators für 36 europäische Märkte und damit eine Schlüsselposition für das Gesamtunternehmen und für die Marke.

Über die fundamentalen Prozesse innerhalb des Unternehmens hinaus spielen neue Produkte wie Lancer Evolution VIII, Grandis und Colt eine Hauptrolle bei der Neupositionierung von Mitsubishi in Europa. Zusammen mit den 2003 vorgestellten Modellen Outlander, Lancer und Lancer Kombi halten sie die Erneuerung, die sich seit den letzten drei Jahren bei Mitsubishi Motors Europe vollzieht, nachhaltig in Schwung.

Der neue Colt
Eine besondere Herausforderung war die Europa-Markteinführung des neuen Colt im Frühjahr und Sommer 2004.

Als erstes Mitsubishi-Modell im europäischen B-Segment steht dieser vor der Aufgabe, 85 Prozent seines Käuferpotenzials aus bisher markenfremden Neukunden zu gewinnen, die innerhalb eines Massensegments Individualität und Nonkonformismus suchen.

Ein klares Design und innovative Lösungen im Innenraum – jeweils entwickelt von der europäischen Designzentrale Mitsubishi Design Europe im hessischen Trebur – dazu ein außergewöhnliches Raumangebot, beispielhafte Sitzvariabilität, agile Motoren, sportliche Fahreigenschaften, Preiswürdigkeit und Variantenvielfalt (Motoren, Getriebe, Ausstattungen, Farben/ Inneraumverkleidungen, Optionen und Zubehör) sind die Produktqualitäten, die Mitsubishi in die Waagschale wirft.

Qualitäten, die in den ersten sechs Monaten (Mai – Oktober) nach dem Marktstart in Europa schon etwa 13.000 Kunden überzeugten – und dies noch ohne entscheidendes Mitwirken der 1,5-Liter-Diesel- und 1,1-Liter-Benzinervarianten und ohne die Länder der dritten Markteinführungswelle, für die bspw. rund zwanzig Prozent des Fünftürer-Absatzes kalkuliert sind (Großbritannien/ Skandinavien/Mittel- und Osteuropa; dort Markteinführung jeweils ab September 2004).

Die angestrebte Eroberungsrate von 85% ist eine grosse Herausforderung, die nur mittelfristig erreicht werden kann. Dennoch zeigen erste Marktforschungergebnisse bereits einen positiven Trend.

Diese Entwicklung zeigt sich besonders in Suedeuropa, wo z.B. in Italien eine Eroberungsrate von 74% erreicht wird. Hier ist auch eine deutliche Tendenz zur angestrebten juengeren Zielgruppe zu erkennen: 34% der italienischen Colt Kunden sind juenger als 40 Jahre.

Auch in Nordeuropa - wo Mitsubishi traditionell aeltere Kundengruppen anspricht - erreicht der Colt einen relativ hohen Anteil junger Eroberungskunden. Ein Beispiel hierfuer ist die Entwicklung in der Altersgruppe von 40-49: Neue Kunden: 39%, Treue Mitsubishi Kunden: 23%, Kunden Vorgaengermodel 24%.

Auch die europäischen Fachmedien konnte der Colt auf seine Seite bringen. Mit dem „Goldenen Lenkrad” der größten deutschen Wochenzeitung „Bild am Sonntag” (Axel Springer Verlag/Auflage 2,1 Millionen Exemplare/10,8 Millionen Leser) erhielt der Colt die wohl renommierteste Auszeichnung, die in Europa vergeben wird. Seit 1984 ist er damit der vierte Mitsubishi und der zweite Colt, der diesen prestigeträchtigen Preis erhält.

Große Modellfamilie
Im Hinblick auf größtmögliche Modellvielfalt und Konkurrenzfähigkeit wurde die Colt-Plattform von vornherein für verschiedene Ausführungen konzipiert. 2003 zeigte Mitsubishi mit der Konzeptstudie CZ2 Cabriolet eine mögliche Offenversion, darüber hinaus wurde das weitere Ausbaupotenzial ebenfalls geprüft:

    • An vorderster Stelle stand dabei mit dem Colt Plus eine um 30 Zentimeter verlängerte Kombiversion, die im Oktober 2004 in Japan vorgestellt wurde. Bei diesem ersten neuen Modell der Mitsubishi Motors Corporation seit dem Debüt des Grandis im Mai 2003 handelt es sich um eine Entwicklung für den japanischen Markt (Rechtslenker/Benzinmotoren/Front-/Allradatrieb). Planungen, den Colt Plus auch in Europa anzubieten, bestehen nicht.

 

    • Die dreitürigen Modellvarianten der Colt CZ3 und der Colt CZT mit ihrem coupéartigen Design wurden dagegen in Europa für den europäischen Markt konzipiert und sollen dazu beitragen, das frische Markenprofil weiter zu schärfen. Der CZ3 ist nicht etwa ein Colt abzüglich zweier Türen, sondern ein eigenständiges Modell, das die Vielseitigkeit und neue Attraktivität der Marke unterstreichen soll.

 

Vorgestellt wurden Colt CZ3 und CZT auf dem Genfer Automobilsalon 2004, die offizielle Präsentation fand ein halbes Jahr später auf der Mondial de l´Automobile in Paris statt. Das Marktdebüt in Europa ist für das erste Quartal 2005 vorgesehen und soll in drei Phasen erfolgen.

Gebaut wird die Dreitürervariante des Colt seit Dezember 2004 im niederländischen Mitsubishi-Nedcar-Werk in Born. Der geplante Anteil am Colt Gesamtabsatz in Europa soll rund 40 Prozent betragen.

KONZEPT
- Doppelte Herausforderung -

Der Colt ist in mehrfacher Hinsicht ein neues Modell für Mitsubishi, unter anderem

    • weil das Karosserie-Konzept keine Gemeinsamkeiten mit dem Vorgängermodell aufweisen

 

    • weil er als Konkurrent nicht nur gegen japanische Mitbewerber, sondern gegen die führenden Marken in Europa antreten soll

 

    • weil er das erste Mitsubishi-Modell im europäischen B-Segment ist

 

    • weil die Marke gerade eine umfassende Neupositionierung vollzogen hat

 

    • weil er nicht mehr wie früher ein Einzelmodell ist, sondern als variantenreiche Modellfamilie in verschiedenen Ausführungen in Japan und Europa auftreten soll

 

Ein besondere Herausforderung für Mitsubishi liegt darin, dass der Colt in Europa mit 85 Prozent den deutlich größten Käuferanteil von Fremdmarken erobern muss. Doch gleichzeitig liegt darin auch die Chance, sich in einem besonders volumenträchtigen Segment dauerhaft zu etablieren.

Im B-Segment, mit einem Jahresvolumen von rund 4,3 Millionen Fahrzeugen der zweitgrößte Pkw-Marktbereich in Europa, wird der neue Colt mit einem geplanten Jahresabsatz von etwa 90.000 Einheiten* für Mitsubishi die Rolle des Volumenmodells übernehmen. Allerdings zeichnet sich der Colt im Vergleich zu anderen Volumenmodellen dadurch aus, dass er sich als Alternative zum Massengeschmack positioniert.

Ein eigener Weg
In einem Marktsegment, das seit langem von etablierten Größen, dichten Vertriebsnetzen und massivem Marketingeinsatz dominiert wird, schien es – gerade für einen Newcomer wie Mitsubishi – wenig sinnvoll, mit einem weiteren konventionellen Konzept in den Wettbewerb einzutreten.

Einerseits will MMC die Gelegenheit nutzen, mit dem Colt einem solch großen potenziellen Kundenkreis auch ein entsprechendes Angebot machen zu können, andererseits steht das Produkt aber auch für das eindeutige Bekenntnis des Unternehmens zum europäischen Markt.

Darüber hinaus zeigen die Neupositionierung der Marke und die Rückbesinnung auf ihre Wurzeln (Technikkompetenz, Qualität, Sportlichkeit, japanische Unternehmenskultur) mit dem Schwerpunkt Design Möglichkeiten auf, eigene Wege zu gehen.

Hinzu kam, dass Mitsubishi für den japanischen Markt einen modernen Nachfolger des Vorgängermodells Mirage (5. Colt-Generation in Europa) benötigte, bei dem hinsichtlich Design und Fahrdynamik das Erbe vorangegangener Modellgenerationen wieder stärker in den Vordergrund rückt.

Eine Modellreihe – zwei Charaktere
Im Verlauf der letzten zehn Jahre hat sich das europäische B-Segment wie andere Marktbereiche zunehmend in Unterkategorien aufgeteilt, um den Bedürfnissen und Wünschen der Kunden in optimaler Weise gerecht zu werden.

Vor diesem Hintergrund entschied Mitsubishi, mit drei- und fünftürigen Fließheckvarianten den Erwartungen europäischer Kunden entgegenzukommen, zugleich aber dieses Konzept neu und auf unkonventionelle Art zu interpretieren und dabei zwei prägende Charakterzüge herauszustellen:

    • Fünftürer: Statt mit einem Fließheckmodell konventioneller Machart (Peugeot 206, Toyota Yaris, VW Polo, etc.) oder einem Mini-MPV (Fiat Idea, Honda Jazz, Opel Meriva, etc.) segmenttypische Standards aufzugreifen, beschritt Mitsubishi einen Mittelweg und schuf ein geräumiges Fließheckkonzept mit Hochdach-Architektur und hoher Funktionalität, das jedoch keine Kompromisse im Hinblick auf Design, Aerodynamik, Ergonomie und Fahrdynamik erforderte.

 

  • Dreitürer: Statt lediglich eine dreitürige Version der Colt Limousine zu kreieren, wählte man eine emotionalere Lösung – coupéartige Proportionen, die zwischen der neuen Formensprache und der sportlichen Tradition der Marke eine Brücke schlagen.

Die Kürzel CZ3 beziehungsweise CZT in den Modellbezeichnungen drücken diese Philosophie aus und sind zugleich Referenz an die viel beachtete Konzeptstudie CZ2 aus dem Jahr 2001, welche die neue Designrichtung erstmals in die Öffentlichkeit brachte. „C” stand damals für „Concept”, während der „Z”-Code seinerzeit das Kompaktfahrzeug-Projekt bezeichnete, das später in „NCC” für „New Compact Car” umbenannt wurde. Heute steht „3” für die Zahl der Türen und „T” für die 150 PS starke Turboversion.

Neues Kundenprofil
Die design- und dynamikorientierte Neupositionierung von Mitsubishi in Europa bedeutet unter anderem, dass keine der jüngsten Neuerscheinungen wie Outlander, Grandis, Lancer Evolution VIII und Colt als direkter Nachfolger eines Vorgängers fungiert (Lancer <> Carisma, Grandis <> Space Wagon, etc.), sondern das Profil der Marke schärfen und ihre Attraktivität erhöhen soll.

Die Verschiebungen im Markenbild bedeuten zugleich einen radikalen demografischen Wandel. Denn neben dem Colt stehen auch die anderen neuen Modelle vor der Aufgabe, mittelfristig rund 85 Prozent der Käufer von Fremdmarken zu erobern.

Verkörperte der bisherige Colt ein vergleichsweise konventionelles Fahrzeugkonzept für etwas konservativere Zielgruppen, soll die neue Modellgeneration über Design, Variabilität und Preiswürdigkeit eine Klientel ansprechen, in der stil- und modebewusste weibliche Singles im Alter zwischen 18 und 35 Jahren sowie junge Familien dominieren.

Noch konsequenter in diese Richtung geht der betont sportliche Colt CZ3, der – vor allem in der 150 PS starken Turboversion Colt CZT – auf junge männliche Autofahrer in der Altersgruppe von 18 bis 30 Jahren zugeschnitten ist.

Neues Händlerprofil
Eine renommierte Marke und ein gutes Produkt indes garantieren noch keinen Erfolg, auch das Händlernetz spielt eine wichtige Rolle. Vor allem, wenn sich eine Marke mit neuen Produkten und erweiterten Zielgruppen vollständig neu aufstellt und einen Turnaround anstrebt.

Bei Mitsubishi wusste man, dass die 2003 in Kraft getretene GVO diesbezüglich einen positiven Beitrag leisten würde. MME sah die Neuerungen der GVO positiv und als Chance an und nutzte sie entsprechend für die Ausrichtung des 2.950 Stützpunkte umfassenden Händlernetzes hinsichtlich neuer Normen und Standards, die auch mit der neuen Positionierung der Marke und der Modellpalette in Einklang standen.

Die Festigung des veränderten Markenprofils wird eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, zumal die vorherige Positionierung Diskrepanzen zwischen den Märkten Nordeuropas (Pkw-orientiert) und Südeuropas (sportliche SUV´s) aufwies. Deshalb ist eine Evolution in der Markenwahrnehmung durch neue Modellgenerationen wie Grandis, Colt, Lancer Evolution VIII und Outlander Turbo besonders wichtig.

DESIGN
– Coupéartiger Auftritt –

Da Individualität und Design mehr denn je eine entscheidende Rolle bei der Emotionalisierung einer Marke spielen, profitieren Colt CZ3 und Colt CZT von ihrer Differenzierung zum Mainstream im B-Segment.

Inspirierender Charakter
Mit Sportlichkeit und einem coupéartigen Design schlägt der Colt CZ3 eine Brücke zwischen der 2001 vorgestellten Studie CZ2 und dem Colt Fünftürer und verkörpert mit formaler Eigenständigkeit eine betont dynamische Interpretation des Mitsubishi One-Motion-Designs. Mit seinem fünftürigen Modellgefährten hat er bis auf die Motorhaube und den Frontstoßfänger keine Karosseriekomponente gemeinsam.

Bei identischem Radstand (mit 2.500 der größte im B-Segment) und einer Länge von 3,81 Meter ist der Colt CZ3 sechs Zentimeter kürzer und drei Zentimeter niedriger als der 5-Türer. Außerdem verläuft die Frontscheibe flacher (26°), die Türen sind länger und die Radhäuser und Seitenschweller deutlicher ausgeprägt. Auch die Tropfenkontur der hinteren Seitenfenster, das dynamisch gerundete Steilheck mit den geteilten, horizontal angeordneten Rückleuchten sowie die markanten Charakterlinien in den Flanken und die exponierte Lage des Drei-Diamanten-Logos in der Front sind stilprägend für den Dreitürer.

Aerodynamik
Wegen der ausgeprägt sportiven Züge des Colt CZ3/CZT lag ein Entwicklungsschwerpunkt auf der aerodynamischen Effizienz mit einem niedrigen Luftwiderstandsbeiwert. Die Maßnahmen:

    • eine in Richtung Heck abfallende Dachkontur reduziert Verwirbelungen hinter dem Fahrzeug

 

    • seitliche Einzüge und Abrundungen optimieren die Anströmung und reduzieren ebenfalls Verwirbelungen am Fahrzeugheck

 

    • die angepasste Höhe des hinteren Stoßfängers reduziert auftriebserhöhende Unterströmungen

 

    • optimierte Frontstoßfänger fördern eine günstige seitliche Umströmung der Karosserie

 

    • ein Kunststoff-Frontspoiler führt die Luft um die Räder herum und beruhigt die Strömung unter dem Wagenboden

 

    • die Verkleidung des vorderen Unterbodens glättet ebenfalls die Unterströmung

 

    • Luftleitelemente im Heckbereich tragen zu einer effektiven Kühlung bei

 

    • Regenrinnen in den A-Säulen regulieren den Wasserabfluß ohne Beeinflussung der Aerodynamik

 

Als Resultat dieses Maßnahmenbündels besitzt der Colt Dreitürer mit cw = 0,32 bessere aerodynamische Eigenschaften als Hauptkonkurrenten wie der Peugeot 206 (0,34) und der Toyota Yaris (0,34).

Eine Basis für die erfolgreiche Aerodynamikentwicklung liegt in der intensiven Forschungsarbeit der MMC-Ingenieure, die bereits in der Entwurfsphase den Einsatz computerbasierter Simulationsverfahren (CFD = Computational Fluid Dynamics) einsetzten.

Das CFD-Verfahren stammt aus der Luft- und Raumfahrttechnik und zählt zu den fortschrittlichsten Entwicklungstechnologien. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass es aerodynamische Eigenschaften verschiedener Konfigurationen realistisch abbildet, bevor erste 3-D-Modelle im Windkanal getestet werden. Auf diese Weise reduzierte der Einsatz von CFD Entwicklungszeit und -kosten, gestaltete den Konstruktionsprozess schlanker und trug maßgeblich dazu bei, dass der Colt CZ3 eine hohe aerodynamische Effizienz aufweist und zugleich im neuen One-Motion-Design auftreten kann.

Ein europäisches Produkt
Der Colt-Dreitürer wird ausschließlich in Europa angeboten und ist wie der Fünftürer ein Produkt von Mitsubishi Design Europe (MDE), entwickelt unter der Leitung von Akinori Nakanishi. Nach Abschluss des Projekts kehrte Nakanishi nach Japan zurück, von wo aus er seit dem 22. Juni 2004 die weltweiten Designaktivitäten von Mitsubishi verantwortet.

Zu den Aufgaben von MDE zählte aber nicht allein die Gestaltung der äußeren Form des Colt CZ3, das im deutschen Trebur beheimatete Mitsubishi-Designstudio war auch für die Entwicklung des Interieurs einschließlich der Instrumenteneinheit, Sitze, Farben sowie Materialien und Innenverkleidungen zuständig. Weil sie auf den europäischen Geschmack abgestimmt sind, unterscheiden sich sowohl der Fünf- als auch der Dreitürer deutlich von den jeweiligen Japan-Versionen. Auch die wegweisende Konzeptstudie CZ2 aus dem Jahr 2001 stammte aus der Feder von MDE.

Klare Markenidentität
Dynamisch und elegant zugleich, zeigen Colt CZ3 und CZT die neue visuelle Identität von Mitsubishi mit dem Drei-Diamanten-Logo als optischem Zentrum. Ein bekanntes und renommiertes Markenzeichen, das die Designer seinem Status entsprechend positionierten. Angesichts der markanten Dreieckskontur entstand die Hintergrundform eines Dihedrons quasi von selbst, da diese Zusammensetzung am wirkungsvollsten den angestrebten Diamantglanz-Effekt erzeugt. Es ist eine Renaissance für Mitsubishi und ein Tribut an die Modellgeneration der sechziger Jahren. Die rückgratartige Erhebung auf der Motorhaube vermittelt Bewegung, wie es einer sportlich geprägten Marke wie Mitsubishi gut zu Gesicht steht.

Konzeptstudie CZ2
Noch deutlicher als der Fünftürer teilt der Colt CZ3 seine expressive Formensprache mit der 2001 vorgestellten Studie CZ2, ohne dass die beiden Fahrzeuge eine Komponente gemeinsam hätten. Zu den Gemeinsamkeiten zählen:

    • die Frontpartie

 

    • die ungewöhnliche Fronthaubenkontur mit seitlichen Abschrägungen

 

    • ein langer Radstand (2.500 mm) und breite Spurmaße (1.460 mm vorn, 1.445 mm hinten), die optisch einen sicheren Stand vermitteln

 

    • die Klarheit der Linienführung

 

    • die großflächige Frontscheibe (1,06 m²)

 

    • das Scheinwerferfinish mit edelsteinartigen, pfeilförmigen Seitenblinkern

 

    • die Art, mit der sich Scheinwerfer, Fronthaube und Stoßfänger zu einer Einheit verbinden

 

In der Rückansicht liegen wesentliche Übereinstimmungen zwischen Colt CZ3/CZT und CZ2 in der dynamisch gerundeten Heckkontur, den geteilten, horizontal angeordneten Rückleuchten, markanten Charakterlinien in den Fahrzeugflanken sowie – analog zur Frontansicht – in der exponierten Lage des Drei-Diamanten-Logos auf einer Erhebung, die der Kontur eines Rückgrats nachempfunden ist.

Eindruck von Bewegung
Durch verschiedene Details vermitteln Form und Konturen des Colt-Dreitürers den Eindruck von Dynamik und Bewegung. Dazu gehören:

    • ein vom Markenlogo in die Fronthaube hineinlaufendes „Rückgrat”

 

    • flankierende „Charakterlinien”, die Frontscheibe, Radhäuser und Stoßfänger zu einer Einheit verbinden

 

    • ein flacher Frontscheibenwinkel (26 Grad), der dem Fahrzeugprofil zusammen mit dem abgerundeten Heck eine offensive Anmutung verleiht

 

    • stark ausformte Radhäuser

 

    • eine nach hinten ansteigende Gürtellinie

 

    • pfeilförmige Seitenblinker

 

    • markante 16-Zoll-Räder

 

Dazu kommen die in Richtung Heck abfallende Dachkontur, breite Seitenschweller, lange Türen, deutlich ausgeformte Seitenpartien und tropfenförmige hintere Seitenfenster – Einzelheiten, deren Gesamtkomposition dem Colt CZ3/CZT ein ausdrucksvolles Erscheinungsbild verleiht.

Modern und innovativ
Wie erwähnt, zählte neben dem Exterieurdesign die komplett neue Innenraumgestaltung der Europa-Versionen des Colt Fünftürers und des Colt CZ3 zu den Aufgaben von Mitsubishi Design Europe. Ein ungewönlicher Schritt, beschränkte sich dies doch gewöhnlich auf reine Anpassungen von Farben und Bezugsstoffen. Dennoch hielt man bei Mitsubishi den Aufwand für gerechtfertigt, um sich optimal auf die Wünsche und Vorstellungen europäischer Kunden einstellen zu können und eine Imagewirkung zu erzielen, die dem Profil der Marke entspricht.

So ersetzen dunkle Grundtöne und transluzente (lichtdurchlässige) Materialien die beigefarbenen Stoffe und Holzapplikationen der Japan-Versionen, hinzu kommen Sitze mit strafferen Führungseigenschaften und die Wahl zwischen einem manuellen und einem automatisierten Schaltgetriebe. Der jeweils sportlich kurz ausgeführte Wähl- beziehungsweise Schalthebel befindet sich dem fahrerorientierten europäischen Stil entsprechend auf dem Fahrzeugboden, während die Schaltmimik der japanischen Ausführungen an der Lenksäule positioniert ist.

Beim Interieur des CZ3 prägte die europäische Mitsubishi-Designzentrale einen modernen und innovativen Stil mit neuen Materialien und Oberflächen, die bisher im Automobilbau nicht bekannt waren. Dazu zählen:

    • Transluzente Bauteile: Diese Materialien sind von Konzeptstudien und aus der Computertechnik bekannt, im Großserien-Automobilbau wurden sie bisher nicht benutzt. Zum Einsatz kommen sie im Colt CZ3 bei den Rundknöpfen der Audio- und Klima-Bedienung und – ein ungewöhnliches Stilelement – als Verbindung von Instrumententafel und Mittelkonsole zum Einsatz. Durch Hinterleuchtung erzeugen diese transluzenten Interieurkomponenten bei Dunkelheit eine entspannende Cockpitatmosphäre

 

    • Technisch anmutende Oberflächen: Anstatt wie allgemein üblich mit Kunst-stoffoberflächen natürliche Materialien und deren Formgebung zu imitieren, entwickelte MDE eine Struktur, die sich in das Ambiente moderner Autos harmonisch einfügt: Winzige Quadrate in den Oberflächen des Instrumententrägers und der Türverkleidungen unterstreichen den technischen Charakter des Fahrzeugs

 

In seiner dezenten Sportlichkeit entspricht das Interieur des Colt Dreitürers seinem äußeren Erscheinungsbild. Dazu gehören überdeckte Instrumente im italienischen Stil, ein sportliches Dreispeichen-Lenkrad sowie silberfarbene Schalter und Knöpfe.

Passend dazu verfügen die Vordersitze über sportliche Führungswangen und Polsterungen aus schwarzem Textilstoff mit eingeprägten Digital-Motiven. Als Option stehen – je nach Markt - in rot und schwarz gehaltene Ledersitze zur Wahl.

Auf Wunsch sind außerdem verfügbar:

    • das Interieur „Elegant Sport” mit roten Sitzpolstern, grauer Innenverkleidung und silberfarben transluzierenden Applikationen – unter anderem in Kombination mit der Außenfarbe „Illusion Blue” (hell blaugrau-metallic)

 

    • das Interieur „Individual Sport” mit schwarzen Sitzbezügen, schwarzer Innenverkleidung und Digital-Motiven (analog zum Fünftürer), eine Ausführung mit eher kühl-funktionalem Ambiente.

 

Wie alle Mitsubishi-Modelle neuester Generation verzichtet der Colt CZ3 auf vordergründige Showeffekte. Er ist weder „overstyled” noch angepasst, sondern präsentiert sich zeitlos elegant, charaktervoll und mit dezentem Understatement.

RAUMKONZEPT
– Durchdacht und effizient –

Obgleich sich Colt CZ3 und CZT im Design eng an die Konzeptstudie CZ2 anlehnen, weisen sie im Format große Übereinstimmung mit der fünftürigen Modellvariante auf. Bei identischen Grundmaßen in Radstand und Spurweite sowie vergleichbarer Hochdach-Architektur stellt auch der Dreitürer ein wesentlich größeres Raumangebot zur Verfügung, als es seine sportlichen Proportionen vermuten lassen.

Seine enorme Geräumigkeit kombiniert der CZ3 mit einer hohen Variabilität, die sich allerdings im Hinblick auf die unterschiedlichen Zielgruppen von der des Fünftüreres unterscheidet. Die entsprechenden Merkmale sind:

    • Rückbanklehne im Teilungsverhältnis 60 zu 40 umklappbar

 

    • Rückbanklehnen neigungsverstellbar (60:40)

 

    • Rückbank in Längsrichtung komplett (einteilig) verschiebbar (150 mm)

 

    • Rückenlehne (geteilt) und Sitzkissen (komplett) nach vorn klappbar

 

Dies ermöglicht ein maximales Ladevolumen von 535 Liter nach VDA-Standard (gemessen bis Höhe Oberkante Sitzlehnen) und stellt in dieser Fahrzeugklasse einen ausgezeichneten Wert dar (Peugeot 206: 486 l; Toyota Yaris: 577 l), vor allem angesichts der coupéähnlichen Karosserieform des CZ3.

Zum Verstauen besonders langer und sperriger Gegenstände lässt sich darüber hinaus die Lehne des Beifahrersitzes nach vorn umlegen, außerdem bietet der Innenraum zahlreiche Stau- und Ablagemöglichkeiten. Dazu zählen:

    • eine kühlbares Handschuhfach mit Raum für eine 1,5-Liter-Flasche

 

    • eine Bodenkonsole mit „Multi-Box” einschließlich dreier Tringefäßhalterungen (vorn zwei, hinten eine),Netztaschen an den Vordersitz-Rückseiten (in Deutschland ab Ausstattung „invite“

 

    • seitliche Ablagen an den Vordersitzen

 

    • ein Schubfach unter dem Beifahrersitz (in Deutschland ab Ausstattung „invite“)

 

Darüber hinaus verfügen Colt CZ3 und Colt CZT über weitere Komfortelemente, wie zum Beispiel:

 

  • Kindersitz-Befestigungspunkte nach ISOFIX-Standard auf den Außenplätzen im Fond

 

DYNAMIK
– Sportlich und fahraktiv –

Was der Colt CZ3 durch sein Äußeres verspricht, setzt er analog zu Outlander und Lancer Kombi Sport in Fahrdynamik um. Zur hohen aktiven Sicherheit von Colt CZ3 und Colt CZT tragen unter anderem eine ergonomische optimierte Sitzposition und der gegenüber dem Fünftürer um zwanzig Millimeter abgesenkte Fahrzeugschwerpunkt bei.

Elektrische Servolenkung
Serienmäßig verfügt der Colt Dreitürer über eines der modernsten derzeit verfügbaren elektronischen Lenkungssysteme, was verschiedene Vorteile mit sich bringt. Dazu gehören:

    • rund 2,5 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch gegenüber konventionellen hydraulischen Lenkungen

 

    • besseres Gefühl für das Handling durch die Möglichkeit einer Feinanpassung der Regelsoftware

 

    • größere Wartungsfreundlichkeit aufgrund fehlender Pumpen und Hydraulikleitungen

 

ABS+ EBD + TCL+ ESP = M.A.S.C
Fahrer des Colt CZ3 können sich auf ein leistungsfähiges Bremssystem (1,3-/1,5-Liter-Benzinmotoren, 95-PS-Diesel: Scheibenbremsen rundum) mit exzellenten Bremswegen (100 – 0 km/h) in der Größenordnung von 38 Metern (Testmethode „auto motor und sport“) verlassen. ABS und die elektronische Bremskraftverteilung EBD (Electronic Brake Force Distribution) sind gleichfalls Bestandteil der Standardausrüstung, wobei im ABS-System eine neue, besonders leistungsfähige Sensorik zum Einsatz kommt.

Als Option steht das von Mitsubishi entwickelte elektronische Stabilitätsprogramm „M.A.S.C” (Mitsubishi Active Stability Control) zur Verfügung; ABS, EBD und die Traktionsregelung „TCL” sind in diesem System enthalten.

Die ECU (Electronic Control Unit) des M.A.S.C. erfasst und verarbeitet über eine hoch entwickelte Sensorik Größen wie Fahrgeschwindigkeit, Querbeschleunigung, Gierrate und Lenkwinkel. (Signale an die ECU senden auch die Brems- und Handbremshebel-Schalter sowie der Füllstandsmesser im Bremsflüssigkeitsbehälter). Die Informationen geben dem Steuergerät ein physikalisch präzises Abbild des gegenwärtigen Fahrzustands, den das System in bestimmten Situationen aus Sicherheits-gründen durch Eingriffe in Bremssystem oder Motormanagement korrigiert. Zum Beispiel:

    • zum Entschärfen kritischer Situationen (Schleudern), die zu Unfällen führen können sowie

 

    • zur Risikominimierung von Seitencrashs und seitlichen Überschlägen nach doppelten Fahrspurwechseln

 

Damit die Sicherheitsvorteile jederzeit zur Verfügung stehen, ist M.A.S.C nicht abschaltbar. Fahrbahnwechsel, zum Beispiel aus grobem Gelände oder tiefem Schnee auf griffigen Asphalt, werden von der Programmierung der Traktionskontrolle erkannt.

Die Traktionskontrolle TCL- verhindert mit Eingriffen in Motormanagement und Bremsen Radschlupf, beispielsweise beim Anfahren am Berg oder auf unbefestigtem, rutschigem Untergrund, - sorgt für sicheres Anfahren auf einseitig glatter Fahrbahn, - verhindert Traktionsverluste und Untersteuern beim starken Beschleunigen in Kurven.

Top-Handling und hoher Federungskomfort
Ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk (Einzelradaufhängung, Schraubenfedern und Querstabilisator vorn; Verbundlenkerachse und Schraubenfederrn hinten), der lange Radstand (2.500 mm) sowie breite Spurmaße (1.460 mm vorn/1.445 mm hinten) sorgen für hohe Spur- und Kurvenstabilität und generieren darüber hinaus ausgezeichnete Komfortreserven.

Auf Basis dieser bewährten Grundkonstruktion nahmen die Karosserie- und Fahrwerksspezialisten von Mitsubishi Feinabstimmungen vor, um in optimaler Weise den Anforderungen europäischer Straßen zu entsprechen. Dazu zählen

vorn:

    • massive Querträger mit steifer Fahrwerksanbindung für präzises Handling

 

    • reibungsminimierte Federn für verfeinertes Ansprechverhalten

 

    • gelochte Querlenker zur Gewichtseinsparung

 

hinten:

    • spurkontrollierende, unter Seitenkrafteinfluß auf Vorspur gehende Spurbuchsen für präzises Handling

 

    • extrem steife Stützlager

 

    • komfortoptimierte Stoßdämpferanordnung

 

Optional stehen für den Colt CZ3 spezielle 16-Zoll-Leichtmetallräder zur Verfügung (außer 1,1-Liter-Benziner und 68-PS-Diesel), im B-Segment ein eher seltenes Ausstattungsmerkmal. Verfügbar sind außerdem 14- und 15-Zoll-Räder in Stahl- und Leichtmetallausführung sowie verschiedenen Designs. Weitere Räder in unterschiedlichen Optiken hält das Zubehörprogramm bereit.

 

Rate this item
(0 votes)

More in this category:

Preisentwicklung Diesel

Preisentwicklung Super E10

Preisentwicklung Super E5

Zum Seitenanfang