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Es ist beileibe kein Zufall, dass die Van-Familie immer größer wird. Die Autos, in die man nach oben einsteigt und von deren Fahrersitz der Blick in die Ferne schweift, sind praktisch, variabel und bieten viel Raum zum Leben. Mitsubishi hat nun den Grandis ins Rennen geworfen und äußerlich betrachtet gehört er zu den auffälligen Vertretern seiner Gattung. Das charakteristische Gesicht, das nun die Marke eindeutig signalisiert, wirkt gleichzeitig modisch und irgendwie freundlich.

 

Die Seitenansicht mit dem eleganten Dachschwung hat was Coupé-artiges an sich und verzichtet auf gerade Kanten und gekrümmte Sicken, verchromte Leisten und beulenartige Auswölbungen. Glätte kann auch schön sein - die Falten kommen von alleine. Im Inneren des Vans herrscht ebenfalls die Strenge der einfachen Formensprache, die ohne Firlefanz auskommt. Alles ist selbsterklärend. Der Armaturenträger, aus dem in der Mitte der Schalthebel ragt, ist ergonomisch korrekt angelegt und sieht auch noch gut aus. Reinsetzen und wohl fühlen, was will man mehr. Der 2,4 Liter Benzinmotor mit 121 kW/165 PS hat wenig Mühe, die 1730 kg (mit Fahrer) in Bewegung zusetzen und in 10 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen (Werksangabe). Die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h reicht aus, flott weit fahren zu können. Doch wäre ein gleich starker Diesel womöglich vorzuziehen - wenn es ihn schon gäbe. Denn der Verbrauch des Benziners steigt bei Reisetempo auf 12 Liter pro 100 Kilometer. Bei 65 Liter Tankinhalt ergibt das nur eine durchschnittliche Reichweite.

Die Nutzbarkeit des Innenraums, seine Variabilität und sein Komfort sind jedoch die für einen Van die ausschlaggebenden Qualitäten. Der Grandis schneidet in diesen Kriterien glänzend ab. Die Zahl der Ablagen reicht dazu aus, jeglichen Kleinkram sicher unterzubringen. Das Handschuhfach ist riesig, zwischen den Sitzen, auf dem Armaturenbrett, unterm Lenkrad oben an der Dachkonsole und in den Türen ist Raum, Becherhalter sind reichlich vorhanden und an den Rückseiten der Vordersitze gibt es Tische zum Aufklappen.

Bis zu sieben Reisende finden Platz. Die Ausstattungsvariante Invite verfügt über sieben Sitze in drei Reihen. Die zweite Reihe besteht aus einer teilbaren und 15 Zentimeter in Längsrichtung verschiebbaren Sitzbank. Die zwei Einzelsitze in der dritten Reihe lassen sich so umklappen, dass eine glatte Ladefläche entsteht. Werden die Sitze genutzt, fasst der dahinter liegende Kofferraum noch 320 Liter Gepäck. Bei umgeklappten Sitzen verdoppelt sich das Laderaumvolumen. Die Ausstattungsversion Intense gibt es auch als Sechssitzer. Statt der Sitzbank in Reihe zwei finden zwei Einzelsessel ihren Platz in der Reihe. Ganz pfiffig für die Vesperpause unterwegs: die hinteren Einzelsitze lassen sich um 180 Grad umdrehen, so dass man hinten rausgucken kann und dabei sogar noch ein Dach überm Kopf hat.

Aktive und passive Sicherheit lassen keine Wünsch offen: ABS, Bremsassistent, elektronische Bremskraftverteilung, Fahrsicherheitssystem mit ESP (Aufpreis) und Traktionskontrolle, sowie auf der passiven Seite Front-, Seiten- und Kopfairbags, letztere auch für die zweite Sitzreihe. Die Basisausstattung des Invite umfasst elektrische Fensterheber, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, Klimaautomatik und einen Dachspoiler mit Bremsleuchte in der Mitte.

So angenehm der 2,4 Liter-Motor sich bei Leerfahrt verhält, bei voller Beladung (das zulässige Gesamtgewicht beträgt 2250 kg) kommt der Motor an seine Grenzen. Der an sich leise Lauf wirkt dann an Steigungen, wo höhere Drehzahlen nötig sind, etwas angestrengt. Das Getriebe schaltet sich angenehm leicht, auf Wunsch ist eine Automatik gegen Aufpreis erhältlich. Die Fahreigenschaften gehören wie der Innenraum zur Schokoladenseite. Alles geht leicht von der Hand, der Grandis lässt sich sportlich fahren und bleibt doch komfortabel. Lange Fahrten sind sein Metier und immer kann man die ganze Familie oder die besten Freunde mitnehmen. Und sauber ist er auch: er erfüllt die Euro 4 Abgasnorm.

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