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Nissan Micra 1,5 dCi

Es gibt Autos, die scheinen zu lächeln. Der Nissan Micra ist so einer. Und er zaubert den Menschen ein Lächeln ins Gesicht, wenn er an der Ampel steht. Den Ausspruch "ist der süß", vorzugsweise von jungen Damen, ist in seiner Anwesenheit häufiger zu hören. Ob er auch dem Fahrer - oder der Fahrerin, denn die meisten Käufer der Knutsch-Kugel sind Frauen - ein Lächeln ins Gesicht zaubert, soll der 1,5-Liter dCi beweisen.

 

Der Micra setzt außen auf Design. Die ungewöhnlichen Scheinwerfer vorn wie hinten, die fast schon üppigen Formen seiner Rundungen sprechen das Auge an und unterscheiden ihn angenehm vom automobilen Einheitsbrei. Doch die Rundungen haben auch Nachteile. Die Übersicht ist schlecht, Einparken gerät zum Glücksspiel, weil weder Motorhaube noch Heckklappe im Sichtfeld des Fahrers liegen. Dafür ist die Kopffreiheit auf allen Plätzen dank des kugeligen Daches gut und auch die Platzverhältnisse im Fond sind recht ordentlich, vor allem, wenn die Rückbank ganz nach hinten geschoben wird. Dann bleiben noch 253 Liter Kofferraum. Bei umgeklappten Rücksitzen sind es sogar 982 Liter - ein sehr guter Wert für einen Kleinwagen. Obwohl der Micra kürzer ist als der Vorgänger, hat er mehr Platz. Ein zusätzliches Fach befindet sich unter der Sitzfläche des Vordersitzes (ab Ausstattung Akzenta).

Auch innen ist der Micra gut gemacht. Das Hartplastik des Armaturenträgers wirkt sehr hochwertig, die Schalter für die Klimaanlage sind zwar aus Plastik, aber in edler Elfenbein-Optik gehalten. Nach seiner Überarbeitung wirkt der Micra noch hochwertiger als zuvor. Die Bedienung ist einfach. Eine Besonderheit: Im Bordcomputer lassen sich Termine oder auch Geburtstage einspeichern. Die zeigt er dann am entsprechenden Tag an.

Auch wenn die Sitze auf den ersten Blick besonders ausgeformt erscheinen, bieten sie ordentlichen Seitenhalt und lassen den Rücken auch auf längeren Strecken nicht im Stich. Ähnlich wie bei Allianzpartner Renault reicht es, sich dem Fahrzeug anzunähren, dann lassen sich Türen auch ohne Druck auf die Fernbedienung öffnen. Gestartet wird nicht mit einem Schlüssel, sondern einem Drehknopf am Lenkrad.

Der Motor im Diesel-Micra stammt von Renault, wo er auch im Mégane oder im Scénic Dienst tut. Kein Wunder also, dass er mit dem kleinen Micra keine Mühe hat. Er beschleunigt wirklich flott und versetzt auf der Autobahn am Berg den einen oder anderen Fahrer größerer Autos in Erstaunen, weil er leicht vorbei zieht. 60 kW/82 PS klingen nicht viel, müssen aber auch nur knapp 1100 Kilo schleppen. Da reichen 195 Newtonmeter Drehmoment locker aus. Offiziell rennt der Mirca 167 km/h, aber auch Tempo 190 auf der Autobahn sind leicht zu erreichen. Bis 150 km/h ist er leise, danach verleugnet der Diesel seine Arbeit nicht mehr. Nissan gibt den Verbrauch optimistisch mit 4,5 Litern an, im Testfahrzeug waren es sechs Liter Diesel, die der Micra konsumierte. Es könnte weniger sein, aber die Motor-Getriebe-Abstimmung des Micra ist eher sportlich gewählt als auf Sparsamkeit getrimmt.

Fast schon sportlich auch die Abstimmung des Fahrwerks. Der Kleine wuselt flink um die Ecken, trotzdem bleibt der Komfort ordentlich. Über Schlaglöcher rollt er souverän hinweg, auf langen Bodenwellen schaukelt er ein wenig auf. Insgesamt ist den Japanern hier aber ein guter Kompromis zwischen Komfort und Nehmerqualitäten gelungen. Unverständlich allerdings, dass es für den Diesel kein ESP gibt, für die beiden stärkeren Benziner allerdings schon. Auch Kopfairbags in den Seitenholmen sind nur in Verbindung mit bestimmten Motoren erhältlich. Ansonsten ist die Sicherheitsausstattung mit ABS und Bremsassistent komplett.

Fazit: Der Micra ist ein moderner Kleinwagen ohne echte Schwächen. Er hat genug Platz und macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Dazu bietet Nissan gute Garantien: Drei Jahre oder 100 000 Kilometer. Ein Schnäppchen ist er allerdings nicht: In der Top-Ausstattung Tekna kostet der Micra in Verbindung mit dem Diesel 15 780 Euro. Dazu muss er alle 15 000 Kilometer zur Inspektion. Die Basis startet bei 10 940 Euro. Aber vielleicht tröstet es den Fahrer über den Preis hinweg, wenn ihn sein Auto vorm Einsteigen jedes Mal anlächelt. Zumal die Mitbewerber vergleichbar ausgestattet auch nicht unbedingt günstiger sind.

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