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Opel Vectra Caravan Elegance 1,9 CDTI Ecotec

Die Caravanversion der Opel-Mittelklasse war immer die Inkarnation der Opel-Seele: viel Platz, solide Technik und lange Lebensdauer. Aber kaum einer hat sich je nach einem Opel Caravan umgedreht, weil er gut aussah. Wer Nutzen erwartet, vermisst die Schönheit nicht.

 

Der Vectra Caravan des Jahrgangs 2004 braucht sich allerdings nicht mehr auf vermeintliche Sekundärtugenden zu verlassen. Er hat die Eigenschaften, die Opel immer ausgezeichnet hat und dazu das Quentchen Glamour, das den Blick einfängt.

Tief heruntergezogene Frontschürze mit drei Lufteintrittsöffnungen, schräg geschnittene Klarglasscheinwerfer, die Motorhaube mit einer Sicke in der Mitte, klassisch geschwungene Dachlinie mit Dachreling - das passt alles fein zusammen, besonders im neuerdings geschmähten Farbton silbermetallic. Das Heck des Caravan noch eindrucksvoller: große Heckleuchten, die zur Hälfte in de Heckklappe eingebaut sind und seitlich umlaufen bis zum hinteren Seitenfenster; massive Stoßfänger in Wagenfarbe und eine sanft gewölbte Heckscheibe.

Der Vectra Caravan ist ein großes Auto. Dank seines langen Radstands von 2,83 Metern bietet er reichlich Knieraum für die Fond-Passagiere und mit bis zu 1850 Liter den größten Gepäckraum seiner Klasse. Der Innenraum strahlt kühle Sachlichkeit aus. Die metallische Anmutung des Kunststoffes wirkt geradezu klinisch rein. Die sauber gezeichneten Instrumente überzeugen durch gute Ablesbarkeit. Der Bildschirm des Navigationsgerätes liegt angenehm hoch. Breite Sitze genügen auch großen Menschen, und die elektrische Verstellbarkeit macht das Finden der richtigen Position sehr einfach.

Der 150 PS starke Motor überrascht mit einer gewissen Anfahrschwäche. "Wann geht's denn los?", denkt man, aber nur so lange bis der Zeiger des Drehzahlmessers die 2500 erreicht hat. Dann kommt der Caravan schlagartig ins Laufen und zwar vehement: In 10 Sekunden ist die 100 km/h-Marke erreicht und erst mit 210 Stundenkilometern ist Schluss. Das Sechsganggetriebe schaltet sich perfekt. Die Geräuschentwicklung bleibt im erträglichen Bereich und ist deshalb langstreckentauglich.

Der 1.9 CDTI Motor arbeitet mit einem Multiinjection-Einspritzsystem der neuesten Generation und entwickelt ein maximales Drehmoment von 315 Nm. Erstmals bei Opel hat dieser Motor serienmäßig ein wartungsfreies Diesel-Partikelfilter-System (DPF). Dieser Rußfilter kommt ohne Additive aus. Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Leistung sollen nahezu auf dem gleichen Niveau wie beim Betrieb ohne Filter bleiben. Im Zusammenwirken mit einem motornahen Vor- und einem Unterflur-Katalysator werden laut Opel alle Abgas-Emissionen wirksam reduziert. Das bringt eine Schadstoff-Einstufung nach Euro 4.

Raum für Menschen und Gepäck erwartet man beim Kombi und speziell beim Opel Caravan. Und da wird keiner enttäuscht. Beispielsweise beträgt die Ladelänge des Gepäckraums von der Hecktür bis zu den Vordersitz-Rücklehnen mehr als zwei Meter. Die Rücksitzbank ist teilbar, so dass für unterschiedlichen Platzbedarf die passende Lösung zur Verfügung steht. So leicht haben wir selten ein großes 28er Fahrrad mit ausladendem Lenker in den Gepäckraum schieben können. Die Fernbedienung der Heckklappe erleichtert das Beladen, weil größere Gepäckstücke nicht erst abgestellt werden müssen. Als besonders empfehlenswerte Sonderausstattung für den riesigen Gepäckraum muss der Flex-Organiser genannt werden, ein System aus Netzen, Stangen und einer flexiblen Trennwand zur Unterteilung der Ladefläche in zwei Bereiche und elf verschiedene Positionen.

Die stramme Dämpfung des Fahrwerks trägt zur Agilität des großen Wagens bei. Wie beim Astra kombiniert Opel das elektronische Stabilitätsprogramm mit der Traktionskontrolle, dem Kurvenkontrollbremssystem, dem ABS, der Bremskraftverteilung und der elektrohydraulischen Servolenkung zum "Interaktiven Dynamischen Fahrsystem". Das allgemein gelobte IDS sorgt dafür, dass in kritischen Situationen das Fahrzeug mit selektiven Bremseingriffen an bis zu drei Rädern nahezu unmerklich für den Fahrer auf Kurs gehalten wird und dass Vectra fahren richtig Freude macht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wagen unter voller Ausnutzung der Zuladung mit über 2000 Kilo Gewicht unterwegs ist oder der Chauffeur mal eben alleine eine Runde dreht. Dies vermutete man früher eigentlich nicht bei einem nutzenorientierten Kombi von Opel.

Ausstattungsmäßig bietet die Elegance Version alles, was der Mensch zum Fahren braucht. Was der Kunde gerne zusätzlich haben möchte, findet er in der 20seitigen Liste der Versuchungen. Da steht auch das gelobte IDS-Fahrwerk mit 690 Euro, der erwähnte Flex-Organiser für 210 Euro und das adaptive Fahrlicht für 1180 Euro. Letzteres besteht aus Bi-Xenon Scheinwerfern mit Kurven-, Kreuzungs- und Autobahnlicht. Ohne diese drei Schmankerl kostet der Wagen 27 545 Euro, mit sind es knapp 30 000. "Mit" ist auf jeden Fall empfehlenswert.

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