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Nachkommen haben es manchmal schwer, besonders in der dritten Generation. Auch der Seat Toledo wird in eine schwere Zeit hinein geboren, doch kommt er mit besseren Voraussetzungen als manche seiner Konkurrenten. Seine Mutter Seat nämlich stemmt sich erfolgreich gegen den negativen Strom des Marktes. Um 1,3 Prozent ist der Pkw-Gesamtmarkt im ersten Halbjahr in Deutschland zurückgegangenen - Seat konnte seine Marktposition gegen den Trend ausbauen.

 

Mit 30 018 Neuzulassungen liegen die Spanier auf dem Niveau des Vorjahres und erreichen jetzt einen Marktanteil von 1,81 Prozent nach 1,76 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zurückzuführen ist die erfolgreiche Entwicklung auf die Neupositionierung der Marke und deren konsequente Umsetzung bei der Modellpolitik.

Seat hat es endgültig geschafft, hat sich als Anbieter betont design-orientierter und sportlicher Fahrzeuge innerhalb des VW-Konzerns profiliert und etabliert. Dazu bedurfte es neben eines adäquaten Qualitätsmanagements und kongenialer Triebwerke, die Seat sukzessive aus dem VW-Regal in seine Modelle implantiert, vor allem einer eigenen Designsprache. Die hat der Altea als erster in die Serie eingeführt, und zwar so überzeugend, dass das Multi Sports Vehicle schon lange vor der Markteinführung diverse Preise für sein herausragendes Design und innovatives Konzept einheimste. Der fulminante Start des "Trägers der DNA" des künftigen Seat-Designs gibt den Verantwortlichen in Mörfelden zu den schönsten Hoffnungen Anlass: Sie versprechen sich eine Fortsetzung des positiven Trends auch im zweiten Halbjahr 2004, den auch der neue Toledo untermauern soll.

Der neue Toledo setzt die neue spanische Designsprache konsequent fort: Die Ähnlichkeiten mit dem neuen Toledo sind massiv und unübersehbar. Bei 4,46 Metern Länge, 1,77 Metern Breite und 1,57 Metern Höhe bietet der neue Toledo fünf Sitzplätze, ein großzügiges Raumgefühl und einen doppelbödigen Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 501 Litern. Die geteilte Rückbank lässt sich umklappen, und dann schluckt der Toledo bis zu 1562 Liter. Solche Werte besitzt üblicherweise nur ein Kombi. Bei maximal 600 Kilogramm Zuladung (je nach Modellvariante) ist Schluss, und auch das ist eine Menge. Sehr eigenwillig: die riesengroße Heckklappe mit dem Knick, die ein wenig an den Renault Vel Satis erinnert, sich in der optischen Anmutung jedoch über die französische Lösung erhebt.

Auch im Innenraum geht es großzügig und flexibel zu. Der Fahrer fühlt sich auf Anhieb wohl in dem charaktervollen Interieur, in dem runde und ovale Formen dominieren. Bequeme und ergonomisch geformte Sitze gewähren bei schnellen Kurvenfahrten exzellenten Seitenhalt, und auch im Fond muss niemand die Beine zusammenfalten, um einigermaßen Platz zu finden. Die Rücksitze sind vollständig umklappbar und verwandeln den Toledo mit zwei Handgriffen in einen Quasi-Transporter. Eine der herausragenden Neuerungen beim neuen Toledo ist die Bluetooth-Technik, die eine kabellose Standardverbindung zwischen verschiedenen Mobilgeräten ermöglicht. Hauptvorteil dieser Technik ist, dass keine physische Verbindung zwischen Mobiltelefon und Fahrzeug nötig ist, wenn man eine Freisprechanlage nutzen will.

Seat bietet für den Toledo vier Motoren an. Stärkster Benziner ist der 2.0 FSI mit 110 kW/150 PS, gefolgt vom 1.6 Liter mit 75 kW/102 PS. Bei den Dieselmotoren markiert der 2.0 16V TDI mit 103 kW/140 PS die Leistungsspitze, alternativ dazu gibt es den 1.9 TDI mit 77 kW/105 PS. Die Zweiliter FSI- und TDI-Versionen sind serienmäßig mit einem Sechsganggetriebe gekoppelt. Für den FSI ist zudem eine Sechsgangautomatik mit sequenzieller Tiptronic, für den TDI die neue direkt schaltende Sechsgangautomatik DSG verfügbar. Die Kombination von 140 Diesel-PS und Sechsgang-DSG passt hervorragend zum Toledo. Drauf treten und ab geht die Post: In 9,9 Sekunden beschleunigt er den Toledo von 0 auf 100 km/h und bis auf eine Spitze von 201 km/h. Dass er sich dafür mit glatten 6,0 Liter Diesel pro 100 Kilometer bescheidet, macht ihn nicht nur für Ästheten, sondern auch für Sparfüchse interessant. Zu einem späteren Zeitpunkt folgt als Topmotor der 2.0 TFSI, ein Vierzylinder mit Turbolader und Ladeluftkühler, der aus dem Audi A3 Sportback bekannt ist und 147 kW/200 PS leistet.

Das Toledo Agil-Fahrwerk mit der neu konstruierten Federbeinvorderachse und der Mehrlenkerhinterachse zeigt sich selbst sportiven Anforderungen durchaus gewachsen. Ein paar kleine Komfortschwächen muss man für die sportliche Auslegung allerdings in Kauf nehmen. Die neue elektromechanische Servolenkung sorgt für sehr guten Kontakt zur Fahrbahn und setzt jeden Lenkbefehl direkt und unmittelbar um. Er macht Spaß, der Seat Toledo  nicht nur beim Anschauen, sondern auch beim Fahren. Fahrer- und Beifahrerairbag sowie Seiten- und Kopfairbags sind ebenso serienmäßig wie ABS, TCS und ESP mit dem elektronischen Bremsassistenten EBA (Emergency Braking Assistence).

In den vier Ausstattungsvarianten "Reference", "Sport", "Stylance" und "Sport-U"" kommt der Seat Toledo auf den Markt. Die Basis "Reference" verfügt neben elektrischen Fensterhebern vorn und Zentralverriegelung auch über den doppelten Kofferraumboden. Die Klimaanlage jedoch gibt es nicht serienmäßig, die wollen sich die Spanier extra bezahlen lassen. Im Stylance kommt noch ein CD-Radio sowie eine Klimaautomatik, elektrische Fensterheber hinten und ein Tempomat hinzu.

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