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Als Volkswagen im Jahre 1991 bei dem tschechischen Unternehmen einstieg, lagen die Kleinwagen Favorit und Forman mit im Einkaufskorb. Sie wurden etwas aufgepäppelt, fristeten aber ihr auslaufendes Leben im Keller der Verkaufsstatistik bis1994 der Felicia erschien. Von da an ging es zunächst langsam und dann immer schneller aufwärts. Im Superb, dem Skoda der oberen Mittelklasse, manifestiert sich der Wiederaufstieg der Weltmarke, gespeist aus der klassischen Kreativität der tschechischen Automobilingenieure und dem Stand der Technik bei Volkswagen.

 

Das elegante Auto ist 4,80 Meter lang und mit dem Wort stattlich gut beschrieben. Der Fußraum vor den hinteren Sitzen hat fürstliche Maße. Das helle und freundliche Ambiente des Innenraums und die großzügige Rundumsicht, das leichte Einsteigen durch die großen Türen und die ordentliche Kopffreiheit lassen sofort Wohlgefühl entstehen. Dem 1,9-l-TDI- Motor mit 96 kW/130 PS traut man jedoch zunächst nicht zu, dass er dem 1700 Kilogramm schweren Skoda (mit Automatik) den nötigen Schwung verleihen könnte und ist umso mehr überrascht, mit welchem Temperament der Superb sich in Bewegung setzt.

Die Sitze sind bequem, die Sitzposition ergonomisch korrekt und an alle Körpergrößen leicht anzupassen. Die straffe Lenkung muss fest angepackt werden und arbeitet direkt. Leichtes Untersteuern in Kurven gibt ein sicheres Fahrgefühl. Der Skoda erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h. Wer das Gaspedal nicht ganz durchdrückt wird es nicht schaffen, für 100 Kilometer mehr als acht Liter Diesel zu verbrauchen. Der 62 Liter fassende Tank lässt also große Fahrtrecken ohne Tankpause zu.

Der vergleichsweise kleine Dieselmotor hat genügend Kraft aber er ist auch ein etwas rauer Geselle. Das fällt nicht einmal so sehr beim Fahren auf, aber beim Parken. An der Wand der Tiefgarage sieht man die Hell-Dunkelgrenze des Scheinwerferlichtes zittern, wenn der Motor noch läuft. Das müsste doch mit einer überarbeiteten Lagerung des Motors abzustellen sein. Das Abblendlicht selbst ist überdurchschnittlich und leuchtet besonders den rechten Straßenrand gut aus.

Überzeugend auch die Sicherheitsausstattung des Superb: ABS, Elektronisches Stabilitätsprogramm, Bremsassistent, Antriebsschlupfregulierung, sechs Airbags, zwei Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten, Nebelscheinwerfer, Bi-Xenonlicht (je nach Ausstattung 990 Euro inklusive Reinigungsanlage). Die zahlreichen serienmäßigen Komfortdetails unterstreichen den Reisewagencharakter: Wärmeschutzverglasung, klimatisiertes Handschuhfach und ebensolches Armlehnengefach, Bordcomputer, Klimaautomatik, Skisack sowie Gepäckhaken und Ösen zum Verzurren von Reiseutensilien im Kofferraum.

Hilfreich ist eine ebenso einfache wie intelligente Einrichtung, nämlich eine dezente Innenbeleuchtung (Diffusionsbeleuchtung), die dabei hilft, sich im dunklen Fahrzeug zu orientieren, ohne geblendet zu werden. Auch die von Leuchtrahmen gekennzeichneten Türöffner und die Fußraumbeleuchtung sind hilfreich. In der Rückenlehne des Beifahrersitzes ist eine Art Fußstütze untergebracht, die, wenn der Vordersitz nicht besetzt ist, als Auflage für die Beine des Hinterbänklers dient. Dieser kann wunderbar entspannt ein Nickerchen halten. Pfiffig ist auch ein Behälter mit integriertem Regenschirm in der linken Hintertür. Sogar wenn der Schirm pitschnass ist, darf man ihn wieder in den Schirmbehälter stecken, denn der hat einen Wasserablauf nach außen.

Als reisetauglich darf man auch den Kofferraum bezeichnen. Er fasst 462 Liter und die Klappe öffnet sich sehr weit für leichtes Beladen. Als Sonderausstattung kann man sich eine faltbare Box namens "Cargo-Flex" bestellen und in deren Einzelfächern Kleinteile, Taschen, Kleidungsstücke und sonst welche Güter rutschfest ablegen.

Neben dem Basis-Superb "pur" stehen die drei Ausstattungsvarianten namens Classic, Comfort und Elegance zur Wahl, die sich mit drei Benzin- und drei Dieselmotoren kombinieren lassen. Der Superb mit Zwei-Benzinmotor und 85 kW/115 PS ist mit seinen 21 490 Euro ein Schnäppchen erster Güte. Die teuerste Variante, der Elegance mit 2,5-Liter-V 6-Diesel kostet 36 190 Euro. Der hat alles an Ausstattung und zählt damit zur Luxusklasse. Korrekt betrachtet ist diese Version genauso preiswert - wenn auch nicht billig.

Doch soviel Luxus fürs Geld wird es womöglich nicht mehr lange geben. Denn eben wegen seines Erfolges nimmt der Superb anderen Marken von Volkswagen, die in dieser Klasse punkten sollen, Kunden weg. Weshalb es heißt, es werde kein neuer Jahrgang aufgelegt. Grund genug, bald eine Entscheidung zu fällen.

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