NOTE! This site uses cookies and similar technologies.

If you not change browser settings, you agree to it. Learn more

I understand

Smart Forfour CDI

Ein Smart ist unverwechselbar. Bunt, irgendwie anders, ein Stück Lebensgefühl für viele Besitzer. Die lassen sich auch von den Preisen abschrecken, denn billig ist ein Smart nicht. Dafür bietet gerade der stärkere Diesel viel Fahrspaß, 95 PS haben mit dem 1085 Kilo leichten Fahrzeug keine Mühe. Und wenn die vier Rundscheinwerfer dem Fahrer scheinbar zuzwinkern und das Haifischmaul hintergründig zu Grinsen scheint, betört der kleine Böblinger mit einem gewissen Charme.

 

Nehmen wir Platz
Die Sitze - passend zur Außenfarbe in modischem Blau bezogen - sind bequem und taugen durchaus auch für die Langstrecke. Die Bedienung ist größtenteils einfach und verleugnet die Verwandtschaft zur großen Mutter Mercedes nicht. Besonders die Gestaltung der Audio-Einheit erinnert stark an eine A-Klasse, was ja durchaus seine Reize hat. Das Lenkrad ist leider nur in der Höhe verstellbar. Manche Funktionen erfordern allerdings einen Blick in die Bedienungsanleitung. Kilometerzähler nullen? Dafür muss man zwei winzige Tasten oberhalb des Tachos finden. Lichtweitenregulierung? Im Lichtschalter integriert und deshalb auf den ersten Blick nicht zu finden. Dafür ist das Handbuch 250 Seiten stark - rekordverdächtig.

Hinten ist durch die längs verschiebbare Rückbank viel Platz, der allerdings zu Lasten des Kofferraums geht. Zwischen 268 und 910 Litern schwankt der Laderaum, das ist ordentlich für einen Kleinwagen von 3,75 Metern Länge. Der Testwagen hatte allerlei Extras an Bord, darunter die so genannte Twinface-Armlehne, ein Mix zwischen Armlehne für die vorderen Passagiere und Dosenhalten für die Fondinsassen.

70 kW/95 PS für einen leichten Kleinwagen, das sorgt für einen gewissen Sportsgeist. In 10,8 Sekunden spurtet der Forfour auf Tempo 100, erst bei 180 km/h endet der Vortrieb. Dabei klingt der Dreizylinder im Leerlauf noch etwas schwachbrüstig, erst einmal in Schwung, schnurrt er wie eine zufriedene Katze. Auf der Autobahn verfügt er über guten Durchzug, in der Stadt zeigt er bei kleinen Drehzahlen ein kleines Turboloch, obwohl das maximale Drehmoment von 210 Newtonmetern bereits bei 1800 Touren anliegen soll.
Im fünften Gang bei Tempo 60 wirkt der "große" Smart etwas schlapp. Das Geräuschniveau geht in Ordnung. Der Verbrauch, von den Smart-Ingenieuren optimistisch mit 5,8 Litern veranschlagt, pendelte sich bei sieben Litern ein. Erfreulich: der Forfour erfüllt die Euro 4-Norm. Das Fünfgang-Getriebe lässt sich sauber schalten und ist die bessere Alternative zur sequentiellen Sechsgangautomatik, die sich noch immer ihre Schaltpausen gönnt.

Das Fahrwerk des Forfour ist straff
Selbst in flotten Kurven neigt sich der Kleine kaum, schiebt dezent über die Vorderräder und lässt einem die Gewissheit, das die Schleuderbremse ESP serienmäßig an Bord ist. Kurze Bodenwellen dringen schon mal in den Innenraum durch, bei schlechtem Geläuf lässt sich ein Klappern aus der einen oder anderen Ecken nicht leugnen. Wo viel Plastik verbaut ist, kann auch viel Knistern. Trotzdem ist die Materialanmutung sehr ordentlich, die Verarbeitung macht einen ordentlichen Eindruck.

In Sachen Sicherheit ist Smart für einen Kleinwagen vorbildlich ausgestattet.
Sechs Airbags, ESP, ABS, die vielgelobte Sicherheits-Fahrgastzelle. Die Liste ließe sich fortsetzen. Auch die Basis hat eine fernbedienbare Zentralverriegelung, Nebelscheinwerfer, die Klimaanlage oder zwei elektrische Fensterheber an Bord. Hinten gibt es nur zwei Sicherheitsgurte - der Forfour ist, wie es der Name bereits signalisiert - als echter Viersitzer konzipiert.

Zum Preis
Ein Forfour mit dem stärksten Diesel kostet mindestens 15 850 Euro. Der Testwagen in der Ausstattung "Passion" schlägt mit 1980 Euro zusätzlich allein für das Paket zu Buche. Dafür gibt es unter anderem ein Panorama-Glasdach. In Kombination mit zusätzlichen Extras wie Radio mit Navigation und der hübschen Lackierung summiert sich der Preis auf über 20 000 Euro. Und das ist für einen Viersitzer viel Geld, auch wenn die Optik stimmt und der Fahrspaß ebenfalls. Wie gesagt, Smart fahren ist auch eine Art Lebensgefühl, das bezahlt werden will.

Rate this item
(0 votes)

More in this category:

Preisentwicklung Diesel

Preisentwicklung Super E10

Preisentwicklung Super E5

Zum Seitenanfang