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Smart Roadster Coupé

Roadster-Feeling - ein gern bemühtes Wort. Doch wer im Smart Roadster Coupé Platz nimmt, weiß genau, was gemeint ist. Das Hinterteil befindet sich ausgesprochen knapp über der Straße, jede Unebenheit der Fahrbahn wird wenig gefiltert an die Wirbelsäule weiter gegeben, das Radio erfüllt maximal bis Tempo 120 seinen Zweck und der Kofferraum verdient seinen Namen nicht. Trotzdem vermittelt der Kleine das, was irgendwie doch jeder Autofahrer sucht: Spaß!

 

Kein Spaß ist der Einstieg: Die Luke, die sich auftut, ist klein, der Fahrer faltet sich hinters Lenkrad. Doch freut sich anschließend über bequemes Gestühl, das auch in flott gefahrenen Kurven guten Seitenhalt bietet und durchaus langstreckentauglich ist. Der Innenraum ist smart-typisch verspielt, die Schalter für die elektrischen Fensterheber, das Verdeck oder die heizbare Heckscheibe sitzen zu tief. Ansonsten ist die Bedienung problemlos.

Doch wer den Smart erst mal bewegt, vergisst das schnell. Das Leichtgewicht (790 Kilo) verblüfft mit flottem Anzug, das dem Dreizylinder mit nur 698 Kubikzentimeter Hubraum auf den ersten Blick wohl keiner zutraut. Knapp elf Sekunden vergehen bis Tempo 100, erst bei 175 Spitze ist Schluss - völlig ausreichend für einen Roadster dieser "Größe". Das sequentielle Sechsganggetriebe ist deutlich flotter zu Gange als die früheren Generationen im Smart, auch wenn es sich im Automatikmodus manchmal noch gewisse Denkpausen genehmigt. Noch mehr Spaß bringen sicher Lenkradwippen zum Schalten (550 Euro), die der Testwagen jedoch nicht hatte.

Das straffe Fahrwerk ist absolut narrensicher ausgelegt, zusätzlich bannt das serienmäßige ESP jede Schleudergefahr. So bereitet die Kurvenhatz mächtig Vergnügen und weist die Landstraße als echtes Smart-Roadster-Revier aus. Wer die etwas umständliche Prozedur auf sich nimmt und die beiden Dachholme ausbaut und in der eigens dafür vorgesehene Vorrichtung unter der Fronthaube verstaut, hat dann ein "echtes" Cabriolet zur Verfügung. Aber weitaus schneller und bequemer geht es, einfach das Verdeck elektrisch nach hinten fahren zu lassen. Der Frischlufteffekt ist fast der gleiche. Bis Tempo 100 hält sich der Sturm im Innenraum in Grenzen, danach ist die Frisur nicht nur gefährdet, sondern garantiert zerstört.

Die Verarbeitung des Roadsters ist gut - trotz hohem Plastikanteils fegt der Kleine klapperfrei um die Ecken. Die Aufmerksamkeitsfaktor für den Smart ist hoch, das eigenständige Design zieht die Blicke auf sich. Das tröstet über den geringen Stauraum hinweg, der mit 145 Litern insgesamt (59 vorn, 86 hinten) wirklich nur für ganz kleine Reisegepäck tauglich ist. Der Verbrauch im Testfahrzeug lag bei sieben Litern bei flotter Gangart.

Das Smart Roadster Coupé ist nicht billig: Die 20 240 Euro Grundpreis lassen sich mit einigen sinnvollen Extras locker-leicht auf 23 000 Euro ausbauen. Dafür bietet der Smart aber neben jeder Menge Fahrspaß geringe Folgekosten und einen hohen Wiederverkaufswert.

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