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Eine Mischung aus Limousine und den bei Kunden so beliebten Geländewagen stellte Suzuki in der Hoffnung auf die Öffnung einer neuen Marktnische vor. Der Ignis hat fünf Türen und ist mit Zwei- oder Vierradantrieb zu haben. Dafür ist die Technik etwas antiquiert und die Sicherheitsausstattung nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Doch der kleine Japaner lockt mit seinem günstigen Preis: 10 900 sind nicht eben viel und relativieren kleine Mängel.

 

Der Einstieg in den Ignis durch die vergleichsweise engen Türen ist durchaus bequem, weil der Fahrer praktisch aus Stehhöhe in einen etwa hüfthohen Sitz rutscht, sich also nicht bücken muss. Allerdings ist der Außentürgriff so schwer zu öffnen, dass man sich ein Ölkännchen wünscht. Das blecherne Türgeräusch wirkt etwas billig. Innen bietet der Ignis erstaunlich viel Platz  vor allem Kopffreiheit. Die Kniefreiheit im Fond ist bescheidener, der Kofferraum klein. Eine in Längsrichtung verschiebbare Fondsitzbank würde Abhilfe schaffen.

Das Fahrwerk des Ignis mit seiner Starrachse hinten scheint etwas antiquiert. Der Japaner hat ABS, aber leider weder ESP noch einen Bremsassistenten. Das Fahrwerk übermittelt kein Gefühl der Unsicherheit ist aber ein wenig gewöhnungsbedürftig. Bodenwellen in Kurven führen zu seitlichen Hüpfern, die korrigiert werden müssen. Nicht gerade komfortabel arbeitet die Federung, was mit dem kurzen Radstand (2340 mm) zusammenhängt, aber auch an der Abstimmung liegt.

Der Vierzylinder-Vierventil-Motor leistet auf dem Papier stramme 68 kW/94 PS. Die Kupplung greift sehr direkt, so dass man anfangs gelegentlich den Motor abwürgt. Das höchste Drehmoment von 118 Newtonmeter wird erst bei 4100 Umdrehungen pro Minute erreicht. Durchzug also bietet er erst bei hohen Drehzahlen und dazu passt die deftige Geräuschentwicklung. Die Fahrleistungen des Ignis sind nicht schlecht: Spitze 160 km/h, von Null auf 100 km/h spurtet der Ignis sogar in flotten 11,1 Sekunden. Er gehört aber nicht direkt zu den Sparsamen im Lande; sein EU- Normverbrauch liegt im Mittel bei 6,5 l/100 km, im Test waren es 8,3 l/100 km. Das Schaltgetriebe liegt gut zur Hand hakelt aber etwas bei schnellen Schaltvorgängen. Die elektrisch gesteuerte Servolenkung arbeitet dagegen vorbildlich.

Die immerhin umlegbaren Fond-Sitzlehnen vergrößern den mageren 235 l-Kofferraum auf 525 Liter, was aber durch eine hohe Ladestufe im Ladeboden wieder relativiert wird. Erfreulich sind die gut ablesbaren Instrumente mit weißen Zifferblättern und der separate Lichtschalter, der bei vielen andern japanischen Fahrzeugen als Drehschalter im Blinkhebel sitzt. Das etwas verdeckt liegende Zündschloss gibt ebenso zu Kritik Anlass wie die schwarzen inneren Türgriffe, die im Dunkeln schwer zu finden sind. In Sachen innere passive Sicherheit gibt es beim Ignis gerade das nötigste: Frontairbags. Seiten- und Kopfairbags sind nicht vorgesehen. Die relative Enge des Türeinstiegs führt dazu, dass man beim Auflegen des Unterarms automatisch den Verriegelungsknopf betätigt. Zu den Kosten: Der Ignis kostet mit Frontabtrieb günstige 10 900 Euro. Zusätzlich bietet er niedrige Folgekosten in der Versicherung.

Die wichtigsten Daten:

Länge/Breite/Höhe/Radstand: 3777 / 1630 / 1605 / 2360 mm, Wendekreis 10 m, Leergewicht 1010 kg, Zuladung 460 kg, Kofferraum 205  525 l, Tank 41 l. Vierventil-Vierzylinder-Reihenmotor, Hubraum 1328 ccm, 94 PS, maximales Drehmoment 118 Nm bei 4100 U/min, Abgaseinstufung Euro 4, Fünfgangschaltung, Frontantrieb. Fahrleistungen: Höchstgeschwindigkeit 160 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h 11,1 sek. EU-Normverbrauch im Mittel 6,5 l /100 km, Testverbrauch: 8,3 l auf 100 km. Versicherungseinstufung Hpfl 13, TK 17, VK 17. Preis: ab 10 900 Euro.

Von Uwe Gabler

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