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Fahrberichte

Fiat 124 Spider und Abarth 124 spider feiern Deutschlandpremiere

Fiat und die konzerneigene Performance-Marke Abarth kommen mit zwei legendären Oldtimern zur Techno Classica, die vom 6. bis 10. April 2016 in den Essener Gruga-Hallen stattfindet. Historische Stars der Präsentation sind ein Fiat 124 Spider aus dem Baujahr 1969 und ein Fiat Abarth 124 rally von 1972. Sie werden begleitet von ihren aktuellen Nachfolgern, dem neuen Fiat 124 Spider und dem Abarth 124 spider. Beide feiern auf der Techno Classica Ihren Auftritt als Deutschland-Premiere.

Beide Marken stellen auf der Oldtimer-Messe ihre emotionale Seite in den Mittelpunkt. Der neue Fiat 124 Spider erweckt eine Legende wieder zum Leben und bringt deren italienischen Stil und Leistungsstärke mit dem technischen Mitteln des 21. Jahrhunderts zum Ausdruck. Als Hommage an den historischen Fiat 124 Spider, der vor genau 50 Jahren präsentiert wurde, verbindet er authentisches Roadster-Feeling mit unvergleichlichem Fahrvergnügen, modernster Technologie und Sicherheit in Kombination mit italienischem Design.

Der neue Abarth 124 spider setzt neue Maßstäbe im Segment der sportlichen Roadster. Sein Turbomotor leistet 125 kW (170 PS). Mit der für Abarth typischen Konsequenz wurden am gesamten Fahrzeug Gramm für Gramm unnötigen Ballasts eliminiert. Durch den Einsatz spezieller Materialien sank das Gewicht auf 1.060 Kilogramm. Der Abarth 124 spider erreicht so ein Leistungsgewicht von nur 6,2 Kilogramm pro PS - ein Bestwert in diesem Segment und Beweis für die Rennsport-Erfahrung von Abarth. Die kam auch schon im historischen Fiat Abarth 124 rally zum Ausdruck der Anfang der 1970er Jahre auf den Rallyepisten der Welt für Furore sorgte. Auf der Techno Classica zeigt Abarth die damalige Serienversion des Fahrzeugs.

 

Der neue Fiat 124 Spider

Der Fahrer steht beim neuen Fiat 124 Spider im Mittelpunkt. Das Herz des rassigen Roadsters ist der Turbomotor mit 1,4 Liter Hubraum und MultiAir Technologie, der 103 kW (140 PS) produziert. Der leistungsfähige Vierzylinder sorgt zusammen mit Hinterradantrieb, Sechsganggetriebe mit knackig kurzen Schaltwegen, perfekter Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse und sportlichem Fahrwerk für hohen Fahrspaß. Das Stoffverdeck lässt sich mit wenigen Handgriffen in drei Sekunden öffnen und garantiert ein Open-Air-Erlebnis der Extraklasse.

Zur Wahl stehen die Ausstattungsversionen Fiat 124 Spider und Fiat 124 Spider Lusso. Zum Serienumfang gehören bei beiden Modellen vier Airbags, manuelle Klimaanlage, Audioanlage mit MP3-Fähigkeit, USB-Anschluss sowie vier Lautsprechern, Lederlenkrad, Geschwindigkeitsregelanlage, 16-Zoll-Leichtmetallräder und schlüsselloses Startsystem mit Start-Knopf. In der Ausstattungsversion Lusso sind zusätzlich Leichtmetallräder im 17-Zoll-Format, Ledersitze mit Sitzheizung, Überrollbügel und Windschutzscheibenrahmen in Aluminiumoptik, Duplex Abgasanlage mit verchromten Endrohren, Nebelscheinwerfer sowie Klimaautomatik an Bord.

Auf Wunsch ist für beide Ausstattungsversionen ein Infotainment-System mit sieben Zoll (17,8 Zentimeter) großem Touchscreen erhältlich. Die Anlage bietet Radio, MP3-Player, zwei USB-Anschlüsse, AUX-Eingang, sechs Lautsprecher, Multimedia-Steuerung und Bluetooth-Fähigkeit. Serienmäßig beinhaltet das System außerdem Sprachsteuerung für Mobiltelefone und Musikanlage. Für eine ausgezeichnete Klangqualität, auch bei offenem Verdeck, sorgt ein optionales Premium Sound-System von Bose mit neun Lautsprechern - jeweils zwei in beide Kopfstützen integriert - sowie Subwoofer. Als zusätzliche Entertainmentfunktion binden die Applikationen „Aha Radio" und „Stitcher Radio" das Smartphone in das bordeigene System ein und bieten drahtlosen Zugang beispielsweise auf über 30.000 Radiostationen im Internet oder soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter.

 

Der klassische Fiat 124 Spider

Der Fiat 124 Sport Spider trat 1966 die Nachfolge des Fiat 1500 Cabriolet an. Gefragt war ein emotionales, auf den ersten Blick italienisches Design. Mehrere renommierte Studios legten Entwürfe vor. Den Zuschlag erhielt schließlich Pininfarina-Designer Tom Tjaarda. Der Amerikaner mit niederländischen Wurzeln verpasste dem 2+2-Sitzer eine markante Front mit flach auslaufender Motorhaube, die von ausgeprägten Kotflügeln mit runden Scheinwerfern eingerahmt wird. Auch der elegante Hüftschwung der hinteren Kotflügel und der Knick zur Kofferraumkante sind unverwechselbar.

Das Chassis inklusive Einzelradaufhängungen an der Vorderachse und hinterer Starrachse stammt von der Fiat 124 Limousine, ist allerdings um 14 Zentimeter gekürzt und außerdem verstärkt. Die Großserientechnik versprach nicht nur Robustheit. Sie führte außerdem zum vergleichsweise günstigen Kaufpreis. Beim Motor entschieden sich die Ingenieure allerdings, einen technisch aufwändigeren Weg zu gehen. Ex-Ferrari-Techniker Aurelio Lampredi konstruierte einen Vierzylinder mit einem Querstrom-Zylinderkopf aus Leichtmetall. Die beiden obenliegenden Nockenwellen werden auf eine für diese Konstruktion zu der Zeit revolutionäre Weise angetrieben - von einem Zahnriemen aus Kunststoff. 90 PS aus knapp 1,5 Liter Hubraum waren Ende der 1960er Jahre eine Ansage. Auch serienmäßiges Fünfganggetriebe und Scheibenbremsen an allen vier Rädern waren damals alles andere als selbstverständlich. Mit bis zu 170 km/h gehörte der rund 930 Kilogramm leichte Fiat 124 Spider zu den sportlichsten Fahrzeugen in seinem Segment.

Auch die einfache Handhabung begeisterte Publikum wie Fachpresse. Das Stoffverdeck lässt sich mit wenigen Handgriffen öffnen und in einem abgedeckten Fach hinter der Rückbank verstauen. Die große Kunststoffheckscheibe und die seitlichen hinteren versenkbaren Dreiecksfenster lassen auch bei geschlossenem Verdeck viel Licht ins Cockpit. Dort haben Fahrer und Beifahrer in Kunstleder-bezogenen Sitzen bequem Platz. Hinter dem Lenkrad mit zwei sportlich gelochten Metallspeichen informieren fünf Rundinstrumente in der mit Holzfurnier verkleideten Armaturentafel über die wichtigsten Betriebsdaten.

Der Fiat 124 Spider - das auf der Techno Classica ausgestellte Exemplar stammt aus der ersten Baureihe AS (August 1966 bis Juli 1970) - erfreute sich besonders in den USA großer Beliebtheit. Bis 1985 wurden insgesamt fast 200.000 Stück gebaut, mehr als drei Viertel gingen über den Atlantik.

 

Der neue Abarth 124 spider

Der neue Abarth 124 spider ist auf Nervenkitzel und Performance ausgelegt. Er bietet alle Eigenschaften, die auch den anspruchsvollsten Fahrer überzeugen. Sein 1,4-Liter-Turbomotor mit MultiAir Technologie leistet 125 kW (170 PS). Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h beschleunigt der Roadster aus dem Stand auf Tempo 100 km/h in 6,8 Sekunden. Bei jedem Fahrzeug von Abarth spielt außerdem der Motorsound eine zentrale Rolle. Beim neuen Abarth 124 spider sorgt die serienmäßige Dual-Mode-Sportauspuffanlage „Record Monza" mit passiver Klappensteuerung für eine unverwechselbare Akustik.

Der neue Abarth 124 spider ist mit manuellem Sechsganggetriebe ausgerüstet, das sich durch präzise und kurze Schaltwege auszeichnet. Option ist das sechsstufige Automatikgetriebe Sequenziale Sportivo, das zusätzlich Gangwechsel mittels Wippen am Lenkrad ermöglicht. Um eine besonders dynamische Performance zu erreichen, sichert außerdem ein serienmäßiges mechanisches Sperrdifferential ausgezeichnete Traktion auch bei kritischen Straßenverhältnissen.

Der neue Abarth 124 spider verfügt über ein Fahrwerkslayout mit Doppelquerlenker-Vorderachse und einer Mehrlenker-Hinterachse, das speziell auf bessere Stabilitätsverhältnisse beim Bremsen und in der Kurve abgestimmt ist. Auch elektrisch unterstützte Servolenkung und die Bilstein® Stoßdämpfer sorgen für präzises Handling. Die Brembo® Bremsanlage mit Vierkolben-Festsattel an der Vorderachse garantiert sehr kurze Bremswege und vermittelt einen konstanten Pedaldruck.

Das Design des neuen Abarth 124 spider steht ganz im Zeichen gesteigerter Performance. Die Powerdomes der Motorhaube akzentuieren die Längsbauweise des Motors. Die optionalen LED-Hauptscheinwerfer und serienmäßigen LED-Rückleuchten verleihen dem Wagen bei Tag und bei Nacht eine starke Ausdruckskraft. Der in den hinteren Stoßfänger integrierte und angedeutete Diffusor, der Heckspoiler und das Windschott tragen dabei zur Optimierung der Aerodynamik bei. Größere Lufteinlässe am vorderen Stoßfänger, der Hexagonal-Kühlergrill sowie die mattschwarz lackierten Hauben von Motor und Kofferraum sind eine optische Hommage an das historische Vorbild. Die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, der Windschutzscheibenrahmen und die Überrollbügel sind in „Forgiato Grau" lackiert, das die technische Anmutung des Designs unterstreicht.

Das Interieur ist auf ein Höchstmaß an Ergonomie ausgerichtet. Die Ledersportsitze bieten hohen Seitenhalt, sind sehr komfortabel und ermöglichen eine sportlich tiefe Sitzposition. Auch die Aluminium-Pedale, das Lenkrad mit kleinem Durchmesser, der zentrale angeordnete große Drehzahlmesser, der kurze Schalthebel und der Startknopf am Armaturenbrett vermitteln Rennwagen-Flair.

Fünf Karosseriefarben sind erhältlich: „Turini 1975 Weiß", „Costa Brava 1972 Rot", „Isola d'Elba 1974 Blau", „Portogallo 1974 Grau" und „San Marino 1972 Schwarz". Die Namensgebung ist eine Reminiszenz an die Rallye-Historie von Abarth.

 

Der klassische Fiat Abarth 124 spider

Schon der historische Fiat 124 Spider mit 1,6-Liter-Motor erzielte eine ganze Reihe von Erfolgen im Motorsport. So gewannen Håkan Lindberg und Beifahrer Helmut Eisendle 1972 die zu Internationalen Markenmeisterschaft - dem Vorläufer der Weltmeisterschaft - zählende Rallye Akropolis und die Österreichische Alpenfahrt. Im selben Jahr wurde Fiat Pilot Raffaele Pinto Rallye-Europameister. 

Ebenfalls 1972 stellte Fiat eine noch leistungsfähigere Variante des Spider vor, die unter dem Label von Abarth auftrat. Im Fiat Abarth 124 rally (Baureihencode CSA) leistete der aus dem Fiat 132 stammende 1,8-Liter-Motor unter anderem dank zwei Weber-Doppelvergasern und Abarth Sportauspuff serienmäßig 128 PS. Dazu kamen Einzelradaufhängungen vom Typ McPherson samt Kurvenstabilisator und Scheibenbremsen auch an der Hinterachse sowie ein Schnellverschluss für den Tank auf dem Blech hinter der Heckscheibe. Durch Motor- und Kofferraumhaube aus Kunststoff, Türen aus Aluminium, Magnesium-Felgen von Cromodora (5,5 x 13 Zoll) und Heckscheibe aus Perspex wurde ebenso Gewicht eingespart wie durch Weglassen von Stoßfängern, hinterer Sitzbank, Mittelkonsole, Sonnenblenden und Handschuhfachdeckel. Durch die Schalensitze für Fahrer und Beifahrer, den serienmäßigen Überrollbügel, Kotflügelverbreiterungen und das Hardtop anstelle des Stoffverdecks kletterte das Gewicht zwar wieder etwas nach oben, blieb aber immer noch rund 100 Kilogramm unter dem des „zivilen" Spider.

Zur Serienausstattung gehörten außerdem das Dreispeichen-Sportlenkrad und der Armaturenträger aus Aluminium. Kunden hatten nur drei Farben zur Wahl: Weiß, Rot und ein extrem selten bestelltes Hellblau, jeweils kombiniert mit mattschwarzen Hauben und Hardtop. Mit 19.950 Mark war der Fiat Abarth 124 rally in Deutschland rund 6.000 Mark teurer als der Fiat 124 Spider. Von Herbst 1972 bis Sommer 1974 wurden 1.013 Exemplare gebaut.

Damit war die Mindeststückzahl für Einsätze im internationalen Rallyesport erreicht. Gemäß dem sehr freizügigen Reglement der so genannten Gruppe 4 verpasste Abarth den Werksautos größere Motoren - in der letzten Ausbaustufe Ende 1975 ein Zweiliter-Vierventiler mit Benzineinspritzung und über 200 PS. Auch in die Motorhaube integrierte Zusatzscheinwerfer und zusätzliche Lufteinlässe, mächtige Kotflügelverbreiterungen, Sperrdifferenzial, kurz übersetztes Colotti-Renngetriebe, 100-Liter-Tank und Überrollkäfig machten aus dem Fiat Abarth 124 rally ein konkurrenzfähiges Auto. Auf WM-Ebene erzielte das Werksteam drei Gesamtsiege. Der Deutsche Achim Warmbold und als Beifahrer Jean Todt, der heutige Präsident des Weltmotorsportverbandes FIA, machten 1973 bei der Rallye Polen den Auftakt. Raffaele Pinto (Portugal 1974) und Markku Alén (Portugal 1975) legten nach. Fiat belegte in der Marken-WM 1973, '74 und '75 jeweils den zweiten Rang. Außerdem wurde der Italiener Maurizio Verini 1975 Europameister.  

 

In dieser Tradition steht auch der ausgestellte Abarth 124 spider aus dem Jahr 1972. In seinem klassischen rot-schwarz hat er schon damals den Grundstein gelegt  für die Farbwahl des heutigen Präsentationsmodells, das auf dem Genfer Automobilsalon Weltpremiere feierte.

Quelle: Fiat

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