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Fahrberichte

Hersteller

Hersteller (37)

Hauptsitz: Schweden
Gegründet: 1945

Volvo ist der Name zweier schwedischer Kraftfahrzeughersteller. Zu unterscheiden sind hierbei zum einen

* die Volvo Car Corporation (Volvo Personvagnar), die zum Ford-Konzern gehört und PKW herstellt, und
* die börsennotierte Volvo Group (AB Volvo), welche Busse (Volvo Buses) und Lastkraftwagen (Volvo Lastvagnar) der Marken Volvo, Renault und Mack sowie andere Maschinen herstellt. Zur Volvo Group gehört auch die Firma Volvo Penta, die heute vor allem Boots-, Schiffs- und Industriemotoren fertigt. Außerdem Volvo Construction Equipment, die Baumaschinensparte von Volvo, Volvo Aero (früher Volvo Flygmotor) - Fertigung von Flugzeug- und Raumschiffantrieben und die Finanzsparte Volvo Financial. Alle sind 100 % ige Töchter der Volvo Group (AB Volvo). Volvo Financial ist die einzig übrig gebliebene Volvo Sparte außerhalb des Fahrzeugsegments. Bis 1973 war Volvo ein reiner Fahrzeugkonzern. Danach jedoch folgten viele Beteiligungen und Übernahmen in anderen Segmenten. Der damalige Vorstansvorsitzende Pehr G. Gyllenhammar entwickelte Volvo im Laufe der Jahre zu einem Multikonzern. Auf der Aktionärsversammlung im April 1994 stellte der damalige Vorstandsvorsitzende Sören Gyll das Ende der Diversifikation vor. Volvo konzentrierte sich fortan wieder fast vollständig auf das Kerngeschäft und verkaufte nach und nach, mit Ausnahme der genannten Volvo Financial, alle anderen ehemaligen Volvo Töchter außerhalb des Fahrzeugsegments.

Auch die Volvo Car Corporation (Volvo Personvagnar) war eine 100 % ige Tochter der Volvo Group (AB Volvo), wurde jedoch 1999 an Ford verkauft. Innerhalb des Ford-Konzerns gliedert sich Volvo in die Premier Automotive Group ein, zu der auch Jaguar, Land Rover und bis vor einiger Zeit auch Aston Martin zählen.

Volvo Trade Mark Holding
Damit der Name Volvo in der Öffentlichkeit weiterhin als eine Einheit angesehen wird und nicht das Image des einen Herstellers mit dem des anderen grundsätzlich differiert, gibt es die Volvo Trade Mark Holding. Diese wurde zeitgleich mit dem Verkauf der Volvo Car Corporation (Volvo Personvagnar) an Ford, von Volvo-Chef Leif Johannson und dem damaligen Ford Vorstandsvorsitzenden Jacques Nasser gegründet. Dieses Unternehmen verwaltet den Namen Volvo und führt somit in wichtigen marketingstrategischen Aspekten beide Kraftfahrzeughersteller wieder zusammen: Jeweils 50 % der Anteile der Volvo Trade Mark Holding gehören der Ford Motor Company, die anderen 50 % gehören der Volvo Group. Vorstandsvorsitzende des Unternehmens sind zu gleichberechtigten Teilen zum einen der Ford Motor Company Vorstandsvorsitzende Alan Mulally und zum anderen der Vorstandsvorsitzende der Volvo Group, Leif Johannson. Die Gremien der Volvo Trade Mark Holding, welche aus Mitarbeitern der Volvo Car Corporation und der Volvo Group bestehen, treffen sich regelmäßig und besprechen gemeinsame Sponsoringaktivitäten, wie z. B. das Volvo Ocean Race, verwalten Logos und Schriftzüge der Marke, und sorgen dafür dass die Marke in der Öffentlichkeit weiterhin einen einheitlichen Status pflegt.

Volvo Group
Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Göteborg, Schweden. Die Volvo-Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit etwa 72.000 Mitarbeiter (Stand 2004). Im Jahr 2000 erwirbt die Volvo AB die Firma Renault Véhicules Industriels (RVI) (heute Renault Trucks) einschließlich Mack Trucks in Nordamerika. Bereits den 1970er-Jahren gehörte Volvo und Renault (gemeinsam mit Mack) zum sogenannten "Vierer-Club", der gemeinsam Lkw entwickelte. Bereits seit Gründung der Volvo-Unternehmensgruppe gehören Omnibusse (Volvo Buses), LKW (Volvo Trucks, sowie heute Renault Trucks und Mack Trucks) und Baumaschinen (Volvo Construction Equipment) zur Produktpalette. Zur Unternehmensgruppe gehören außerdem Volvo Penta (Industrie- u. Schiffsmotoren) und Volvo Aero (Triebwerke und -teile für Luft- u. Raumfahrt). Die Volvo besitzt auch die „Volvo Financial Services“.

Omnibusse und LKW
1928 wurde der erste Bus auf der Basis eines Lkw-Fahrwerkes gefertigt. Erst 1968 wurde Volvo Buses ein eigenständiger Geschäftszweig der Volvo-Gruppe. Heute ist Volvo Buses der weltweit zweitgrößte Hersteller von Bussen und Busfahrgestellen.
Volvo Trucks ist weltweit der zweitgrößte Hersteller schwerer Lastwagen. Der Großteil des Umsatzes konzentriert sich auf Westeuropa, Nord- und Südamerika sowie Asien.
Renault Trucks zählt zu den größten Lkw-Herstellern Europas. Das Unternehmen bietet alle Typen von Nutzfahrzeugen an: von leichten Lkw für städtische Verteilertransporte bis hin zu Spezialfahrzeugen und schweren Lkw für den Güterverkehr.
Mack Trucks ist einer der größten Hersteller schwerer Lkw und Lkw-Komponenten in Nordamerika. Die Firma war seit 1991 vollständig im Besitz von Renault.

Volvo Car Corporation
Der Markenname Volvo wird in der breiten Öffentlichkeit vor allem mit dem gleichnamigen PKW-Hersteller verbunden, der seit 1999 zur Ford Motor Company gehört. Die Volvo Car Corporation, hat, wie vor dem Verkauf von Volvo Personvagnar an Ford, ihren Stammsitz in Göteborg, Schweden auf dem selben Gelände wie die Volvo Group.
Der Automobilhersteller Volvo beschäftigt weltweit etwa 99.000 Mitarbeiter und fertigt ca. 420.000 Autos pro Jahr (beides Stand 2001). Von jeher hat Volvo das Image des sicheren Automobils, die sogenannte "Sicherheit aus Schwedenstahl". Der kleinere schwedische Konkurrent im Automobilbau, Saab, ist mittlerweile zu General Motors gehörend.

Geschichte der Volvo Car Corporation
Die Gründer von Volvo waren Assar Gabrielsson und Gustaf Larson. Sie hatten von 1917 bis 1920 bei SKF AB (Svenska Kullagerfabriken) gearbeitet. Assar Gabrielsson war Verkaufschef und Gustaf Larson Ingenieur. Bereits ab 1924, nach einem zufälligen Zusammentreffen, planten die beiden Männer eine schwedische Automobilproduktion. Im Herbst 1924 begannen die Konstruktionsarbeiten für das erste Fahrzeug. Im August 1926 waren sie überzeugt, dass eine Fahrzeugproduktion wirtschaftlich möglich wäre.

Die Firma Volvo war von SKF bereits 1915 als Tochtergesellschaft gegründet und der Name Volvo (lat. ich rolle) als Warenzeichen eingetragen worden. Der Name wurde ab 1919 nicht weitergeführt. Im Herbst 1926 konnte der SKF-Vorstand von dem Vorhaben einer Automobilproduktion überzeugt werden. SKF holte die bereits vorhandene Firma Volvo aus der Schublade und setzte Assar Gabrielsson ab 1. Januar 1927 als Generaldirektor ein. Für die geplante Serienfertigung investierte SKF kurzerhand 200.000 Kronen Startkapital. Weitere 150.000 Kronen schoss Gabrielsson aus seinem Privatvermögen zu.

Am 14. April 1927 um 10 Uhr verließ der erste Serien-Volvo, ein Volvo ÖV4 "Jakob", die Werkshalle in Lundby auf der Halbinsel Hisingen nahe Göteborg. Dieser Termin stand jedoch bis zum Schluss auf wackeligen Beinen, denn ein paar Stunden zuvor fuhr der Wagen bei einer Testfahrt nur rückwärts. Ein Bauteil, das spät in der Nacht aus Stockholm eingetroffen war, wurde falsch verbaut. Der Fehler konnte jedoch bis zum Fototermin behoben werden.[1] Der ÖV4 (Öppen vagn) war ein vierzylindriger offener Wagen. Im Sommer 1927 folgte der PV4 (Person vagn), ein vierzylindriger geschlossener Personenwagen. In den Jahren 1927 bis 1929 wurden von diesen beiden Typen 996 Fahrzeuge in unterschiedlichen Varianten verkauft.

Bis 1958 wurden von Volvo weitere zehn verschiedene Fahrzeugserien aufgelegt. Die Verkaufszahlen lagen aber nie über 6.200 verkauften Fahrzeugen pro Jahr.

Die zwölfte Fahrzeugserie brachte den internationalen Durchbruch. Der in Deutschland als "Buckelvolvo" bezeichnete Volvo PV444 (1947-1958) und sein Nachfolger der Volvo PV544 (1958-1965) wurde mit 440.000 verkauften Fahrzeugen ein Welterfolg. Bereits im Jahr 1955 war der Buckelvolvo mit Befestigungspunkten für Dreipunktgurte ausgerüstet, ab 1958 war das Modell 544 Sport serienmäßig damit ausgerüstet, ab August 1959 alle Modelle.

Volvo hatte aber auch bei Militärfahrzeugen ein breites Spektrum zu versorgen. Hier sind z.B. das "Radiotransportterrängbil" kurz Volvo TP21 oder "Sugga"(Sau)(Bj.1953-57, 740 Stck.) und Valp (Welpe) zu nennen. Der TP 21 war ein reines Funkfahrzeug, viertürig, Allrad und 100% Sperren. Der Valp hatte verschiedenste Karosserieformen, Cabrio, geschlossen und Pick-up.

1954 erschien der seltenste aller Volvos, der P1900 mit Fiberglaskarosserie. Er wurde in nur 67 Einheiten gebaut.

Die nächste Fahrzeugserie war die Serie Volvo P120, bekannt auch als "Volvo Amazon" (1956-1970) von dem insgesamt 667.322 Fahrzeuge gebaut wurden. In diesem Fahrzeug debütierten die Kopfstützen als Standardausrüstung. Damit festigte Volvo sein Image als Hersteller besonders sicherer Autos, wobei der relativ hohe Marktanteil in den USA stets besondere Bedeutung hatte.

Von 1960-1973 lief die Serie Volvo P1800 vom Band - ein für Volvo untypischer Sportwagen. Bekannt wurde der von Pelle Petterson gestaltete Volvo P1800 durch die erste Staffel der Fernsehserie "Simon Templar" mit Roger Moore. Der Volvo P1800 wurde von 1960 bis 1972 in diversen Motorvarianten von 90 bis 124 PS gebaut, wobei die ersten 6.000 Exemplare bei Jensen in England montiert wurden. Der 1971 bis 1973 in nur 8.077 Exemplaren gefertigte Sportkombi P1800 ES wurde zum Vorbild heutiger Lifestyle-Kombis und unter dem Spitznamen "Schneewittchensarg" zur Legende.

In der Zeit zwischen 1974 und 1980 wurde der Volvo C202 Cross Country (genannt Lapplander) gebaut. Es handelt sich dabei um ein kompromissloses Geländefahrzeug, das hauptsächlich für das Militär entwickelt wurde. Neben der üblichen 2-achsigen war auch eine 3-achsige Allradversion erhältlich. Diese hatten dann aber die Bezeichnung C303/306 und besaß eine größere Karosserie. Einige Modelle sind auch im zivilen Einsatz.

Die Basis für das lange Zeit eckige, funktionelle Volvo-Design schuf ab 1967 die Serie Volvo P140. Sie wurde in den Jahren 1968-1975 durch den luxuriösen Volvo P164 als Oberklassemodell ergänzt. 1974 kam mit der Serie Volvo 240 der Nachfolger, welcher noch bis 1993 produziert wurde. Im Rahmen dieser Baureihe entstand auch das von Bertone designte Coupé Volvo 262 C, das zwar sehr schlicht gestaltet war, aber durch seine Seltenheit mittlerweile einen gewissen Sammlerstatus erlangt hat.

1975 erwarb Volvo von der niederländischen Firma DAF deren PKW-Sparte. Die schon auf dem Markt befindlichen Fahrzeuge, der DAF 66 und der DAF 46 wurden in modifizierter Form als Volvo 66 weiter hergestellt und verkauft. Diese PKW von DAF bzw. von Volvo waren mit dem Variomatic-Getriebe ausgestattet.

Seit 1976 wurden im niederländischen Werk von Volvo die Fahrzeuge der Volvo Serie 300 hergestellt, die Modelle Volvo 340 waren teilweise auch mit Variomatic-Getriebe ausgeruestet. Auf der Basis des Volvo 340 wurde ab 1981 der Volvo 360 mit 2l-Maschine von Volvo angeboten Die 360-Modelle wurden bis 1989, die 340-Modelle bis 1990 gebaut.

Die 300er-Serie wurde nicht in die USA exportiert, aber nach Australien und Neuseeland ebenso wie nach Europa. Besonders erfolgreich war die 300er-Serie in Großbritannien.

1982 wurde die Serie 700 eingeführt, die zunächst als Volvo 760 mit 6-Zylinder-Motor und ab 1984 als Volvo 740 mit 4-Zylinder-Motor auf den Markt kamen, und noch größer als die 240er waren. Auf Basis des 760 gab es abermals ein Coupé, den Volvo 780, der 1985 vorgestellt wurde. 1991 wurde die 700er Serie von den Modellen Volvo 940 und Volvo 960 abgelöst. Da die untere Hälfte des Autos bis zur Türscheibe der 700-er Reihe verzinkt war, erfreut sie sich extremster Langlebigkeit, welche durch die verbauten Motoren nur noch unterstrichen wird. Laufleistungen von mehr als 600 tkm und mehr sind -besonders in Schweden- bei diesen Modellen keine Seltenheit. Der Benzinmotor war eine Neuentwicklung ,er arbeitet besonders "Reibungsarm",die eingebauten Dieselmotoren von VW und Renault sind weniger langlebig.

1986 kam mit dem 480 ES ein sportliches Kombi-Coupé auf den Markt, welches sich an das Design des 1800 ES anlehnte und als erster Fronttriebler des Unternehmens ein Wegbereiter für zukünftige Fahrzeuge war. Auf dessen Basis kamen 1988/89 noch zwei Mittelklasse-Limousinen in Form des 440 und 460 heraus, welche sich bewusst an die jüngere Käuferschicht richteten. Die 400er-Serie wurde in den Niederlanden gefertigt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Volvo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Hauptsitz: Deutschland
Gegründet: 1948
Die Volkswagen AG, abgekürzt VW AG, ist Europas größter Automobilhersteller mit Sitz in Wolfsburg, Niedersachsen. Zum Volkswagen-Konzern gehören die Marken Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Seat, Škoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Allein in Deutschland gibt es neun Volkswagen-Werke, neben dem VW-Stammwerk in Wolfsburg beispielsweise das Volkswagen-Werk Kassel.

Gründung
Am 11. Februar 1933 forderte Marius van Frielingsdorf auf der Berliner Automobilausstellung die Motorisierung des deutschen Volkes. Es schwebte ihm die Konstruktion eines Autos vor, das 100 km/h Dauergeschwindigkeit auf der Autobahn halten kann, das mit vier Sitzen für Familien geeignet ist, sparsam im Verbrauch ist und vor allem unter 1000 Reichsmark (RM) kostet.

Der Österreicher Ferdinand Porsche wohnte damals noch in Rösrath auf dem Vorderstern Büchel 37, der Stadt Köln ein eigenes Konstruktionsbüro betrieb und zuvor bereits für verschiedene Unternehmen arbeitete, bekam am 22. Juni 1934 vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie den Entwicklungsauftrag für den Bau eines Prototypen. Die um die Beurteilung der Machbarkeit befragten deutschen Automobilfirmen bezweifelten aber zu Recht, dass der Volkswagen zu Hitlers Wunschpreis von unter 1000 RM zu realisieren sei. Schon andere Fahrzeugkonzepte zuvor, die bereits den Begriff Volkswagen nutzten, konnten aufgrund zu hoher Materialkosten und – mangels rationeller Fertigungsmethoden – zu hoher Produktionskosten nicht zu einem „volkstümlichen“ Preis angeboten werden. So hatte auf der oben erwähnten Automobilausstellung auch Josef Ganz einen Volkswagen mit dem Namen Maikäfer präsentiert.

Da die Automobilindustrie an einer Subventionierung des Volkswagens kein Interesse hatte, beauftragte Hitler die Deutsche Arbeitsfront (DAF) mit dem Bau der größten Automobilfabrik Europas. Am 28. Mai 1937 wurde unter der Aufsicht von Robert Ley, dem Leiter der DAF, die „Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH“ gegründet. Ihr erstes und einziges Produkt sollte der „KdF-Wagen“ (KdF = Kraft durch Freude) werden. Sie finanzierte den Aufbau des Volkswagenwerkes Wolfsburg vor allem aus dem Verkauf des 1933 beschlagnahmten Gewerkschaftsvermögens. Die spätere Produktion wurde nach einem von der DAF entwickelten Konzept vorfinanziert, demzufolge die künftigen Käufer des Volkswagens Vorauszahlungen zu leisten hatten. Der Kaufpreis von 990 RM wurde in Raten von 5 RM angespart und mit einer Sparmarke auf einer Sparkarte quittiert. Allerdings betrugen die 1939 kalkulierten Kosten eines Wagens mehr als das Doppelte.

Standort der Fabrik wurde die neu gegründete „Stadt des KdF-Wagens“. Sie entstand – auf dem Reißbrett geplant – nach einer Bereisung durch den Geschäftsführer Bodo Lafferentz mehr oder weniger zufällig im ländlich geprägten und dünn besiedelten Gebiet bei der Gemeinde Fallersleben sowie dem Schloss Wolfsburg mit dem dortigen Schulenburgischen Gutshof. Dieser Standort im Urstromtal der Aller in der geografischen Mitte des Reiches bot verkehrsgünstige Anbindungen durch

  • den Mittellandkanal
  • die Autobahn von Berlin nach Hannover (heute Bundesautobahn 2)
  • die Eisenbahnstrecke Berlin-Ruhrgebiet
  • und die Nähe zur Industriestadt Salzgitter sowie zur Großstadt Braunschweig.


Allerdings musste der Autobahnanschluss erst gebaut werden und eine Verbindung zur Eisenbahnhauptstrecke geschaffen werden. Daneben war eine ausreichende Infrastruktur zur Elektrizitäts- und Wasserversorgung sowie Telekommunikation zu errichten.

Da Ferdinand Porsche seinen Volkswagen in einer komplett neu erbauten Fabrik produzieren konnte, war es ihm möglich, das Produkt und seine Produktionsanlagen optimal aufeinander abzustimmen. So wurde die Zahl der zu pressenden Blechteile durch eine optimierte Formgebung (möglichst große Einzelbleche) reduziert. Die konsequente Fließbandfertigung orientierte sich an Beispielen von Ford in Detroit, deren Produktionsmethoden Porsche auf einer USA-Reise studierte.

Ab 1938 war Ferdinand Porsche Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Aufsichtsrats der neu gegründeten „Volkswagenwerk GmbH“, die den KdF-Wagen produzieren sollte. Dem Aufbau des Volkswagenwerkes (damals bei Fallersleben, heute Wolfsburg) als modernstem Automobilwerk Europas galt in den folgenden Jahren sein ganzes Engagement.

Im Herbst 1939 war der Rohbau der Produktionshallen fertig. Zu einer planmäßigen Produktion des VW Käfer (150.000/Jahr) kam es aber nicht, denn es fehlten Spezialwerkzeugmaschinen, weil sich die Wirtschaft auf den Krieg vorbereitete. Der für die Produktion benötigte Stahl sollte größtenteils aus der „Stadt der Hermann-Göring-Werke“ (Salzgitter) geliefert werden. Der KdF-Wagen, auf den viele Menschen gespart hatten, wurde nie ausgeliefert, sondern die Technik, die Porsche mitentwickelt hatte, wurde im Kübelwagen und im Schwimmwagen der Wehrmacht verwendet.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Volkswagenwerk auf die Produktion von Rüstungsgütern, unter anderem auch die Vergeltungswaffe V1, umgestellt. Dies wurde vor allem durch Anton Piëch organisiert. Der Schwiegersohn Porsches war ab 1941 Werksleiter und einer der drei Hauptgeschäftsführer. Von 1940 bis 1945 mussten dazu etwa 20.000 Menschen im Volkswagen-Werk Zwangsarbeit leisten, darunter Kriegsgefangene und Insassen der Konzentrationslager. 1942 wurde eigens ein KZ Arbeitsdorf angelegt, bis im April 1945 US-Truppen das Werk befreiten.

Nachkriegszeit
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ging die Zuständigkeit für das Volkswagenwerk Mitte Juni 1945 auf die britische Militärregierung über. 20 Prozent der Werksbauten waren zerstört, 93 Prozent der Maschinenausrüstung befand sich noch in verwendungsfähigem Zustand.[1]. 1946 wurde der erste Käfer produziert, aber in den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg war die Zukunft des Werkes sowie des „Käfers“ ungewiss. Erst danach erhielten das Unternehmen und seine Produkte offiziell die Bezeichnung „Volkswagen“. Sowohl eine Demontage des Werkes als auch eine Weiterführung der Käferproduktion in anderen Ländern waren mögliche Optionen. Unter anderem die britische Firma Humber sowie Ford waren zunächst am VW-Werk interessiert. Aufgrund falscher Markteinschätzung, der Nähe zur sowjetischen Besatzungszone sowie einer vernichtenden technischen Bewertung des VW Käfers durch einen britischen Untersuchungsbericht gaben alle Interessenten jedoch ihre Absichten zum Kauf des VW-Werkes auf.

Im besagtem Untersuchungsbericht wurde der Käfer als eine nicht nachahmungswürdige Konstruktion beurteilt, die angeblich nicht den Anforderungen genügte, die man zur damalige Zeit an Kleinwagen stellen musste. Aus heutiger Sicht ist dieses Urteil nicht nachvollziehbar, da vom VW-Käfer mehr als 21 Millionen Exemplare hergestellt wurden, die alle in ihrer Grundkonzeption dem Vorkriegsentwurf entsprachen.

Sehr großen Einfluss auf die Entwicklung des Volkswagenwerkes in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der britische Offizier Major Ivan Hirst. Dieser sorgte zusammen mit dem deutschen Management dafür, dass die Produktion wieder in Gang kam. Die deutsche Werksleitung bestand unter anderem aus dem Berliner Industrieanwalt Hermann Münch, der zunächst als Treuhänder mit dem Wiederaufbau des Werkes beauftragt wurde und nach der Ablösung von Rudolf Brörmann am 17. Juni 1946 auch Generaldirektor sowie zum Haupttreuhänder berufen wurde. Anfangs wurde die Nachfrage der Besatzungsverwaltung nach Dienstfahrzeugen gedeckt. Bald wurden die ersten zivilen Fahrzeuge hergestellt und auf Initiative von Hirst ein Kundendienst- und Vertriebssystem - auch im Ausland - aufgebaut sowie Qualität und Produktionskapazitäten gesteigert. Hirst empfahl schließlich den Techniker Heinrich Nordhoff, der zuvor bei Opel tätig gewesen war, als Nachfolger Münchs einzusetzen.

1948 wurde Heinrich Nordhoff Generaldirektor. 1949 kam das Unternehmen unter Treuhandschaft des Bundes und des Landes Niedersachsen und wurde als Volkswagenwerk GmbH geführt.

Das Volkswagenwerk in Wolfsburg sollte zur größten Automobilfabrik der Welt werden. Die Werksfläche nimmt heute eine Fläche vergleichbar mit der von Gibraltar ein. Allein die überdachte Hallenfläche ist ungefähr so groß wie das Fürstentum Monaco.

1955 wird in Wolfsburg die Fertigstellung des einmillionsten Volkswagens gefeiert.

Die Volkswagenwerk GmbH wird am 22. August 1960 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und teilprivatisiert und heißt mit neuem Namen „Volkswagenwerk Aktiengesellschaft“. 60 Prozent des VW-Stammkapitals werden in Form von sogenannten Volksaktien im Gesamtnennwert von 360 Millionen DM ausgegeben, womit umgerechnet zirka 500 Millionen Euro erlöst wurden. Je 20 Prozent hielten die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen weiter. Mit dem Verkaufserlös und den Gewinnansprüchen aus den verbliebenen 40 Prozent Aktien der öffentlichen Hand wurde nach langjährigem Tauziehen zwischen Bund und Niedersachsen zur Förderung der Wissenschaft 1961 als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts die Stiftung Volkswagenwerk mit Sitz in Hannover gegründet. Eine Besonderheit dabei ist das so genannte VW-Gesetz vom 21. Juli 1960, das nicht nur die Privatisierung regelte, sondern auch trotz Minderheitenposition der öffentlichen Hand deren entscheidenden Einfluss weitersichern soll. Es beinhaltet, dass kein Anteilseigner mehr als 20 Prozent an Stimmrechte ausüben darf. Damit werden feindliche Übernahmen oder Sperrminoritäten verhindert. Der Europäische Gerichtshof hat am 23. Oktober 2007 entschieden, dass die im VW-Gesetz enthaltene Beschränkung der Stimmrechtsanteile auf maximal 20 Prozent gegen EU-Recht verstößt.

1962 beschäftigt der Gesamt-Konzern 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 6,4 Milliarden DM.

Im Oktober 1964 übernimmt die Volkswagen AG die Auto Union GmbH von Daimler-Benz. Das Unternehmen mit Sitz in Ingolstadt sichert den Wolfsburgern neue Technologien, wie die Wasserkühlung im Motorenbau und den Frontantrieb. Unter dem Markennamen Audi hat Volkswagen erstmals eine zweite Konzernmarke im Angebot, in die 1969 das Unternehmen NSU integriert wird.

Die 1970er Jahre
Mit dem von NSU entwickelten K 70 bringt Volkswagen erstmals ein Fahrzeug mit Frontmotor, Frontantrieb und Wasserkühlung auf den Markt und markiert damit einen Umbruch in der VW-Geschichte.

1972 sind 192.100 Mitarbeiter bei Volkswagen beschäftigt und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 16 Milliarden DM.

Volkswagen wird 1972 Produktionsweltmeister: Mit 15.007.034 montierten Wagen löst der VW Käfer den bis dato gültigen Produktionsrekord des Anfang des 20. Jahrhunderts von der Ford Motor Company gebauten T-Modells ab. (Im Jahre 2002 verwies der VW Golf mit 21,5 Millionen gebauten Einheiten den Käfer auf Platz drei in der Rangfolge der am meisten produzierten Automobile. Produktionsweltmeister blieb der Toyota Corolla, gefolgt vom VW Golf. Das T-Modell von Ford belegt den vierten Platz. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass sowohl der Käfer als auch das T-Modell nahezu unverändert produziert wurden, während bei Corolla und Golf mehrere Modelle unter dem selben Namen firmieren.)

VW war anfang der 70er Jahre in schweres Fahrwasser geraten: Die Käfer-Produktion brach langsam ein, die glücklosen abgeleiteten Heckmotormodelle konnten keinen Ausgleich bieten. Als Retter in der Not erwies sich die 1964 zugekaufte Audi NSU Auto Union AG: Mit Rückgriff auf Audi-Komponenten gelang es in kürzester Zeit, ein modernes, attraktives Modellprogramm auf die Beine zu stellen. Der erste Vertreter dieser neuen wassergekühlten Modelle war der mit dem damaligen Audi 80 fast identische Passat. Er geht im Mai 1973 in Produktion, im Januar 1974 folgt der Golf, der sich danach schnell zum Verkaufsschlager entwickelt. Gefertigt wird nach dem Baukastenprinzip, bei dem durch in verschiedenen Modellen einsetzbare Bauteile erhebliche Einsparpotenziale freigesetzt werden. Der Nachteil war jedoch, dass sich von nun an VW- und Audi-Modelle sehr ähnlich sahen. Bald darauf wurde die Produktion des Erfolgsmodells „Käfer“ aus Kostengründen nach Mexiko verlagert, wo das Symbol des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ bis 2003 gebaut wurde. Der Übergang vom VW Käfer zum VW Golf ist ein Standardbeispiel für nicht durchgeführtes Lebenszyklusmanagement (Lifecycle-Management) eines Produktes und die daraus resultierenden Folgen für ein Unternehmen.

Im Jahre 1978 wurde unter dem Namen V.A.G (Volkswagen- und Audi-Gemeinschaft)[2] eine gemeinsame Vetriebsplattform für Audi und Volkswagen eingeführt. Die Händler bekamen in Form eines umlaufenden blauen Bandes ein einheitliches Erscheinungsbild. Die Begrifflichkeit „V.A.G-Partner“ setzt sich in der Öffentlichkeit nicht durch und verschwand um 1992 wieder.

Die 1980er Jahre
Mit dem von NSU entwickelten K 70 bringt Volkswagen erstmals ein Fahrzeug mit Frontmotor, Frontantrieb und Wasserkühlung auf den Markt und markiert damit einen Umbruch in der VW-Geschichte.

1972 sind 192.100 Mitarbeiter bei Volkswagen beschäftigt und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 16 Milliarden DM.

Volkswagen wird 1972 Produktionsweltmeister: Mit 15.007.034 montierten Wagen löst der VW Käfer den bis dato gültigen Produktionsrekord des Anfang des 20. Jahrhunderts von der Ford Motor Company gebauten T-Modells ab. (Im Jahre 2002 verwies der VW Golf mit 21,5 Millionen gebauten Einheiten den Käfer auf Platz drei in der Rangfolge der am meisten produzierten Automobile. Produktionsweltmeister blieb der Toyota Corolla, gefolgt vom VW Golf. Das T-Modell von Ford belegt den vierten Platz. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass sowohl der Käfer als auch das T-Modell nahezu unverändert produziert wurden, während bei Corolla und Golf mehrere Modelle unter dem selben Namen firmieren.)

VW war anfang der 70er Jahre in schweres Fahrwasser geraten: Die Käfer-Produktion brach langsam ein, die glücklosen abgeleiteten Heckmotormodelle konnten keinen Ausgleich bieten. Als Retter in der Not erwies sich die 1964 zugekaufte Audi NSU Auto Union AG: Mit Rückgriff auf Audi-Komponenten gelang es in kürzester Zeit, ein modernes, attraktives Modellprogramm auf die Beine zu stellen. Der erste Vertreter dieser neuen wassergekühlten Modelle war der mit dem damaligen Audi 80 fast identische Passat. Er geht im Mai 1973 in Produktion, im Januar 1974 folgt der Golf, der sich danach schnell zum Verkaufsschlager entwickelt. Gefertigt wird nach dem Baukastenprinzip, bei dem durch in verschiedenen Modellen einsetzbare Bauteile erhebliche Einsparpotenziale freigesetzt werden. Der Nachteil war jedoch, dass sich von nun an VW- und Audi-Modelle sehr ähnlich sahen. Bald darauf wurde die Produktion des Erfolgsmodells „Käfer“ aus Kostengründen nach Mexiko verlagert, wo das Symbol des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ bis 2003 gebaut wurde. Der Übergang vom VW Käfer zum VW Golf ist ein Standardbeispiel für nicht durchgeführtes Lebenszyklusmanagement (Lifecycle-Management) eines Produktes und die daraus resultierenden Folgen für ein Unternehmen.

Im Jahre 1978 wurde unter dem Namen V.A.G (Volkswagen- und Audi-Gemeinschaft)[2] eine gemeinsame Vetriebsplattform für Audi und Volkswagen eingeführt. Die Händler bekamen in Form eines umlaufenden blauen Bandes ein einheitliches Erscheinungsbild. Die Begrifflichkeit „V.A.G-Partner“ setzt sich in der Öffentlichkeit nicht durch und verschwand um 1992 wieder.

Die 1980er Jahre
Ab 1982 leitet Carl H. Hahn, Sohn eines Mitbegründers der Auto-Union, die Gesellschaft. Er wechselt 1993 in den Aufsichtsrat des Unternehmens.

Im Jahre 1982 wird mit der chinesischen SAIC-Gruppe ein Vertrag über die Produktion des VW Santana in der Volksrepublik China unterzeichnet. Die Produktion läuft 1988 an.

Die Einführung des VW Golf II bringt auch den Beginn neuer Fertigungsmethoden mit sich (z.B. Verwendung von Robotern).

Die Hauptversammlung beschließt 1985, das Unternehmen von „Volkswagenwerk AG“ in „VOLKSWAGEN AG“ umzubenennen.

Die 1990er Jahre
1992 wurde das gemeinsame Vertriebsnetz von Volkswagen und Audi, welches seit 1978 unter der Bezeichnung V.A.G. bekannt war, wieder aufgeteilt, um den beiden Marken ein profilierteres und eigenständigeres Image zu verleihen. Seither werden Volkswagen- und Audi-Fahrzeuge getrennt vertrieben.

Ferdinand Piëch - ein Porsche-Enkel - übernimmt zum 1. Januar 1993 den Vorsitz im Vorstand der Volkswagen AG.

Der 1995 vorgestellte VW Sharan ist der erste erfolgreiche Versuch von VW, sich auch im Markt der Nischenfahrzeuge zu etablieren und am damals boomenden Markt der Vans zu partizipieren. Dazu wird eine strategische Allianz mit Ford geschlossen, die den Wagen als Ford Galaxy anbieten. Der Sharan wird ebenfalls bei Seat gefertigt, dort unter dem Namen Alhambra. Produziert werden die Fahrzeuge in Portugal.

Im Jahre 1998 präsentiert VW in den USA den VW New Beetle. Das als sogenanntes „Fun-Car“ positionierte Fahrzeug wird mit seiner markanten Karosserie im Retrodesign auf dem US-Markt ein Erfolg.

Mit Einführung der Vier-Tage-Woche für die Beschäftigten vom Volkswagen beschreiten Vorstand (u.a. Peter Hartz), Betriebsrat und IG Metall 1994 einen neuen Weg zur Standort- und Beschäftigungssicherung.

Nach dem Übernahmepoker zwischen der Volkswagen AG und BMW um den britischen Luxuswagenhersteller Rolls-Royce entscheiden sich die Aktionäre des Mutterkonzern Vickers am 5. Juni 1998 für das Angebot des VW-Konzerns in Höhe von 1,3 Milliarden DM. Am 28. Juli 1998 gibt VW die Namensrechte an Rolls-Royce ab dem Jahr 2002 an BMW ab, um sich dann auf die Produktion des Luxuswagens Bentley zu konzentrieren.

Im Jahre 1999 bringt VW mit dem Lupo 3L TDI das erste Dreiliterauto auf den Markt. Dafür erhält VW von den Umweltverbänden viel Anerkennung. In Dresden legt Volkswagen im gleichen Jahr den Grundstein für die „Gläserne Manufaktur“, in der heute der Phaeton endmontiert wird.

Die 2000er Jahre
Der Volkswagen-Konzern eröffnet 2000 die in Wolfsburg erbaute „Autostadt“, ein Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum kombiniert mit einem Freizeitpark. In der AutoStadt können Kunden ihren Neuwagen abholen, ein Automobilmuseum besuchen und sich über die Produktpalette des Konzerns in verschiedenen Markenpavillons informieren.

Das 2002 vorgestellte „Ein-Liter-Auto“ erhob Anspruch auf die Technologieführerschaft der Volkswagen AG bei sparsamen Fahrzeugen. Aus wirtschaftlichen Gründen konnte die Konzeptstudie aber in der vorgestellten Form nicht umgesetzt werden.

2004 geriet Volkswagen unter wirtschaftlichen Druck. Der Konzern erlitt im Geschäftsjahr 2003 einen Gewinneinbruch von über 50 Prozent. Der Vorstand kündigte eine umfassende Restrukturierung des Unternehmens an, um in Zusammenarbeit mit der Belegschaft die Kosten zu senken und die deutschen Produktionsstandorte wettbewerbsfähiger zu machen.

Als Gründe für die Unternehmenskrise gelten vor allem die hohen Löhne und Produktionskosten bei VW. Nach eigenen Angaben hat VW elf Prozent höhere Personalkosten als der Durchschnitt der anderen deutschen Automobilproduzenten. Dies führt zu vergleichsweise hohen Fahrzeugpreisen. Zudem werden von Kritikern die hohen Dividendenausschüttungen von zirka 336 Millionen Euro jährlich (durch 320,3 Millionen Stammaktien zu je einer Dividende von 1,05 Euro) an die Stammaktionäre, zu hohe Managergehälter und Abfindungen für die ihrer Meinung nach zu hohen Preise mit verantwortlich gemacht. So würde allein die Dividendenzahlung derzeit ungefähr 933 Euro jährlichem Lohnverzicht für jeden der 343.000 Beschäftigten entsprechen oder alternativ z. B. einer Preissenkung für jedes der 5,1 Millionen im Jahr 2004 gefertigten Automobile von 65 Euro.

Die 2003 vorgestellte fünfte Generation des Golf hatte 2004 mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Der im Vergleich zum Golf IV identische Einstiegspreis passte nicht zur schlechten Konjunktursituation und der damit verbundenen Kaufzurückhaltung der Menschen in Deutschland. Zudem verstärkte sich 2004 der Preiskampf in der Automobilbranche weiter. Um den Absatz zu steigern, entschied sich der Konzern für eine in der VW-Modellgeschichte einzigartige Rabattaktion, die „Jubiläumsaktion 30 Jahre Golf“ genannt wurde. Alle Golf-V-Käufer erhielten die Klimaanlage bis zum September 2004 gratis dazu.

Im gleichen Jahr musste der Konzern einen weiteren Fehler in seiner Produktpolitik indirekt eingestehen. Es wurde angekündigt, die freien Kapazitäten der Gläsernen Fabrik künftig mit der Produktion des britischen Bentley Continental Flying Spur auslasten zu wollen. Der mit hohen Entwicklungskosten verbundene Versuch, die Marke VW mit einem Modell in der Oberklasse zu positionieren, scheint gescheitert. Ob das Modell eine Weiterentwicklung erfährt, ist noch offen.

Anfang des Jahres 2005 erwarb die Porsche AG als größter Aktionär einen Anteil von ungefähr 21 Prozent der Stammaktien der Volkswagen AG sowie eine Option auf weitere vier Prozent der Anteile.

Im Frühjahr 2005 wurde die neue Generation des Passat, dem zweitwichtigsten Modell der Marke VW, vorgestellt. Die zweite wichtige Neuerscheinung in diesem Jahr war der VW Fox, der den Lupo ablöste und in Brasilien gebaut wird. Die Verkaufszahlen des Passat entsprachen den Erwartungen. Bei einigen Modellen zeigten sich Qualitätsprobleme, ausgelöst auch durch den weit verbreiteten Einbau empfindlicher Elektronik.

Im Sommer 2005 erschütterte eine Korruptionsaffäre den Konzern. Interne Verfehlungen einzelner Mitarbeiter (Luxusreisen und Bordellbesuche der Betriebsräte auf Firmenkosten etc.) machen Schlagzeilen. Das Modell des Zusammenwirkens von Betriebsrat, Gewerkschaften, Vorstand und Landesregierung im Aufsichtsrat des Konzerns gerät daraufhin in öffentliche Kritik. Das Rücktrittsgesuch des VW-Personalchefs Peter Hartz, auch als Namensgeber der Arbeitsmarktreform der rot-grünen Bundesregierung bekannt, in dessen Verantwortungsbereich die Verfehlungen fallen, wird durch das VW-Management angenommen.

Im September 2005 sind die Angestellten des Volkswagenwerkes im brasilianischen Sao Bernardo do Campo in einem unbefristeten Streik getreten. Wie der Streikführer Valdir Freire Dias mitteilte, fordern die Angestellten eine höhere Gewinnbeteiligung als bisher. In einer Vollversammlung hätten sie daher für einen unbefristeten Ausstand gestimmt. Rund 9000 der insgesamt 12.000 Beschäftigten des VW-Werkes im Großraum Sao Paulo hätten sich an der Vollversammlung beteiligt. Laut Dias verlangen die Streikenden die Zahlung von 5.500 Real (rund 2.070 Euro) als Gewinnbeteiligung. Das Unternehmen schlägt hingegen eine Summe von 4.700 Real (rund 1.770 Euro) vor. Das Werk in Sao Bernardo do Campo ist das größte des Volkswagenkonzerns in Brasilien.

Im Oktober 2006 legte Volkswagen den Grundstein für ein neues Automobilwerk Russland, in dem ein auf den russischen Markt zugeschnittenes Modell gefertigt werden soll.

Im November 2006 wurde überraschend ein Wechsel an der Konzernspitze angekündigt. Martin Winterkorn, bisheriger Chef von Audi, wird zum Jahreswechsel 2006/07 den Posten des Vorstandsvorsitzenden im Volkswagen-Konzern vom bisherigen Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder übernehmen, der den Konzern verlässt. Winterkorn war unter Piëch Entwicklungsvorstand bei Volkswagen und führte von 2003 an die Erfolgsserie der VW-Tochter Audi fort. Winterkorn steht vor der Aufgabe die Kernmarke VW wieder profitabel zu machen und sie insbesondere auf dem Heimatmarkt Europa wieder in die Gewinnzone zurückzuführen sowie den gesamten Konzern im globalen Wettbewerb zu stärken. Die Gründe für die Ablösung von Pischetsrieder liegen bisher im Dunkeln. Als treibende Kraft wird jedoch der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piëch vermutet, dessen Verhältnis zu Pischetsrieder sich in der Vergangenheit merklich abgekühlt hatte, weil dieser sich in seinen Entscheidungen von Piëchs Vorstellungen mehr und mehr emanzipierte. Der Zeitpunkt des Wechsels an der Spitze gilt als unglücklich gewählt, da sich die Volkswagen AG gerade in einer von Pischetsrieder eingeleiteten Sanierungsphase befindet.

Ebenfalls im November 2006 erhöhte die Porsche AG ihren Anteil an VW auf 27,4 Prozent und hat diesen Anteil am 26. März 2007 auf 30,9 Prozent ausgebaut[3]. Damit ist Porsche mit Abstand größter Anteilseigner vor dem Land Niedersachsen mit 20,20 Prozent. Porsche spricht sich zudem gegen das VW-Gesetz aus und beansprucht entsprechend seinen Anteilen Sitze im Aufsichtsrat. Am 23. Oktober 2007 ist mit Urteil des Europäischen Gerichtshofs das VW-Gesetz für europarechtswidrig erklärt worden.

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Hauptsitz: Japan
Gegründet: 28. August 1937
Die japanische Toyota Motor Corporation ist gemessen am Börsenwert (2007) die Nummer 1. Das Unternehmen wird im Nikkei 225 gelistet. Und laut der Fortune Global 500 Liste 2007 ist Toyota mit einem Jahresumsatz von 204 Milliarden US-Dollar das sechstgrößte Unternehmen der Welt (2006 lag Toyota noch auf Platz 8).

Beim Pkw-Absatz liegt Toyota weltweit auf Platz 2, knapp hinter General Motors [3]. Bislang überrundete Toyota kurzfristig GM im ersten Quartal 2007. [4] 2004 machte Toyota mehr Gewinn als General Motors, DaimlerChrysler und VW zusammen (siehe auch Automobilindustrie). Seit dem Jahr 2001 ist Toyota der weltgrößte Hersteller von Flurförderzeugen (Gabelstapler, Hubwagen, etc.) mit einem stetig steigenden Weltmarktanteil von aktuell (Geschäftsjahr 2004) 24,4 Prozent. Die Toyota Motor Corporation hat ihren Hauptsitz in der japanischen Stadt Toyota bei Nagoya und wurde 1937 zu einer eigenständigen Firma. Toyota produziert des Weiteren noch viele andere Güter wie z. B. Naturschutzanlagen, Fertighäuser, Boote, elektronische Geräte und Banknetzwerke. Seit 2005 ist Toyota auch Inhaber des zweitgrößten Mobilfunknetzes in Japan. Das Unternehmen zählt inzwischen 522 Tochterunternehmen mit insgesamt fast 300.000 Mitarbeitern (Stand 2007).

Geschichte
Die Geschichte Toyotas begann 1867 in einer abgelegenen ländlichen Gegend außerhalb von Nagoya (Japan). Hier wurde in diesem Jahr Sakichi Toyoda als Sohn des armen Zimmermanns Ikichi Toyoda geboren. Von seinem Vater erlernte er das Handwerk des Zimmermanns und benutzte dieses Wissen schließlich, um hölzerne Spinnmaschinen zu entwerfen und zu bauen. 1894 begann er, manuelle Webstühle zu bauen, die billiger waren und besser funktionierten als bisherige Webstühle. Davon gestört, dass seine Mutter, seine Großmutter und ihre Freunde immer noch so hart in den Spinnereien und Webereien arbeiten mussten, begann er, kraftmaschinengetriebene hölzerne Webmaschinen zu entwickeln. Dazu kaufte er sich eine gebrauchte Dampfmaschine und experimentierte mit ihr herum. 1924 erfand Sakichi seine „automatisierte Webmaschine“, in der zum ersten Mal ein Prinzip des späteren Toyota-Produktionssystems zum Einsatz kam: Jidōka, auch autonome Automation genannt. Diese Webmaschine enthielt einen Mechanismus, der die Maschine automatisch stoppte, falls ein Faden riss. Somit konnten wenige Personen eine große Anzahl Webmaschinen bedienen, und es musste nicht für jede Webmaschine ein Arbeiter abgestellt werden, der nur darauf achtet, ob ein Faden reißt. Für deren Produktion und Vermarktung gründete er Toyoda Automatic Loom Inc.

Als Sakichi Toyoda bemerkte, dass Automobile immer größere Bedeutung gewannen, schickte er seinen Sohn Kiichirō Toyoda 1929 nach Großbritannien, um die Patentrechte seiner automatisierten Webmaschine an die britische Firma Platt Brothers zu verkaufen, und mit dem Erlös eine Automobilproduktion aufzubauen. Kiichirō Toyoda handelte 100.000 britische Pfund aus und benutzte dieses Kapital, um mit dem Aufbau einer Automobilsparte zu beginnen. 1934 wurde die erste Maschine produziert, die ab 1935 zur Produktion des ersten Automodells Toyota A1 und des GG Trucks diente. Produktionsstart für das Automodell AA war 1936.

Am 28. August 1937 wurde die Automobilsparte dann als Toyota Motor Corporation zu einem eigenständigen Unternehmen. Anstelle des Familiennamens Toyoda wurde Toyota gewählt, um dem Gründer die Trennung von Arbeitsleben und Privatleben zu ermöglichen, und die Aussprache zu vereinfachen. Durch die Verwendung von Katakana wird der Name nun mit acht Strichen geschrieben. Da die 8 in Japan eine Glückszahl darstellt, war auch dies ein wichtiger Grund für die Umbenennung.

Während des Pazifikkrieges diente die Lkw-Produktion dem japanischen Militär. Bevor die geplante Bombardierung der Toyota-Werke stattfinden konnte, war der Krieg jedoch schon beendet. Die kommerzielle Produktion begann erneut 1947 mit dem Modell SA.

Toyotas Erfolg auf dem Automarkt wird mehreren Prinzipien zugeschrieben, die zusammen als Toyota-Produktionssystem bezeichnet werden, welches von Taiichi Ōno entwickelt wurde.

Die amerikanische Automobilindustrie unterschätzte die asiatische Konkurrenz bis in die 1960er-Jahre. Dies änderte sich jedoch in den Ölkrisen der 1970er, als weltweit die Nachfrage nach kleineren, spritsparenden Autos zunahm, und die japanischen Autofirmen den Bedarf deckten. Die japanischen Firmen hatten mittlerweile auch höhere Qualitätsstandards als die westliche Konkurrenz entwickelt, und konnten die Autos weiterhin preiswert anbieten.

In den 1980ern begannen dann europäische und amerikanische Firmen, die Methoden von Toyota und anderen japanischen Automobilfirmen zu übernehmen.

Der Vertrieb von Toyota-Automobilen in Deutschland begann 1970. Im Jahr 2004 betrug der Marktanteil in Deutschland 3,9 Prozent, in Europa 5,0 Prozent, in Japan 44 Prozent und weltweit über 12 Prozent.

Die KBA-Pkw-Zulassungen in Deutschland der beiden Unternehmens-Marken Toyota und Lexus lagen zwischen dem 1.4.2006 und dem 31.3.2007 bei 148.639 Einheiten. Sie sind damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,8 Prozent gestiegen. Der Marktanteil für diesen Zeitraum liegt bei 4,4 Prozent. Der Umsatz der Toyota Deutschland GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr (1.4.2006 - 31.3.2007) betrug 2,58 Milliarden Euro, das entspricht einem Plus von 12,6 Prozent.

Im Jahr 1989 führte Toyota für den amerikanischen und europäischen Markt die Edelmarke Lexus ein, welche sich in kürzester Zeit zur meistverkauften Luxusautomarke Amerikas entwickelte. Mittlerweile werden die Fahrzeuge auch in Japan selbst angeboten.

2007 gelang es Toyota auf dem US_Markt an Ford vorbei zu ziehen und sich damit auf Rang zwei, hinter General Motors, zu etablieren.

Vertrieb von Fahrzeugen in Deutschland
Der erste offiziell nach Deutschland importierte Toyota war ein Corolla 1211 Coupé, der am 18. Februar 1971 verkauft wurde. Erster Importeur in Deutschland war ein knapp zehnköpfiges Team in einem angemieteten, 70 Quadratmeter großen Autohaus in Köln. Bis 1968 hatten sie für die Firma Woodhouse britische Marken wie MG und Morris importiert. Am 9. Oktober 1970 wurde die Firma „Deutsche TOYOTA-Vertrieb Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ gegründet. Vereinzelt wurden allerdings bereits vor 1970 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen, diese stammten allerdings aus Belgien (seit 1963). Im ersten offiziellen Verkaufsjahr (1971) wurden in Deutschland 883 Fahrzeuge der Modelle Corolla und Carina für den Straßenverkehr zugelassen.

Toyota bereitete die Fahrzeuge wegen der deutlich höheren Geschwindigkeiten auf deutschen Straßen sorgfältig vor. Es dauerte bis zum März 1971, bis die ersten Fahrzeuge nach Deutschland geliefert wurden. Hauptverkaufsargumente waren die simple Bauweise mit Starrachse und Blattfedern hinten sowie die für damalige Zeiten sehr umfangreiche Serienausstattung. Wenige Monate nach Vertriebsbeginn wurde der Firmensitz zur Vergrößerung nach Frechen-Königsdorf verlegt. Ende 1972 waren dort bereits 83 Mitarbeiter für 332 Händler tätig.

Am 26. Juni 1974 ging die Herstatt-Bank, die Hausbank des Kölner Firmengründers, in Konkurs. Im November 1974 übernahm die „Toyota Motor Sales Ltd.“ die Geschäftsanteile der Kölner Firma mit 133 Mitarbeitern und 500 Händlern. An ihrer Spitze stand nun Mitsuo Yamada. 1976 folgte die Umbenennung in „Toyota Deutschland GmbH“. Derzeit beschäftigt die Toyota Deutschland GmbH rund 350 Mitarbeiter in ihrer Vertriebszentrale in Köln. Außerdem ist Toyota in Köln mit den Gesellschaften TLSDE, Toyota Financial Services, der Toyota Informations-Systeme GmbH, der Toyota Kreditbank (TKG) sowie der Toyota Motorsport GmbH vertreten. Insgesamt beschäftigt Toyota in Köln ca. 1.500 Mitarbeiter. Der Marktanteil der Automobilmarke Toyota betrug im Jahr 2005 3,93 %. Am 22. August 2002 wurde das zweimillionste Fahrzeug an eine Kundin übergeben.

Qualität und Kundenzufriedenheit
Toyotas Produkte schnitten bei Pannenstatistiken in den letzten Jahren regelmäßig sehr gut ab. Bei einer Kundenzufriedenheitsstudie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens J. D. Power and Associates im Jahr 2002 belegte Toyota in sechs von sieben Kategorien den ersten Platz. Auch wenn das in der gleichen Umfrage 2004 nur noch in drei Kategorien der Fall war, erreichte Toyota insgesamt zum dritten Mal in Folge den ersten Platz. 2005 erreichte Toyota erneut den ersten Platz und konnte die Gesamtnote sogar noch steigern. So siegte Toyota in allen 5 Kategorien, in denen das Unternehmen angetreten war: bester Kleinwagen war der Toyota Yaris Verso, bester Kompaktwagen der Toyota Corolla, bester Mittelklassewagen der Toyota Avensis (der auch Gesamtsieger wurde), bester Van der Toyota Corolla Verso und der beste Geländewagen war der Toyota RAV4. Bei den Minis siegte der Daihatsu Cuore (Daihatsu gehört zum Toyota-Konzern).

Toyota verwendet das selbst entwickelte Toyota-Produktionssystem, das vor allem aus den Teilen TQM (Total Quality Management), Kanban, Kaizen, TPM (Total Productive Maintenance) und Poka Yoke besteht. Dieses neuartige Produktionskonzept wurde von Toyota unter der Federführung von Taiichi Ōno ab 1950 entwickelt, und wurde später von sämtlichen größeren Autoherstellern übernommen beziehungsweise kopiert. Es bildet heute eine wichtige Grundlage wissenschaftlicher Arbeit, Forschung und Lehre im Rahmen der Betriebswirtschaftslehre. Im Produktentstehungsprozess nutzt Toyota die Methode Design Review Based on Failure Mode (DRBFM). Die Methode DRBFM ist eine entwicklungsbegleitende Kreativitätsmethode und zugleich auch eine Philosophie zur diskursorientierten Designfindung beziehungsweise Designevaluierung.

Nach einer Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts Puls im Auftrag der "Süddeutschen Zeitung" halten die Deutschen Toyota für den umweltfreundlichsten Autohersteller.

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Hauptsitz: Japan
Gegründet: 10.Februar 1887
Das Unternehmen Suzuki Motor Corporation, gelistet im Nikkei 225, ist ein japanischer Hersteller von Motorrädern, Autos und Außenbordmotoren. Er ist nach Honda größter Exporteur für Motorräder weltweit. Die deutsche Vertriebsgesellschaft von Suzuki hat ihren Sitz in Bensheim.

Entwicklung/Firmengeschichte
Der Unternehmensgründer Michio Suzuki wurde am 10. Februar 1887 in der Nähe von Hamamatsu, etwa 200 km südwestlich von Tokio, geboren.

Dort gründete er 1909 ein Unternehmen zur Herstellung von Webstühlen. Dieses expandierte rasch, und 1920 folgte der Gang an die Börse als Suzuki Loom Manufacturing Co. Zu dieser Zeit gab es durchaus Bestrebungen Suzukis, ein eigenes Automobil zu entwickeln - Japan war damals im Fahrzeugbereich äußerst rückständig gegenüber Europa und Amerika, und die Nachfrage an Kraftfahrzeuge im eigenen Land stieg. 1936 kaufte Michio Suzuki einen "Austin 7". Mit seinen Ingenieuren zerlegte er das britische Automobil und studierte es genau, woraufhin sie einen Prototyp entwickelten, den sie im folgenden Jahr 1937 präsentierten.

Zwar wurden noch weitere Fahrzeuge gebaut, die Herstellung wurde aber bald auf Kriegsproduktion umgestellt, wodurch in Japan die Fertigung "nicht lebenswichtiger" Güter stark eingeschränkt wurde. Die Fahrzeugprojekte wurden vorerst fallen gelassen. Schon 1937 produzierte Suzuki Munition für die Kaiserliche Armee. In den Folgejahren gab es zunehmend militärische Aufträge, Suzuki wurde Teil des militärisch-industriellen Komplexes.

Während des 2. Weltkriegs wurden viele Produktionseinrichtungen zerstört und die Herstellung auf andere Bereiche verschoben. Nach Kriegsende fertigte Suzuki unter anderem Landmaschinen und Heizlüfter.

Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg
Im Juni 1952 stellte Suzuki sein erstes Motorrad vor, ein mit einem 36 cm³-Motor angetriebenes Fahrrad namens Power Free. Der Motor der Power Free war auch ohne Fahrrad erhältlich und leistete 1 PS. Im März des Folgejahres 1953 erschien die Diamond free (60 cm³-Motor und 2 PS), gefolgt vom Mini Free 1954. Das erste "richtige" Motorrad war die Colleda mit 90 cm³-Viertaktmotor mit 3 PS, die im Mai 1954 vorgestellt wurde. Sie war für damalige Verhältnisse innovativ und orientierte sich stark an europäischen Vorbildern. Bald gab es die Colleda auch mit größeren Motoren.

Inzwischen war das Geschäft mit Motorrädern für Suzuki so wichtig, dass sich die Firma 1954 in Suzuki Motor Company umbenannte. Im gleichen Jahr wurde die Produktion von Webstühlen eingestellt.

Im Jahr 1955 stellte man mit dem Suzulight (360 cm³, 2-Zylinder) den ersten erfolgreichen Kleinwagen vor. Mit diesem Fahrzeug konnte Suzuki erstmals richtig auf dem Automobil-Sektor Fuß fassen.

Bald begann man mit der internationalen Expansion. So wurde 1963 die US-amerikanische Vertriebsgesellschaft Suzuki Motor Corp. in Los Angeles gegründet. Damit wurde der wichtige US-amerikanische Markt erschlossen.

Weitere wichtige Meilensteine waren unter anderem:

    • 1965 stellte Suzuki den D55 vor, einen Außenbordmotor zum Bootsantrieb mit 5,5 PS und 2-Zylindern.
    • Seit 1969 werden Motorräder in Deutschland vertrieben, seit 1980 werden außerdem Automobile auf dem deutschen Markt angeboten.
    • Im Jahr 1976 wird die GS-Baureihe eingeführt. Basis ist die Entwicklung des GS 650 E. Mit der Einführung der 4 Takt Motoren wurden die 2 Takter weitestgehend aus dem Programm genommen. Einzig im Motocrossbereich werden noch Zweitaktmotoren hergestellt.
    • Mit dem ersten Quad, der "LT 125", die 1982 entwickelt wurde und 1983 auf den Markt kam, war Suzuki Pionier eines neuen Marktes.
    • 1984 stellte Suzuki auf der Internationalen Fahrrad und Motorradausstellung in Köln die GSX-R 750 vor, welches wie kaum ein anderes die Motorradentwicklung mitbestimmte.
    • Im Oktober 1990 änderte sich die Firmierung in Suzuki Motor Corporation.

 

Suzuki heute
In Japan gibt es 6 Produktionsstätten. Weitere Werke befinden sich in der Volksrepublik China, Thailand, Indonesien, Indien, Pakistan, Spanien, Esztergom (Ungarn) und Ägypten. Weltweit werden rund 14.000 Mitarbeiter (Stand: 2003) beschäftigt. Suzuki Jimny und Suzuki Vitara (unter Lizenz als Santana 300/350) werden von Santana Motors in Linares, Spanien gefertigt. Der Suzuki Swift bzw. der Suzuki Ignis wurden bis 2007 auch für Subaru produziert und als Subaru Justy verkauft.

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Hauptsitz: Japan
Gegründet: 1954
Subaru ist eine japanische Automobilmarke der Firma Fuji Heavy Industries (FHI). Obwohl Subaru der größte Hersteller von Allradantriebs-Pkw ist, ist er im Vergleich zu vielen seiner Mitbewerber im Automobilbereich sehr klein, aber trotzdem seit Jahren hochprofitabel. Subaru ist neben Jeep und Land Rover die einzige Marke, deren Fahrzeuge für den europäischen Markt ausschließlich mit Allradantrieb ausgeliefert wurden, bis im Jahr 2007 der neue Justy diese Tradition beendete.

Herkunft des Firmenlogos
Das erste Fahrzeug von FHI wurde 1954 gebaut und nach dem Sternhaufen der Plejaden benannt, der auf Japanisch Subaru heißt (wörtlich: sich zusammentun). In Deutschland nennt man die Plejaden, aufgrund der gut zu erkennenden sieben Sterne, auch Siebengestirn, in Japan werden jedoch nur sechs Sterne gezählt, sodass das Firmenlogo von Subaru nur diese sechs aufweist. Das Vorbild wurde ausgewählt, weil der Sternenhaufen von alters her in Japan bekannt ist und sich die Firma FHI einst aus sechs verschiedenen Firmen zusammenschloss. Das Firmenlogo symbolisiert dieses Gestirn.

Besonderheiten
Subaru ist bekannt für seine Fahrzeuge mit permanentem Allradantrieb, den Subaru als Symmetrical AWD bezeichnet (ein Hinweis auf die symmetrische Auslegung des Allradantriebes), und für die Nutzung von Boxermotoren, die durch die geringe Bauhöhe zu einem tiefen Schwerpunkt beitragen und durch den bauartbedingten guten Masseausgleich sehr laufruhig sind.

Die Fahrzeuge sind größtenteils auch mit einem so genannten Hill-Holder ausgestattet. Der Hill-Holder ist eine Rückrollbremse, die den Bremsdruck beim Anhalten an Steigungen auch dann aufrecht erhält, wenn der Fahrer den Fuß vom Bremspedal nimmt. Die Bremse wird erst beim erneuten Anfahren wieder freigegeben. Durch dieses System wird ein Zurückrollen des Fahrzeugs an Steigungen vermieden und somit das Anfahren erleichtert.

Eine weitere Besonderheit stellt die Tatsache dar, dass alle, mit Ausnahme der WRX und GT Versionen des Impreza, in Deutschland angebotenen Subaru-PKW mit Schaltgetriebe mit einer Geländeuntersetzung (Reduktion) ausgestattet sind. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen auf dem deutschen Markt vertretenen Fahrzeuganbietern.

Die meisten Subaru-PKW besitzen rahmenlose Scheiben.

Ferner gehört oft ein so genannter Brightschalter zur Fahrzeugausstattung, durch den das Abdimmen der Instrumentenbeleuchtung bei eingeschaltetem Fahrlicht geregelt werden kann. Diese Ausstattungsdetails sollen in bestimmten Kundenkreisen sogar Kultstatus genießen. Seit einigen Jahren werden Subaru-Fahrzeuge aller Serien auf Wunsch auch mit einer Autogasanlage ausgeliefert, wodurch die Umweltbilanz verbessert wird und sich die Verbrauchskosten verringern. Bis zum 30. Juni 2007 bot Subaru diese ecomatic den Kunden sogar ohne Mehrpreis an.

Subaru hat den ersten Diesel-Boxermotor der Welt entwickelt. Die Markteinführung in Deutschland ist Anfang 2008 geplant. Es ist zu erwarten, dass damit neue Käuferkreise erschlossen bzw. Kunden zurückgewonnen werden.

In den 90er Jahren erwarb Subaru die Namensrechte des Blitzen-Benz von Mercedes. Seither wurden mehrere sportliche Sondermodelle des Legacy produzierte. Der Name ist in Japan ein Mythos, die Legacy Blitzen Modelle geniessen deswegen Kult-Status.

Geschichte des Allradantriebs
Bereits 1972 stellte Subaru mit dem Subaru Leone 4WD Station Wagon den ersten Großserien-PKW der Welt mit zuschaltbarem Allradantrieb vor. Das Fahrzeug war, wie bei Subaru üblich, mit einem Boxermotor ausgestattet. Zurückzuführen war dieses Angebot auf die Ausschreibung eines japanischen Versorgers, der einen kompakten Wagen mit Allradantrieb benötigte, um auch abseits liegende Strom- und Versorgungsleitungen überprüfen und warten zu können. Subaru gewann diese Ausschreibung, man entschloss sich, den Wagen auch auf den regulären Verbrauchermarkt zu bringen. Erst acht Jahre später, im Jahr 1980, brachte Audi mit dem Audi quattro ein Großserien-Straßenfahrzeug mit permanentem Allradantrieb auf den Markt. Bei Subaru wurde der permanente Allradantrieb erst 1987 mit dem Subaru XT eingeführt. Bis 1994 wurden, je nach Modell, eine der beiden Techniken eingesetzt, ab 1994 dann nur noch der permanente Allradantrieb, der seitdem als AWD bezeichnet wird. Den Leone Turbo gab es hingegen seit 1987 mit permanentem Allradantrieb, als Automatik-Version 4EAT und als 5 Gang Schaltgetriebe mit sperrbarem Mitteldifferential. Die Leone Saug-Versionen und der Legacy ab 1989 hatten jedoch bis zuletzt zuschaltbaren Allrad.

Subaru im Autosport Rallye-Weltmeisterschaft
Seit 1990 kämpft Subaru mit modifizierten Versionen seiner Fahrzeuge, zuerst mit dem Subaru Legacy und ab 1993 mit dem Subaru Impreza, um Erfolge in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft WRC (World Rally Championship). Subaru fährt jedoch seit den 70er Jahren Rallyes, unter anderem mit dem Leone 1800 Turbo Hardtop Coupe(EA81), dem Vivio und dem Leone Turismo Turbo (EA82).

Das Team und seine Fahrer waren dabei schon mehrmals erfolgreich. So wurde man in den Jahren 1995, 1996 und 1997 Erster der Teamwertung. Außerdem gewannen 1995 Colin McRae, 2001 Richard Burns und 2003 Petter Solberg jeweils die Fahrerwertung der WRC.

In den anderen Jahren belegte das Subaru World Rally Team bzw. belegten seine Fahrer zumeist zweite oder dritte Plätze.

Sonstige
Auch bei anderen Rallyes werden wegen des Serien-Allradantriebs häufig Subaru-Fahrzeuge eingesetzt.

Außerdem stellte der Subaru Legacy in den 90ern mehrere Ausdauer- und Geschwindigkeits-Rekorde für Serienfahrzeuge auf, wie z.B. den für den schnellsten Serienkombi.

Ein Subaru Impreza wird auch in der GT300 Klasse der Japanischen GT Meisterschaft (Super GT) eingesetzt.

Der Subaru Impreza wird seit 2005, auch im japanischen D1 Drift Grand Prix eingesetzt.

Kooperationen
Von 2000 bis Oktober 2005 hielt General Motors einen 20%-igen Anteil an Fuji Heavy und es wurden einige Auto-Modelle gemeinsam entwickelt und vermarktet. So wurde z. B. der Saab 9-2X auf Basis des Subaru Impreza entwickelt, oder der Subaru Traviq (der nicht in Deutschland erhältlich war) auf Basis des Opel Zafira. Auch wurde überlegt, ein neues Modell des Justy auf Basis des Opel Corsa auf den Markt zu bringen, was dann aber doch nicht verwirklicht wurde.

Seit Oktober 2005 besteht eine Kooperation zwischen Fuji Heavy und Toyota. Toyota ist mit ca. 8 Prozent an Fuji Heavy beteiligt. Es sollen gemeinsam diverse neue Modelle entwickelt werden. Als erstes Ergebnis dieser neuen Kooperation wird der Daihatsu Sirion der Toyota-Tochter Daihatsu ab September 2007 als eine neue Version des Subaru Justy verkauft.

Früher fertigte Fuji Heavy zusammen mit Suzuki in deren Werk in Esztergom/Ungarn (Magyar Suzuki) die weitgehend identischen Fahrzeuge Subaru Justy und Suzuki Ignis (vorher Suzuki Swift). Diese Zusammenarbeit wurde aber nach dem Ende der Beteiligung von General Motors an Fuji Heavy ebenfalls beendet (Suzuki befindet sich ebenfalls teilweise im Besitz von General Motors).

Seit 1988 betrieb Subaru of America in Ohio/USA ein Werk zusammen mit Isuzu als Joint-Venture, in dem u. a. der Subaru Outback und Fahrzeuge von Isuzu gefertigt wurden. 2003 kaufte Fuji Heavy die Anteile von Isuzu und betreibt das Werk seitdem in Eigenregie (Subaru of Indiana Automotive). Seit April 2007 werden dort im Auftrag zusätzlich Toyota Camry gefertigt.

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Hauptsitz: Südkorea
Gegründet: 1954
SsangYong Motor (koreanisch: ssangyong – Zwillingsdrache) ist der viertgrößte südkoreanische Automobilhersteller.

Gegründet wurde er 1954 als Hadonghwan Motor Company, der Jeeps für die United States Army herstellte. Ab 1976 baute Hadonghwan Spezialfahrzeuge. Nachdem das Unternehmen 1977 in Dong-A Motor umbenannt worden war, wurde es 1988 von der Ssangyong Business Group übernommen und änderte dabei den Namen nochmals in SsangYong Motor. 1991 wurde eine Technologiepartnerschaft mit Daimler-Benz (heute Daimler AG) vereinbart. Man übernahm den britischen Spezialfahrzeugehersteller Panther Westwinds.

1997 kaufte Daewoo Motors schließlich die Anteilsmehrheit am Unternehmen, die sie 2000 jedoch wieder verkauften, weil der Mischkonzern (korean. Jaebeol) in finanzielle Probleme kam. Ende Oktober 2004 übernahm der chinesische Automobilhersteller SAIC (Shanghai Automotive Industry Corporation) 48,9% der Anteile an SsangYong Motors Company.

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Hauptsitz: Schweiz
Gegründet: 1994
Smart ist eine deutsche Automobilmarke. Die verschiedenen gleichnamigen Automodelle werden im Hauptartikel „Smart Fortwo" behandelt.

Das Unternehmen
Die Idee zum Smart stammt von Nicolas G. Hayek, dem Gründer der Swatch-Gruppe. Seine Vision war ein Swatch-Auto, das klein, bunt und pfiffig und vor allem günstig sein sollte. Unter anderem sah das Konzept ein (ähnlich den Swatch-Uhren) auswechselbares Chassis sowie eine Zusammenarbeit mit der Bahn vor, in Form einer Mitführbarkeit des Wagens für weite Reisen. Das Unternehmen Smart wurde 1994 als Micro Compact Car AG in Biel als gemeinsame Tochtergesellschaft von Daimler-Benz und der SMH SA (Sociéte Suissse de Microélectronique et d´Horlogerie) von Hayek gegründet. Im Zuge der Entwicklung des Smart Fortwo (damals noch „City Coupé“ genannt) stieg Hayek aus dem Projekt aus, weil er sich an den steigenden Entwicklungskosten nicht mehr beteiligen wollte und weil sich Daimler-Benz weigerte, Techniken (etwa Elektromotoren direkt an den Rädern) für ein spritsparendes Auto einzubauen, die ja eigentlich den Sinn dieses Autos ausmachten. Daraufhin verkaufte Hayek seine Anteile am 1. November 1998 an Daimler-Benz. Im September 2002 firmierte sich die Micro Compact Car Smart GmbH in Smart GmbH um. 2003 verkaufte die Marke Smart 124.700 Fahrzeuge.

Die Verwaltungszentrale von Smart liegt in Böblingen. Produziert wird im französischen Hambach, nahe der saarländischen Grenze und zeitweise in Born in den Niederlanden. Die Produktionsstätte in Hambach wird auch Smartville genannt. Dort wurden der Fortwo, dessen Cabrio-Variante sowie der Roadster hergestellt, in Born wurde der Forfour produziert. Der neue Fortwo wird ebenfalls in Hambach produziert. Im Laufe des Jahres 2006 wurde die Produktion auf das neue Modell umgestellt. Die Mitarbeiter wurden zum 1. Oktober 2006 in die DaimlerChrysler-Organisation integriert. Die Smart GmbH wurde zum 31. Dezember 2006 aufgelöst.

Zukunft
Vor der Umstellung der Vertriebsstruktur gab es im März 2005 noch 106 eigenständige so genannte „Smart Center“, gut am typischen gläsernen Smart-Turm zu erkennen, in Deutschland. Mit dem Jahreswechsel 2005/2006 wurden die meisten Center geschlossen. Verkauf und Service werden nun vor allem von bestehenden DaimlerChrysler-Niederlassungen in einem Shop-In-Shop-Konzept umgesetzt. Daneben gibt es zahlreiche autorisierte Autohäuser, die nun den Smart verkaufen und pflegen. Bis heute ist die wirtschaftliche Lage angespannt. Aus diesem Grund wurde das Vertriebskonzept umgestellt, die Produktpalette reduziert und Neuentwicklungen gestoppt. Roadster und Forfour werden nicht mehr produziert.

Das Unternehmen wird sich zukünftig auf den Fortwo konzentrieren. Das neue Modell wird als Coupé und Cabrio seit dem Frühjahr 2007 produziert und zum Verkauf angeboten, seine Entwicklung ist bereits 2006 abgeschlossen worden. Die Brabus-Variante wird dann voraussichtlich im Herbst des Jahres 2007 folgen. Der neue Smart wurde insgesamt um knapp 20 Zentimeter verlängert, da er ab 2008 auch in den USA verkauft werden soll und den dortigen Crash-Normen entsprechen muss (größere „Crashboxen“ vorne und hinten).

Inzwischen wird auch ein Smart mit akku-elektrischem Antrieb für den britischen Markt angeboten.

Ab Oktober 2007 wird der smart fortwo micro hybrid drive produziert, in dem ein riemengetriebener Starter-Generator (rSG) bei Start-Stopp-Situationen den Motor automatisch abstellt und bei Berührung des Gaspedals neu startet. Der Normverbrauch verringert sich dabei um ca. 0,4 Liter pro 100 Kilometer.

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Hauptsitz: Tschechien
Gegründet: 1925
ŠSkoda ist ein tschechischer Automobilhersteller und einer der vier ältesten auf der Welt. Seit 1991 gehört er zum Volkswagen-Konzern.

Geschichte
Das Unternehmen entstand am 27. Juni 1925, als der Konzern Škoda den böhmischen Automobilhersteller Laurin & Klement in Mladá Boleslav kaufte. Václav Laurin blieb dabei technischer Direktor. Nach 1945 wurde der Betrieb aus dem Konzern Škoda Pilsen unter Beibehaltung des Firmennamens ausgegliedert. Seit dem 16. April 1991 gehört Škoda zum Volkswagen-Konzern.

Modellentwicklung
Erstes Škoda-Auto (nach den L&K-Konstruktionen) war der 422 (4 Zylinder, 16 kW/22 PS) ein typischer, eckiger Pkw der 1920er Jahre mit Grundrahmen und Holz-Karosserie. In dieser Form wurden viele Modelle gefertigt, auch 6- und 8-Zylinder. Schon damals erscheint der Typenname Phaeton, in den 1930er Jahren auch Favorit, und Superb.

Ein gewaltiger Innovationsschub kam 1934 mit der Reihe Popular und dem etwas größeren Rapid: nach dem Beispiel des von Tatra 11 Jahre zuvor eingeführten Konstruktionsprinzips wurde ein Zentralrohr, durch das die Kardanwelle lief, als Rahmen verwendet, an dem das Differenzial mit Pendelachse hinten und das Triebwerk und die Vorderachse vorne angeschraubt waren. Dazu kam eine moderne, aufgesetzte Karosserie mit Kofferraum und ab 1938 4-Zylinder OHV-Motoren. Es wurden unzählige, auch Rennversionen gebaut (zum Beispiel wurde ein Popular-Sport Klassenzweiter in Rallye Monte Carlo 1936). Der Tudor (Two-Door) hatte eine gefällige (während des Kriegs geheim konstruierte) Karosserie der 1940er. Mit dem Sedan kam die Pontonform und die (bei diesem Typ viertürige) Ganzstahl-Karosserie, nicht aber selbsttragend. Es existierten auch Sonderserien für Militär und Landwirtschaft. Diese Konzeption wurde, mit diversen Karosserien, bis zum Fertigungsende ohne wesentliche Änderungen beibehalten. Drei Jahre später kam mit dem Spartak (440) die zweitürige Karosserie. Der Octavia (445) (als achter Typ der Popular-Linie) und Felicia (450, Roadster) erhielten erstmalig an der Vorderachse Schraubenfedern. Der Octavia Combi wurde bis 1971 gebaut, mit der völlig untermotorisierten Kastenversion 1203 wurde diese Linie 1981 – nach 47 Produktionsjahren – beendet.

Für den modernen, viertürigen 1000 MB (das MB stand für den Werks-Standort) wurde ein neues Werk gebaut, das 1964 die Serienproduktion aufnahm. So entstand, gerade zum Ansturm der Fronttriebler, die weltletzte Baureihe eines Massen-Hecktrieblers (vor dem Smart Fortwo), mit neuer Mechanik und selbsttragender Karosserie, die anfangs äußerst rostanfällig war. Sie wurde 26 Jahre gebaut und enthielt auch eine zweitürige Version namens Rapid. Die Aluminiummotoren dieser Baureihe wurden später in den Favorit, die Felicia (2) und auch noch in die Grundversionen der Fabia-Modelle eingebaut.

Mit dem Favorit begann 1987 die Ära der Fronttriebler. Der Felicia (2) (diesmal kein Cabrio) wurde später mit VW-Motoren aufgewertet, bevor 1996 der erste VW-Škoda, der mit Teilen des VW Golf (Plattform: VW Golf IV) basierende neuerstandene Octavia (2), kam. Im Sommer 2004 folgten dessen Neuauflage Octavia II (Plattform: VW Golf V) und Anfang 2005 das dazugehörige Kombimodell.

Zwischenzeitlich löste 1999 der Fabia die Felicia-Baureihe ab. Der Fabia war das erste Fahrzeug aus dem VAG-Konzern, das die Plattform PQ24 nutzte, auf der wenig später auch VW Polo 9N und Seat Ibiza gebaut wurden. Diese Plattform entwickelte Škoda als „Entwicklungsdienstleister“ für Volkswagen. Durch die vorgezogene Markteinführung bei Škoda haben die anderen Konzernmarken Zeit, bei Škoda gemachte Erfahrungen in die Entwicklung der Schwestermodelle einfließen zu lassen.

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Hauptsitz: Spanien
Gegründet: 1950
Seat ist ein 1950 gegründeter Automobilhersteller. Das ehemalige spanische Staatsunternehmen gehört heute zum deutschen Volkswagen-Konzern.

Am 9. Mai 1950 als Sociedad Española de Automóviles de Turismo, S.A. („Spanische Gesellschaft für PKW“) im Industriepark Barcelonas gegründet. Kapitalgeber der 600 Millionen Peseten waren zu 51 Prozent das staatliche Industrieinstitut Instituto Nacional de Industria, zu 42 Prozent spanische Banken und zu sieben Prozent Fiat.

Nach der Werkseröffnung am 5. Juni 1953 lief schon am 13. November der erste Wagen vom Band.

Seit 1986 gehört Seat zum Audi/Volkswagen-Konzern. Der Firmensitz befindet sich in Martorell, rund 35 km von Barcelona entfernt.

Vorstandsvorsitzender von SEAT, S.A. ist Erich Schmitt, der im Oktober 2006 den Posten von Andreas Schleef übernahm. Wie Schleef kommt Schmitt von der Audi AG, bei der er in unterschiedlichen Funktionen tätig gewesen ist. Zuletzt war Schmitt Einkaufsvorstand und Leiter des China Geschäfts der Audi AG. Neben Schmitt sitzen im Seat-Vorstand: Jan Lafrentz (Finanzen), Ramón Paredes (Personalwesen), Wolram Thomas (Produktion), Berthold Krüger (Vertrieb) und Frank Beckemeier (Entwicklung).

Am 10. März 1983 startete die spanische Marke ihre Verkäufe in Deutschland. Zunächst über eine Importgesellschaft, bis Seat 1986 daraus ein eigenes Tochterunternehmen, die SEAT Deutschland GmbH, machte. Rund 950.000 Seat-Fahrzeuge sind seitdem nach Deutschland importiert worden. Der Fahrzeugbestand beläuft sich heute auf über 750.000 Fahrzeuge.

Seat Deutschland mit Sitz in Mörfelden-Walldorf beschäftigt heute 150 Mitarbeiter. Das Vertriebsnetz umfasst derzeit vier Seat-Niederlassungen in Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin und Stuttgart. Deutschlandweit gibt es derzeit 341 Seat-Vertragshändler und 303 Seat-Servicepartner (Stand März 2005).

Im Volkswagen-Konzern steht Seat in der Rolle des Autobauers von günstigen Fahrzeugen mit sportlichem Anklang. Eine kleine Revolution fand 2004 statt. Seitdem spezialisiert sich Seat eher auf modisch designte Kompaktvans.

Geschichte
1950 bis 1979
In dieser Phase war Seat als Staatsunternehmen weitgehend auf den heimischen, bis in die 1970er-Jahre hinein durch hohe Importzölle geschützten Markt ausgerichtet, auf dem es unangefochtener Marktführer war. Aufgrund dieser Ausrichtung und der Lizenzauflagen von Fiat war das Exportgeschäft bis Anfang der 1970er-Jahre unbedeutend, bevor erste Exporte vor allem in die Benelux-Länder und nach Finnland getätigt wurden.

Seat baute in diesen Jahrzehnten ausschließlich in Lizenz Fahrzeuge von Fiat nach. Das Markenlogo war demjenigen von Fiat nachempfunden, mit dem Unterschied, dass anstatt eines blauen Hintergrundes ein roter Hintergrund verwendet wurde. Die Konkurrenten auf dem heimischen Markt waren allesamt Lizenznehmer bzw. Joint-Ventures ausländischer Unternehmen, u.a. von Renault (in Spanien Fasa), Citroën, Landrover/Suzuki (in Spanien Santana (Metalúrgica de Santa Ana). Der Grund hierfür lag darin, dass während der Franco-Zeit enorme Zölle und Importkontingente den Import ausländischer Neuwagen beinahe unmöglich machten und der spanische Markt für eigenständig entwickelte Produktlinien sehr klein gewesen wäre. Populärstes Modell von Seat während dieser Epoche war der Seat 600, liebevoll Seiscientos oder im Katalanischen Siscents genannt. Fast alle spanischen Taxis in jener Zeit waren Seat 1500, kurz Milquinientos genannt.

1980 bis 1989
Seat führt mit dem blauen Unternehmenslogo eine neue Corporate Identity ein. Ein Produktions- und Wirtschaftsabkommen zwischen Seat und Volkswagen wird unterzeichnet und die Türen in Richtung Europa werden geöffnet. Gleichzeitig kommt es zum Zerwürfnis mit Fiat als der Seat Ronda, der dem Fiat Ritmo baugleich war, als eigenständiges spanisches Modell deklariert wurde. Die Kooperation mit Volkswagen entwickelt sich zu einer 75%-Beteiligung. Der Seat Ibiza wird eingeführt und die Grundsteine in Martorell gelegt. Seat Sport tritt zum ersten Mal in der Motorsport-Szene auf.

1990 bis 1999
Neues Gesicht: Seat bereitet sich auf das 3. Jahrtausend vor: der offizielle Name, die Beteilungsstruktur und nicht zuletzt die Unternehmensphilosophie sind davon grundlegend betroffen. Zum Ausdruck kommt die neue Ausrichtung nicht zuletzt in den Gesichtern der neuen Modelle. Seat Sport wird zu einem eigenen Motorsport-Werk mit 1500 m² Hallenfläche auf einem 6000 m² großen Areal ausgebaut. Volkswagen baut die Beteiligung an Seat auf 99,99 Prozent aus. Namensänderung: aus Sociedad Española de Automóviles de Turismo wird Seat S.A.

2000 bis 2002
Sport & Design. Mit neuem Design und sportlichen Modellen nimmt Seat einen Platz in der Markengruppe Audi ein. 2001 verabschiedet sich Seat mit einem Sieg bei der 3-Städte-Rallye der Deutschen Rallye-Meisterschaft aus dem Motorsport.

2003 bis 2004
58.997 Seat-Neufahrzeuge wurden 2003 in Deutschland neu zugelassen; das sind 15 Prozent (+7753 Fahrzeuge) Wachstum gegenüber 2002. Damit hat Seat einen Marktanteil von 1,76 Prozent erreicht, obwohl der Pkw-Gesamtmarkt im letzten Jahr um 0,5 Prozent zurückging. Die höchsten Export-Zuwächse erzielte Seat neben Deutschland auch in Großbritannien, wo mit 35.000 Neuzulassungen (+21 Prozent) ein Rekordergebnis erreicht wurde. In Spanien wuchs Seat mit 148.100 Neuzulassungen um 3,2 Prozent. Erhebliche Zuwächse verzeichnet Seat auch in Kroatien, der Slowakei sowie in Ungarn. Insgesamt produzierte das Unternehmen im Werk Martorell und anderen Produktionsstätten des Volkswagen Konzerns 460.040 Seat Fahrzeuge, das sind 2,1 Prozent mehr als 2002. An Endkunden wurden 460.151 Fahrzeuge verkauft.

Seat feiert mit der Teilnahme des Toledo Cupra bei den europäischen Tourenwagen-Meisterschaften (ETCC) der FIA sein Comeback in den internationalen Motorsport. Im gleichen Jahr startet Seat ein neues Markenpokal-Konzept. Die Leon-Supercopa-Meisterschaft wird nicht nur im Rundstreckenrennen entschieden, sondern beinhaltet auch Langstreckenrennen und eine Berg-Meisterschaft. Seat erzielte im Geschäftsjahr 2003 einen Gewinn in Höhe von 135 Millionen Euro. Angesichts umfangreicher Investitionen bezeichnete die Unternehmensleitung das Ergebnis als „optimal“, auch wenn es unter dem des Vorjahres liege. Insgesamt 582 Millionen EUR hat Seat in Forschung und Entwicklung sowie in den Produktionsprozess für den neuen Seat Altea investiert. Der Altea ist der erste Seat, der seit der Integration der spanischen Marke in die neue Audi-Markengruppe im Jahr 2002 entwickelt wurde.

Mit 61.405 Neuzulassungen im Jahr 2004 liegt die spanische Marke auf Niveau des Vorjahres und erreicht jetzt einen Marktanteil von 1,81 Prozent. Während der Pkw-Gesamtmarkt in Deutschland rückläufig ist, wächst Seat kontinuierlich und überzeugt 2004 mit einem Wachstum von +2,8% gegenüber einem mit −1,8% rückläufigen Gesamtmarkt. Die positive Entwicklung ist unter anderem auf den Verkaufsrenner Seat Altea zurückzuführen. Seit 4. Dezember 2004 ist der neue Seat Toledo in Deutschland erhältlich, der wie der Altea auf der Plattform des VW Golf basiert.

2005
Am 1. März 2005 wurde am Automobilsalon in Genf der Prototyp des neuen Seat León vorgestellt. Besonderheiten des Prototyps sind vier Kameras, deren Bild auf zwei Monitoren im Fahrzeug die Rückspiegel ergänzen und die Rundumsicht verbessern sollen. Der Prototyp lässt mit 147 kW (200 PS) und einer Höchstgeschwindigkeit von 236 km/h einiges erwarten. Die Markteinführung wird für den Herbst 2005 erwartet.

Im Mai erzielte die spanische Marke in Deutschland einen Marktanteil von 2,1 Prozent. 6421 Fahrzeuge wurden neu zugelassen, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Mai verzeichnet das KBA insgesamt 24.459 Seat-Neuzulassungen, das entspricht einem Wachstum von 1,8 Prozent. Bei einem um 1,1 Prozent leicht gewachsenen Pkw Gesamtmarkt gehört Seat zu denjenigen Marken, die ihre Verkaufszahlen überproportional steigern und damit ihre Marktposition ausbauen konnten. Der Seat-Marktanteil 2005 liegt jetzt bei 1,8 Prozent.

Nach Kritik von Seat-Händlern in Deutschland gibt es folgende Änderungen an der Firmenpolitik: Die Spanier sollen künftig kleinere, sparsamere Modelle bauen und das Jahresziel wurde von 446.000 auf 390.000 Autos gesenkt.

2007
Seat stellt auf dem Genfer Automobilsalon eine neue Studie vor. Ein Geländewagen Namens Altea Freetrack mit 4x4 Allrad-Antrieb. Laut Financial Times Deutschland folgt noch in diesem Jahr das Serienfahrzeug und in spätestens 36 Monaten eine Limousine oberhalb des Seat Toledo, welche auf dem AUDI A4 basieren soll. Zudem investiert der Mutterkonzern VW 4,5 Milliarden Euro in seine Tochter Seat. Das sind auf die nächsten 10 Jahre verteilt jeweils 450 Millionen pro Jahr. Damit entgegnet VW allen Gerüchten, die besagen VW wolle die Tochter Seat an chinesische Investoren abstoßen.

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Hauptsitz: Schweden
Gegründet: 1937
SAAB, Saab, – Akronym für: Svenska Aeroplan AktieBolaget – ist ein 1937 gegründetes schwedisches Unternehmen, das in der PKW-, LKW- und Flugzeugproduktion tätig war. Die PKW-Tochter SAAB Automobile AB wurde 2000 von General Motors vollständig übernommen, die Flugzeugsparte ist als SAAB AB nach wie vor unabhängig, die LKW-Sparte Saab-Scania AB, gehört heute zu Scania.

Historie
Das Unternehmen wurde 1937 zum Bau von Militärflugzeugen als Zusammenschluss der AB Svenska Järnvägsverkstäderna mit der Svenska Flygmotor AB in Linköping (Schweden) gegründet. In der ersten Zeit wurden nur Lizenzproduktionen hergestellt, etwa das deutsche Bombenflugzeug Ju 86A oder die amerikanische NA-16. 1940 begann man mit der Produktion in Trollhättan. Im selben Jahr entstand der erste eigene Entwurf von Saab, der zweisitzige Sturzkampfbomber Saab 17, der bis 1948 bei der Flygvapnet eingesetzt und auch nach Äthiopien exportiert wurde. Ein weiterer Erfolg war die zweimotorige Saab 18 von 1942. Sie wurde in 242 Exemplaren produziert und von 1944 bis 1956 als Bomber, Aufklärer, Sturzkampf- und Torpedobomber eingesetzt.

Das erste Strahlflugzeug von Saab war die 1947 zum ersten mal geflogene Saab 21R, eine Weiterentwicklung der Saab 21. 1955 flog erstmals einer der größten Erfolge des Unternehmens im Flugzeugbau, der einsitzige Abfangjäger Saab 35 Draken. Von diesem, mit einem unkonventionellem Doppeldelta-Tragwerk ausgestattetem Abfangjäger entstanden 606 Stück, die auch nach Finnland, Dänemark und Österreich exportiert wurden und zum Teil noch heute fliegen. Modernstes militärisches Flugzeugmuster Saabs ist die JAS-39 Gripen.

Der erste PKW war der Saab 92001, am 10. Juni 1947, der ab 1949 als Saab 92 in Serie produziert wurde. 1969 fusionierten Saab und der 1891 gegründete LKW-Hersteller Scania. 1990 wurden dann Automobil- und Flugzeugbereich getrennt. Auch die LKW-Abteilung wurde als eigenständige AG unter dem Namen Scania wieder ausgegründet. Die Automobile werden seitdem von der SAAB Automobile AB, deren Anteile zu je 50 % General Motors sowie der Investor AB der einflussreichen schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg gehörten, produziert. Seit Januar 2000 ist SAAB Automobile AB zu 100 % im Besitz von General Motors. Die Lastkraftwagen werden nun eigenständig von der Firma Scania produziert und sind von Saab komplett losgelöst.

Im Juni 2006 übernahm Saab von der Firma Ericsson sowohl die Verteidigungs-Sparte Ericsson Microwave Systems AB (EMW), als auch ihre Anteile an der gemeinsamen Firma Saab Ericsson Space AB (SES). SES firmiert nun unter dem Namen Saab Space als Geschäftseinheit von Saab[1]. Ihr gehört unter anderen das Unternehmen Austrian Aerospace in Österreich.

General-Motors-Tochter Saab
Im General-Motors-Konzern untersteht Saab der deutschen GM-Filiale Opel, die für das außeramerikanische Automobilgeschäft von GM zuständig ist. Seit 2004 erfolgt die Steuerung durch die GM-Europazentrale in der Schweiz, es wird zwar weiter die Markenbezeichnung fortgeführt (z. B. für die neuen US-Modelle Saab 9-2 und 9-7X), jedoch nicht mehr das eigenständige Unternehmen. Mit Opel werden viele Teile und insbesondere Motorblöcke geteilt. Allerdings erfolgt immer noch eine Saab-spezifische Optimierung von Motoren (eigene Motorelektronik, Turbolader) und Fahrwerk (mitlenkende Hinterachse). Die Modelle Saab 9-3 und Opel Vectra sollen ab der nächsten Generation sogar in einem Werk gebaut werden, nämlich in Rüsselsheim im Landkreis Groß-Gerau, dem Stammsitz von Opel. Im Frühjahr 2003 wurde der Opel Omega eingestellt, stattdessen konzentriert sich General Motors in Europa auf den Saab 9-5. Das Saab 9-3 Cabriolet wird in Lohnfertigung bei Magna Steyr im österreichischen Graz gebaut.

Beispiele für Saab-Entwicklungen

    • Erster Seitenaufprallschutz im Automobilbau im Ursaab (Saab 92). Da in Schweden etwa jeder sechste Autounfall durch einen seitlich in oder auf einen PKW springenden Elch verursacht wurde, war dort schon vor dem heutigen hohen Verkehrsaufkommen eine stabile Fahrgastzelle notwendig. Die ersten Saabs wurden daher kopfüber aufgehängt und aus mehreren Metern auf den Boden fallen gelassen, um die Stabilität der Fahrgastzelle zu testen und zu verbessern. Dies machte bereits den ersten Saab zum sichersten, wenn auch aufgrund des DKW Zweitaktmotors nicht betriebssichersten, Auto seiner Zeit.

 

    • 1964 diagonal geteilte Zweikreisbremsanlage im Saab 95 und 96. Später allgemeiner Sicherheitsstandard.

 

    • 1977 erster wirklich serienreifer Turbolader in einem PKW (Saab 99). Obwohl der Turbolader bereits 1905 erfunden wurde, wurde der erste Turbomotor für Schienenbusse von Scania-Vabis erst 1951 gebaut. Wenig später kamen diese auch in LKW zum Einsatz. Im PKW-Bau hatte man für die Serienfertigung zunächst zu viele Probleme. Auch bei Saab wurde die Entwicklung zunächst offiziell gestoppt. Der damalige Motorenentwickler setzte seine Arbeiten jedoch aufgrund des enormen Potenzials, welches in der Turboaufladung steckt, einfach fort.

 

    • 1980 Einführung der Automatic Performance Control (APC)

 

Besonderheiten

    • Bei nahezu allen Modellen von Saab befindet sich das Zündschloss in der Mittelkonsole.

 

Diese Besonderheit dient dem Diebstahlschutz. Der Zündschlüssel kann nur bei eingelegtem Rückwärtsgang abgezogen werden, das Getriebe ist dann mit einem Stahlbolzen gesperrt.

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