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Die zweite Karosserievariante der französischen Mittelklasselimousine rollt mit drei Benzin- und zwei Dieselaggregaten zu den Händlern und soll in diesem Jahr noch etwa 6000 Käufer finden. Dabei besticht der 407 SW besonders durch seine extravagante Form und den - bedingt durch ein riesiges Panorama-Glasdach - lichtdurchfluteten Innenraum.

 

Zu Preisen ab 21 900 Euro (1,8-Liter-Benziner mit 85 kW/115 PS) wird der Mischling zwischen Limousine und klassischem Kombi sicher seine Klientel finden, auch wenn er weniger variabel ist als ein Van. Damit ist er exakt 1300 Euro teurer als die Limousine. Das Top-Modell, der 3,0-Liter V6 Mit Automatik und 155 kW/211 PS, schlägt mit 33 200 Euro zu Buche.

Neben eindeutigen optischen Attributen hat der 407 SW auch eine sehr ordentliche Sicherheitsausstattung: Serienmäßig kommen bereits in der Basisversion ein ESP mit radindividuell arbeitender Bremskraftverteilung, ein Notbremsassistent, ABS sowie eine dynamische Stabilitätskontrolle (CDS) zum Einsatz. Aktive Kopfstützen vorn, zweistufige Airbags sowie Sicherheitsgurte mit pyrotechnischen Gurtstraffern, Gurtkraftbegrenzern sowie Warnsignal bei Nichtanlegen des Gurts sind ebenso Serie wie insgesamt neun Airbags mit Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags und Vorhangairbags für die Fondpassagiere. Erstmals wurde bei Peugeot ein Lenksäulen-Airbag für den Schutz der Knie verbaut.

Insgesamt verfügt der SW über 4,82 Quadratmeter Glasfläche. Allein das riesige Panoramadach macht ein Drittel dieser Fläche aus. Das sorgt für viel Licht und ein gutes Raumgefühl, trotzdem heizt sich der Innenraum nicht übermäßig auf, weil das Dach nach Angaben von Peugeot 88 Prozent der Energie des Sonnenlichtes absorbiert. Öffnen kann man das Dach freilich nicht, darauf haben die Franzosen wegen der Stabilität und des störenden Querträgers bewusst verzichtet. Eine lichtundurchlässige Jalousie, elektrisch zu betätigen, lässt die Sonne auf Wunsch nicht mehr von oben scheinen.

Der jüngste Spross von Peugeot will kein Kombi im klassischen Sinn sein. Er soll bei den so genannten Lifestyle-Kombis räubern. Exakt an deren Platzangebot hält sich auch der 307 SW. Das Ladevolumen schwankt von 448 bis 1365 Litern, für ein Fahrzeug von stolzen 4,76 Metern Länge (88 Millimeter mehr als die Limousine) sicherlich kein besonders herausragender Wert. Aber die Marketing-Strategen von Peugeot haben ihre Hausaufgaben gemacht und heraus gefunden, dass den Kunden Design wichtiger ist als reiner Nutzwert. Wer also bei Audi oder BMW - gerade im Flottengeschäft - wildern will, muss sich auch über das Design definieren. Das ist dem SW mit dem Haifischmaul der Limousine und der elegant geschwungenen Fensterlinie ähnlich der Mercedes A-Klasse gut gelungen. Bis zu B-Säule sind der SW und die Limousine identisch, Gleiches gilt für den Innenraum, der zeitgemäß gemacht ist und mit ordentlichen Materialien aufwartet. Auch der Radstand der Limousine (2725 Millimeter) wurde übernommen.

Die Flexibilität des Fahrzeuges ist eingeschränkt. Zwar lässt sich die Rückbank einfach geteilt umlegen und es entsteht eine nahezu ebene Ladefläche, aber verschiebbare oder gar herausnehmbare Sitze sind nicht im Angebot. Wer die möchte, soll zum Van 807 greifen, sagt Peugeot Deutschland-Chef Olivier Veyrier. Die Zielgruppe, junge Familien mit Kindern, will er mit einem "bewussten Bruch des klassischen Kombi-Design erreichen". Immerhin lässt die der Beifahrersitz umklappen, so dass Gegenstände bis 2,70 Metern Länge verstaut werden können. Praktisches Detail: Das Heckfenster lässt sich separat öffnen, das soll in kleinen Parklücken helfen, die Einkäufe zu verstauen.

Bei der ersten Ausfahrt standen ausschließlich die beiden HDi-Diesel zur Verfügung. Der 1,6-Liter mit 80 kW/109 reicht völlig, um flott vom Fleck zu kommen. Immerhin rennt er 189 km/h schnell, auch das Drehmoment von 240 Newtonmetern (mit einer so genannten Overboost-Funktion sogar 260 Nm) ist ausreichend für schnelle Zwischenspurts. Dazu kommt ein butterweich zu schaltendendes und gut abgestuftes Fünfgang-Getriebe, das Freude macht. Der 2,0-Liter-Diesel mit 100 kW/136 PS agiert gänzlich unaufgeregt in 11,0 Sekunden von 0-100 km/h und bis zu 203 km/h Höchstgeschwindigkeit. Beide Diesel haben serienmäßig einen Partikelfilter an Bord und erfüllen die Euro-Norm 4. Den Verbrauch gibt Peugeot mit 5,6 Litern (1.6) bzw. 6,0 Litern an. In Verbindung mit der gefahrenen Vierstufen-Wandlerautomatik von Lieferant ZF ist es beim Zweiliter ein knapper Liter mehr. Sie arbeitet aber sehr sanft und ist für komfortbewusste Fahrer sicherlich ein echte Alternative. Dank der Elektronik soll sie sich auf den Fahrer einstellen und Situationen wie Kurvenfahrten oder Bergabfahrten erkennen.

Gelungen auch das Fahrwerk: Der doppelte Dreiecksquerlenker mit entkoppeltem Achsschenkel vorne stammt aus dem Rennsport, die Mehrlenker-Hinterachse wurde vom Vorgänger übernommen und weiter entwickelt. Durch eine stark geneigte Einbaulage der Feder-/Dämpfereinheiten bleibt mehr Platz im Kofferraum. In der Praxis macht sich die Fahrwerksarbeit durch guten Komfort bemerkbar. In schnell gefahrenen Kurven schiebt SW - typisch für einen Fronttriebler - leicht über die Vorderräder und bleibt durchweg gutmütig. Insgesamt eher weich abgestimmt, rollt er komfortabel ab.

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